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Notfall-Shelter in Griechenland

300 Hunde in allergrößter Not

update 19.03.21
Update 20.03.2021
update 21.03.2021

Ein kurzer Abriss der letzten zwei Tage von unserer

1. Vorsitzenden, Bettina Marie Schneider   20.03.2021

Wenn ich mich nicht gerade von "Pferdekennern" für kritische Ausführungen zum Leid der Pferde beschimpfen liess war ich damit beschäftigt, 300 Hunde, die unter unsäglichen Bedingungen in einem verlassenen Shelter vegetieren, vor dem Hungertod zu retten. Unser gesamtes Team war damit beschäftigt.

Nachdem der erschütternde Bericht von unserer Projektpartnerin Eri aus Griechenland eintrudelte, lief unsere Maschinerie an. 300 kranke und ausgemergelte, unkastrierte Hunde x Betrag X ---- X würde in diesem Fall Unsummen verschlingen. So viel stand fest.

Was würden Behandlung , Kastration und Futter kosten?

Wir kamen auf schwindelnde Beträge, die wir niemals zusätzlich in unserem Budget stemmen könnten. Und falls das Wunder passiert... und solche Spendensummen tatsächlich eingehen, wie wäre die Abwicklung?

Wer erstellt Rechnungen in Griechenland, die finanzamt-tauglich sind, wer bucht die unzähligen Vorgänge bei uns?

Wie zuverlässig sind die Infos vor Ort? Wer genau ist eigentlich zuständig? Was passiert dort gerade, was können wir tun?

Wer ist der verantwortliche Tierarzt, wie stehen die Behörden vor Ort dazu, wer arbeitet noch an dem Fall, gibt es andere Vereine die kontaktiert und informiert werden müssen?

Welche Bilder dürfen wir verwenden? Wie ist der Zustand der einzelnen Tiere? Welche Stiftung könnte Kastration übernehmen und was müssten wir aus eigenen Mitteln zuschiessen? Wer wird sich später um Adoptionen kümmern, welche Shelter könnten aufnehmen? Wo können Futterlieferungen gelagert und vor Diebstahl geschützt werden, ist der Anfahrtsweg für einen LKW geeignet?

Wer kontaktiert, übersetzt, fasst all das zusammen, schreibt auf der Seite darüber, beantwortet Fragen, hält Kontakt zu den Spendern?

Claudia unsere Schatzmeisterin gab OK, sie wäre bereit ... ganz gleich was an zusätzlicher Zeit benötigt wird.

Nicole, meine Vorstandskollegin nickte ab.

"Wir werden aufpassen müssen, unsere anderen Projekte nicht zu gefährden, aber hier darf man nicht wegsehen!"

Dann waren besonders Maren und Claudia nonstop im Einsatz, vernetzen, übersetzen, kontakten ... es flossen eimerweise Freudentränen in Griechenland, als Maren berichtete, was Claudia und sie zusammen mit unserem Team bereits erreicht haben.

Bald werden ein paar Tonnen Futter von VETO-Tierschutz geliefert, auf meiner privaten Seite überschlugen sich die freundlichen Spendenangebote, viele liebe Spender schrieben mir und schickten großzügig Geld, die Uli Stein Stiftung kam ins Boot, die Erna und Paulina Schuster Tierschutzstiftung für Kastrationen und befreundete Gruppen fragten an, ob sie helfen könnten.

Mittlerweile hatte Claudia den ganzen Vorgang, das schreckliche Elend auch auf unsere Webseite gebracht. Hunde, die teilweise in der Dunkelheit eingekerkert, langsam verhungerten... Jeder einzelne Hund ausgemergelt, krank, schwer krank oder bereits im Sterben...

Bis spät letzte Nacht schrieben sie und Maren noch über aktuelle Updates, hielten Kontakt zu unserer Arbeitsgruppe, die für dieses Projekt gegründet wurde, zu den Aktiven vor Ort und den Spendern und stellten Updates online... und gleich heute morgen ging es weiter.

Ich nahm derweil Kontakt mit den großartigen aber sehr erschöpften Tierschützerinnen auf, die in Griechenland dieses verlassene Shelter entdeckt hatten. Ein paar der verhungernden Hunde hatten stundenlang verzweifelt gebellt, so wurden sie darauf aufmerksam. Es sind tolle Frauen, entschlossen und gut im Thema. Mit genügend Hilfe an der Hand und Eri vor Ort an der Seite, können sie das schaffen!

Wir liefern das Geld dazu und Futter ... so viel wie irgend möglich. Das ist der Plan!

Stand derzeit, das Unmögliche nimmt gerade Gestalt an.

Ich denke, wir dürfen zuversichtlich hoffen, den ersten Teil der Aktion "Rettet 300 Hunde kurz vor dem Hungertod und bastelt ihnen eine Zukunft" erfolgreich angeschoben zu haben.

Noch ist unendlich viel zu tun und noch gibt es jede Menge offenen Fragen ... die ich auch diesmal wieder ehrlich mit:

"Ich weiss es nicht " beantworte, wenn ich die Antworten noch nicht kenne.

Was wir jedoch wissen, es war bereits 10 Minuten nach 12 und jetzt muss gehandelt werden. Einer muss es tun und im Zweifelsfall dann doch immer, Frieden für Pfoten. Weil wir uns trauen

Manchmal habe ich Gänsehaut, wieviel Power in unserem Team steckt. Dankeschön, ihr Lieben, ein dickes Danke an Claudi Schnapp, Claudia Utz und besonders an Maren Haack ♡

 

... falls ihr helfen möchtet... wir benötigen wirklich jeden Cent

 

Bettina Marie Schneider - Gutes Karma to go

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18.03.2021 - Ein weiterer schlimmer Notfall, der die schlimmsten Vorstellungen noch übertrifft …

Eri wurde gebeten, bei einem Notfall im Bezirk Magnesia, in der Nähe der Stadt Almyros, zu helfen. Eri hat schon viel erlebt, aber das, was sie jetzt sehen musste, ist so grauenhaft, dass sie immer noch unter Schock steht.

Ein privates Shelter, ca. 80 Kilometer von Eri entfernt, ist in großer Not. 300 Hunde sind in unmittelbarer Gefahr zu verhungern. Die Frau, die das Shelter in einer sehr abgelegenen Gegend versteckt abseits der Straße aufgebaut hat, ist plötzlich verstorben und lässt die Tiere unversorgt zurück. Nur durch das immer lauter werdende Gebell der verhungernden Hunde wurde jemand aufmerksam. Seit einigen Tagen versuchen Tierschützer, die Behörden und Organisationen wie Frieden für Pfoten e. V. Hilfe zu leisten.

9 von 10 Hunden sind krank, 20 Hunde waren in einem lebensbedrohlichen Zustand und wurde aus dem Shelter herausgeholt und verteilt, in der Hoffnung, sie zu retten. Wären sie dort geblieben, hätten sie die nächsten Tage nicht überlebt. Einen davon hat Eri bei sich aufgenommen. Eine mittelgroße Hündin, die nur noch 7 KG wiegt.

Die Hunde leben in engen Käfigen eingepfercht, manche komplett im Dunklen, sie haben noch nie Licht gesehen. Es kommt zu Agressionen und Beißereien und nur die Stärksten haben eine Chance, an etwas Futter zu kommen, wenn es überhaupt etwas gibt. Die ausgemergelten Körper sprechen eine deutliche Sprache, es gab nie genug.

Frieden für Pfoten e. V wird Tierarztkosten übernehmen, aber das Allerwichtigste ist jetzt erst einmal Futter und nochmals Futter, damit die Tiere überhaupt fit genug sind für medizinische Behandlungen.

Eri hat bereits 500 Euro Futtergeld von uns erhalten. Davon konnte sie 30 große Säcke Futter besorgen, die jetzt in das Shelter gebracht werden. Benötigt werden für so viele Hunde aber ca. 180 Säcke pro Monat. Wir möchten Euch bitten, uns bei der ersten Hilfe mit Futter zu unterstützen, damit die Hunde überhaupt eine Chance haben.

Daneben wird fieberhaft an Lösungen gearbeitet, wie es für die Hunde weitergehen kann. Das wird eine längere Geschichte und wir werden Euch dazu auf dem Laufenden halten.

Bis dahin hoffen wir, dass wir auf Euch zählen können und Ihr uns, so gut es Euch möglich ist, zur Seite steht. Wir wollen möglichst schnell helfen, dass zumindest die Versorgung mit Futter für’s erste gesichert ist.

Danke, Danke, Danke, wenn Ihr da mit uns seid.

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Spenden schickt bitte mit dem Kennwort

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Update Notfall Shelter in Almyros  19.03.2021

Liebe Leser/innen,

zuerst mal möchten wir Euch ein herzliches Dankeschön aussprechen für Eure Anteilnahme an diesem katastrophalen Geschehen, für Eure wahnsinns-schnellen Reaktionen, das fleißige Teilen des Beitrags und Eure Spendenbereitschaft!

Wir sind absolut überwältigt und konnten bereits gestern 1.000 Euro an den Futterhändler schicken, wo Eri nun benötigtes Futter abholen und die Lieferung zum Shelter organisieren kann. Sie kann nicht immer selbst fahren, weil sie ca. 80 km vom Shelter entfernt lebt, aber zusammen mit zwei Frauen, Akrivi und Helen, die vor Ort in Almyros tatkräftig am Werk sind, haben die drei das Geschehen gut im Griff. Im Video erzählt Eri von der Situation im Shelter. Sie ist immer sehr tough und Einiges gewohnt, dass es ihr hier so nahe geht, zeigt, wie schlimm die Lage ist.

Im Moment wird daran gearbeitet, die Hunde, die in Räumen ohne Licht hoffnungslos dahinvegetierten, dort herauszuholen und besser unterzubringen. Dann werden diese Räume zu Lagerräumen umfunktioniert, in denen das Hundefutter sicher gelagert werden kann. Und dieser Lagerplatz wird dringend gebraucht, denn VETO-Tierschutz wird schnellstmöglich eine Spende von 4.300 Kilo Hundefutter auf den Weg bringen - der LKW läuft sich sozusagen schon warm -, so dass erst einmal alle Hunde wieder einen vollen Bauch und etwas auf die mageren Rippen bekommen. Auch das hat uns total überwältigt und wir sagen danke für diese schnelle Hilfe!

Das nächste Kapitel sind die tierärztlichen Behandlungen. Die meisten Hunde sind krank, benötigen Therapien für die typischen Mittelmeer-Krankheiten, für Leishmaniose, Ehrlichiose, gegen quälende Parasiten, das ganze Programm. Die Gemeinde zahlt beim Tierarzt die Bluttests, für alles andere müssen wir auf Spenden setzen. Hier werden Eure Spenden dafür sorgen, dass die Hunde eine Chance auf Genesung bekommen. Wir konnten schon die Übernahme von 1.500 Euro Tierarztkosten zusichern, da wird aber noch mehr möglich und auch nötig sein. Die Dimensionen bei 300 Hunden sind einfach riesig. Wir arbeiten in enger Abstimmung mit Eri und Akrivi und Helen vor Ort. Sie können am besten sagen, an welcher Stelle der größte Bedarf ist und wo die Spenden eingesetzt werden sollen.

Aber Schritt für Schritt geht es voran. Was in den letzten zwei Tagen erreicht wurde, ist einfach gigantisch und nur mit Eurer Hilfe gelungen. Neben Futter, Geld für den Tierarzt ist aber auch ganz wichtig für die Helfer vor Ort, den Rückhalt zu spüren, den ihr ihnen gebt. Sie waren verzweifelt, ohne Hoffnung, haben viel geweint bei dem Anblick des Elends und vor allem den Blicken der gebrochenen Hundeseelen, die sich schon aufgegeben hatten. Als Tierschützer braucht man nicht nur ein gutes Herz, sondern auch ein starkes Herz, das so etwas aushält. Nun habt ihr ihnen einen Lichtblick und Hoffnung geschenkt. Sie weinen zwar immer noch, aber jetzt sind auch Tränen der Rührung und der Freude dabei, dass sie nicht mehr allein in dieser katastrophalen Situation sind. Das gibt ihnen Kraft und das ist unbezahlbar!

Diese Kraft werden sie noch brauchen, denn es wird ein Kraftakt bleiben. Wir halten Euch auf dem Laufenden und sind dankbar, wenn ihr uns weiter bei diesem Projekt begleitet.

Wer jetzt erst dazu gekommen ist und uns bei dieser Mammut-Aufgabe mit Spenden unterstützen möchte, das geht hier:

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Notfall Shelter Almyros - auch wenn es schwer fällt, diese Bilder zu sehen … 21.03.2021

… wir haben nun das ganze Videomaterial ausgewertet, das Eri uns geschickt hat. Es macht noch einmal sehr deutlich, warum Eure Unterstützung so wertvoll und dringend nötig ist. Ihr seht, womit es die Helferinnen vor Ort zu tun haben. Und wie schwer es sein muss, das alles zu ertragen und nicht den Mut zu verlieren, kann man nur ahnen. Weiterzumachen auch wenn die Kräfte am Limit sind, weil es für die Hunde um alles geht.

Nicht zu verzweifeln angesichts der riesigen Anzahl der Hunde, der Zeit, die noch bleibt, um ihnen die Chance auf eine bessere Zukunft zu ermöglichen, und angesichts der Kosten, die zu stemmen sind. Wir können nicht selbst vor Ort mit anpacken, aber wir können Eri und den Helferinnen vor Ort dank Euch zumindest die größten Sorgen um Futter und die Kosten für Medikamente und tierärztliche Behandlung nehmen.

Die Bilder zeigen, wie dringend Eure Spenden gebraucht werden. Und gerade kam aus Griechenland eine Nachricht „Wir sind Euch so dankbar, denn wir wüssten nicht, wo wir ohne Euch wären“. Wir werden weiter berichten und Euch auf dem Laufenden halten. Dieser Notfall ist kein Sprint, sondern ein Marathon, aber mit Euch zusammen werden wir das schaffen!

Wir sammeln weiterhin Spenden, um diese Mammut-Aufgabe zu bewältigen.

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Von Herzen DANKE für Eure wertvolle Unterstützung!

Update 22.03.2021

Almyros - Die Welle der Hilfe ist angerollt … 22.03.2021

Die Hunde aus dem Shelter in Almyros haben durch Eure Spenden bereits seit einigen Tagen genügend Futter und Eri hat für die 1.500 Euro Tierarztkosten, die wir dank Euch schicken konnten, Medikamente und Anti-Parasitenmittel bestellt. In der kommenden Woche wird sie sie abholen können und bereitet ihre nächste Fahrt ins Shelter vor. Dort wird sie dann mit den Helferinnen vor Ort die weiteren Aktivitäten planen und auf die Schiene setzen. Was für ein Glück, dass wir so tatkräftige und kompetente Frauen vor Ort haben, die das Ganze in die Hand nehmen. Sie leisten die emotional schwierige aber auch körperlich schwere Arbeit im Shelter, während wir hier für Nachschub an Futter, finanziellen Mitteln und was sonst gebraucht wird, arbeiten.

Im Vordergrund stehen zur Zeit immer noch die Versorgung mit Futter und die medizinische Behandlung der Hunde. Mittelfristig wird es um die Kastration der Hunde gehen, aber über eine OP kann man erst nachdenken, wenn die Tiere physisch stabil genug dafür sind. Auch hier stehen wir in den Startlöchern, um zu unterstützen, wenn es so weit ist.

Wir sind VETO – Tierschutz sehr dankbar für die Spende von 6 Paletten Trockenfutter, die als Soforthilfe bereits auf dem Weg sind. Und wir hoffen, dass der Futterspenden-Aufruf von

VETO – Tierschutz auf ihrer Facebook-Seiter erfolgreich sein wird und ebenfalls weiterhilft, die Versorgung zu sichern, bis eine Lösung für die Situation im Shelter gefunden wird.

Eri schreibt, dass die Arbeit sehr hart ist und sie daneben ja auch noch ihre Schützlinge in ihrem eigenen Shelter nicht vergessen darf, aber es gibt Lichtblicke, die ihr die Kraft geben, weiterzumachen. Einer davon ist die kleine Hündin, die sie spontan am letzten Mittwoch aus dem Shelter mitgenommen hatte, weil zu befürchten stand, dass sie die nächsten Tage nicht überlebt. Sie wog nur noch 7 Kilo und die Hoffnungslosigkeit in ihren Augen war abgrundtief. Nun ist sie bei Eri, erhält bereits eine Behandlung gegen Ehrlichiose und Hautprobleme. Wenn die Ergebnisse des Bluttests vorliegen, kann mit der Therapie gegen Leishmaniose begonnen werden. Es geht ihr um Längen besser als noch vor ein paar Tagen, sie frisst gut und genießt Wärme, ein weiches Bett und vor allem die Zuwendung von Eri, so dass auch ihr Blick inzwischen die Traurigkeit verloren hat. Es ist noch ein langer Weg bis zur Genesung und sie muss noch einige Zeit bei Eri im Krankenkäfig verbringen, aber sie bekommt ihre Chance, nicht nur auf ein besseres Leben, sondern ein Leben überhaupt.

Danke, dass ihr mithelft, dass solche Wunder geschehen dürfen!

Wir benötigen aktuell viel Geld für die medizinische Behandlung und sammeln dafür weiter Spenden für dieses Mammut-Projekt:

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update 25.03.2021

Almyros – Viel viel Arbeit und erste kleine Erfolge 25.03.2021

Heute bekamen wir wieder neue Bilder aus dem Shelter bei Almyros. Erwartungsvoll stehen die Hunde am Tor und hinter den zusammengeflickten Gittern. Sie sind wahrscheinlich sehr erstaunt, dass es nun regelmäßig gefüllte Futterschüsseln und frisches Wasser gibt. Mit Futtergeld, das wir gleich zu Anfang schicken konnten, ist die Versorgung erst einmal für die nächsten 10 Tage gesichert. Dann erwarten wir die Ankunft von nicht nur 6 Paletten Futter, die

VETO – Tierschutz spontan gespendet hat. Nein … durch den Aufruf von VETO - Tierschutz sind innerhalb weniger Tage so viele Futterspenden zusammengekommen, dass demnächst sage und schreibe 15 Paletten im Shelter angeliefert werden können. Wir danken wieder und wieder allen Spendern, das ist ganz großes Kino, was hier in der kurzen Zeit passiert. Wenn es soweit ist, werden wir Bilder von der Ankunft posten. Und es wird im Shelter für einige Wochen keinen Hunger mehr geben.

Das verschafft uns und den Freiwilligen vor Ort eine Verschnaufpause, die genutzt wird, um sich weiteren dringenden „Baustellen“ zu widmen. Und das sind vor allem die gesundheitlichen Probleme der Hunde. Von einer größeren Spende konnten Tests für alle Hunde gekauft werden. Diese Tests müssen allerdings von einem Tierarzt durchgeführt werden, deshalb fahren die Freiwilligen mit den Hunden gruppenweise in die Praxis. Bis jetzt konnten bereits 60 Hunde auf die typischen Mittelmeerkrankheiten getestet werden, Ehrlichiose (bakterielle Infektion), Leishmaniose (parasitäre Infektion), Dirofilaria (Fadenwürmer unter der Haut) und Anaplasmose (bakterielle Infektion). Es gibt bisher keinen Hund, der komplett gesund ist, alle haben die eine oder andere dieser Krankheiten oder sogar mehr als eine davon. Der nächste Schritt wird sein, die Therapien für die jeweiligen Krankheiten in die Wege zu leiten. Wir wissen noch nicht, was da auf uns zu kommt, wir wissen nur, dass es verflixt hohe Kosten sein werden. Sobald alle Hunde durchgetestet sind und wir die Info erhalten, was für medizinische Behandlungen anstehen, werden wir Euch dazu ein Update geben. Nach den Fotos zu urteilen, wird es für einige Hunde höchste Zeit …

Uns freut besonders, dass es unseren griechischen Kolleginnen bereits gelungen ist, einige Hunde aus dem Shelter auf Pflegestellen oder in Familien vor Ort zu vermitteln. Bei diesem Thema sind sie leider auf sich selbst gestellt. Es gibt dabei im Hintergrund so viele rechtliche und behördliche mögliche Fallstricke zu beachten, mit denen wir uns hier überhaupt nicht auskennen und bei diesem Thema nicht mithelfen können. Wir verlassen uns auf die Einschätzungen der kompetenten Kolleginnen vor Ort und freuen uns mit ihnen über jeden Hund, der das Shelter schon verlassen konnte. Es sind noch nicht sehr viele, aber immerhin ein Anfang. Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Zum Wochenende hin wird Eri mit den bestellten Injektionen und Anti-Parasitenmitteln zum Shelter fahren und wir bekommen ein neues Update.

Danke für Eure Begleitung, den Helferinnen vor Ort tut es sehr gut zu wissen, dass so viele Menschen Anteil an dem Schicksal dieser armen Kreaturen nehmen. Das und Eure Spenden geben die Kraft, mit diesem Elend umzugehen. Wer uns weiter dabei unterstützen möchte, kann hier spenden

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(Maren Haack und Claudia Utz)

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Update 28.03.2021

Kampf den Parasiten im Notfall Shelter Almyros! 28.03.2021

Nachdem Eri die bestellten Spot-ons und Tabletten gegen interne Parasiten abholen konnte, gab es gestern im Shelter einen Großeinsatz, bei dem 50 Hunde behandelt wurden. Eri brachte noch einmal Futter mit. Wichtig dabei auch Nassfutter, damit den Hunden die Tabletten leichter verabreicht werden konnten.

Die Spot-on Produkte sind auf ein bestimmtes Gewicht abgestimmt. Da die Hunde im Shelter alle untergewichtig sind, zum Teil sehr extrem, musste die Dosierung für jeden Hund angepasst werden. Deshalb wurden die Ampullen auf Spritzen aufgezogen, um genau nur die angemessene Dosis zu verabreichen. Postiver Nebeneffekt hierbei war, dass mit den Ampullen mehr Hunde versorgt werden konnten als wenn man sie einfach mit der vollen Dosis auf den Hund gebracht hätte. Die Frauen wissen genau, was sie tun und nutzen alle Ressourcen so effektiv wie möglich. Selbstverständlich wurde penibel Buch darüber geführt, welche Hunde bereits behandelt wurden, denn heute geht es weiter mit den nächsten. 50 Hunde heute über 200 Hunde warten noch darauf.

Es geht also weiter, und das ist für die Helferinnen ein beachtlicher Aufwand, denn Eri muss jedes mal 80 Kilometer zum Shelter fahren, einfache Strecke, die anderen Helferinnen 40 Kilometer. Aber sie sind so glücklich und gleichzeitig so berührt, dass es durch Eure Spenden überhaupt möglich ist, das für die Hunde zu tun, was sie im Moment tun. Immer wieder schreiben sie uns, dass sie nicht wüssten, wo sie wären ohne uns. Und wir von Frieden für Pfoten – Peace 4 Paws wüssten nicht wo wir wären ohne Euch!

Teamwork makes the Dream work – DANKE !

Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden und nehmen Spenden für die weitere Arbeit im Shelter gern entgegen unter

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Update 29.03.2021

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Eine gute Nachricht ...

Für die liebe Hündin mit den plötzlich gelähmten Hinterbeinen, die dringend eine Bluttransfusion brauchte, wurde ein Blutspender gefunden! Auf einen Aufruf der griechischen Kolleginnen kamen mehrere Angebote, so dass wir nun hoffen können, dass sie sich wieder erholt. Bitte trotzdem weiter Daumen drücken - Dankeschön!

+++++ U P D A T E +++++

Hundenotfall im Almyros-Shelter 29.03.2021

Am Samstag gab es noch einen Zwischenfall im Shelter. Einer der Hunde, sowieso schon bedauernswert ausgemergelt, konnte plötzlich nicht mehr aufstehen und seine Hinterbeine überhaupt nicht mehr benutzen.

Die Helferinnen unterbrachen ihre Arbeit mit der Verabreichung der Parasitenmittel und beratschlagten, welche Schritte jetzt unbedingt so schnell wie möglich unternommen werden sollten. Der Tierarzt in Almyros wurde angerufen und öffnete seine Klinik am Samstag für diesen Notfall.

Die Hündin brauchte dringend Flüssigkeit und eine Bluttransfusion und ist jetzt erst einmal beim Tierarzt untergebracht. Wir hoffen, dass es gelingt, die plötzliche Lähmung wieder rückgängig zu machen. Bitte drückt mit uns die Daumen für dieses Hundemädchen!

In diesem Video erzählt Eri die Geschichte dieses Notfalls https://youtu.be/I1WqhjhHpz0

Es sind Bilder, die ans Herz gehen, wenn ein Tier in so einem schlimmen Zustand ist. Wir wollten es Euch trotzdem zeigen, damit ihr wisst, wo Eure Spenden außer für Futter auch noch eingesetzt werden und dringend notwendig sind. Nur weil wir so viel Unterstützung von Euch erhalten, konnte diese Hündin zum Tierarzt und behandelt werden. Wir haben schon sehr schlimme Fälle gesehen, die sich wieder erholt haben, deshalb soll jedes Tier eine Chance bekommen.

Gestern waren zwei Tierärzte im Shelter und nahmen weitere Tests auf die Mittelmeerkrankheiten vor. Das kann nur von einem Tierarzt gemacht werden. 70 Hunde waren bis gestern schon getestet, manche benötigen spezielle weitergehende Tests. Jedes Test-Set kostet 25 Euro und wir waren dank Eurer Spenden in der Lage, Geld zu schicken, damit weitere Tests finanziert werden können. Es wird so zügig wie möglich gearbeitet, aber bei der riesigen Anzahl der Hunde dauert es, bis alle getestet sein werden. Wir halten Euch auf dem Laufenden, wenn wir die Bilder erhalten.

Vielen Dank für Eure bisherige Unterstützung! Wir hoffen, Ihr seid weiter an unserer Seite bei diesem Mammut-Projekt

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update 30.03.2021

Gemischte Gefühle beim Sonntags- Einsatz im Notfall Shelter Almyros ... 30.03.2021

Eigentlich hatten die die Freiwilligen vor Ort, Eri, Akrivi und Katerina am Sonntag im Shelter geplant, noch mehr Hunden Spot-ons und Tabletten gegen interne und externe Parasiten zu verabreichen. Je ängstlicher die Hunde sind, desto schwieriger wird es. Sie verstecken sich in den Verschlägen, drücken sich gegen die kahlen Wände oder lassen die Helfer nur auf einen halben Meter an sich heran. Manchmal müssen sie ein wenig mit Futter gelockt oder überlistet werden oder man braucht einen Löffel mit einen sehr langen Stiel.

Während dieser Arbeit stießen sie auf drei sehr kranke Hunde, die nun so schnell wie möglich zum Tierarzt müssen. Der eine Hund hat ein kaputtes Auge, das ihm starke Schmerzen verursacht. Es sieht auch wirklich nicht gut aus und wir hoffen, dass ihm schnell geholfen werden kann. Zwei weitere Hunde leiden unter einem Darmvorfall bzw. eventuell ist es bei dem einen Hund oder der Hündin sogar ein Gebärmutter-Vorfall. Da man manchmal noch nicht so dicht an die Hunde herankommt, weil sie ängstlich sind, muss das der Tierarzt genauer feststellen. Auf jeden Fall muss hier ebenfalls schnelle Hilfe passieren, denn wenn das vorgefallene Gewebe aus dem Darm oder dem Uterus erst nekrotisch wird, dann besteht ernste Gefahr.

 

Es blieb dann am Sonntag nur Zeit, um 10 Hunde mit Anti-Parasiten-Mitteln zu behandeln. Das aber auch aus einem anderen Grund … und das ist der schöne Teil bei den gemischten Gefühlen, die ich oben erwähnte. Denn was für ein Glück ... weitere 5 Hunde konnten gestern das Shelter verlassen, das diesen Namen nicht wirklich verdient. Sie wurden in einem befreundeten Shelter aufgenommen, welches die nötigen behördlichen Voraussetzungen erfüllt und für die Hunde eine artgerechte Umgebung mit guter Versorgung bietet. Und der nötigen Pflege, um die Krankheiten in den Griff zu bekommen, was im Shelter in Almyros unmöglich ist.

So gab es bei aller vielen und schweren Arbeit auch einen schönen Lichtblick, als die 5 Hunde auf den Weg in ein neues Leben gebracht wurden.

Und ich darf schon mal verraten, dass es nicht die Einzigen sind, die ausziehen durften aus dieser „Hölle“, wie die Freiwilligen vor Ort es jedes Mal wieder empfinden. Ich muss noch die Fotos sichten und sortieren und freue mich, Euch morgen eine Reihe von Hunden vorzustellen, die schon adoptiert wurden oder auf Pflegestellen umziehen durften. Ich bewundere die Tatkraft und die Energie, mit der die Freiwilligen stetig weiter am Basteln einer Zukunft für die Hunde sind. Sie geben alles, nur nicht auf!

Wir bleiben für Euch weiter am Ball und ich denke, auch Euch wird es freuen zu sehen, was mit Euren Spenden alles Schönes bewirkt wird.

(Maren Haack)

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Update 31.03.2021

Notfall Shelter Almyros - Lichter der Hoffnung … 31.03.2021

Diesen Artikel heute schreibe ich mit großer Freude im Herzen!

Unsere großartigen Freiwilligen in Griechenland bewirken gerade Wunder. Nicht nur eines, sondern mehrere, genauer gesagt, viele Wunder.

Eine ganze Anzahl von Hunden konnte das Shelter verlassen und entweder in ein Für-Immer-Zuhause oder auf eine Pflegestelle umziehen. Große, kleine, junge, alte, gesunde und kranke Hunde, die jetzt bei ihren neuen Menschen gepflegt und wieder gesund werden dürfen. Hundeseelen, die die traumatischen Erfahrungen des zum Teil jahrelangen Lebens in diesem Albtraum hoffentlich bald hinter sich lassen können! Es ist sehr berührend zu sehen, dass die Menschen auch bereit sind, ihr Herz für alte und noch kranke Hunde zu öffnen und die Verantwortung für sie zu übernehmen.

Nachdem sich das Drama so lange im Verborgenen entwickelte, legt die Gemeinde jetzt großen Wert darauf, dass die Adoptionen oder die Verlegung von Hunden in andere Shelter, die diesen Namen verdienen, transparent erfolgt. Es gibt strenge Vorgaben der Behörden für die Vermittlung. Alle Vermittlungen müssen transparent dokumentiert werden und die Tiere werden nur innerhalb von Griechenland vermittelt. Das ist viel viel Arbeit für die Frauen, wie zum Beispiel Akrivi, die die Papiere für alle Hunde vorbereitet. Aber sie tun es gerne, weil jeder Hund, der diesen Ort des Elends verlassen kann, ihr Herz ein wenig leichter macht.

Drei Kandidaten, die jetzt ihren Weg ins glückliche neue Leben angetreten haben, möchten wir Euch hier noch einmal im Einzelnen zeigen, weil ihr euch vielleicht noch an sie erinnert, wie sie am Anfang des Projektes aussahen. Da gibt es den kleinen weißen Hund, der schrecklich aussah um die Augen und die Schnauze herum und der nun nach hause gefahren wird und vertrauensvoll sein Köpfchen auf das Bein seines neuen Menschen legt.

Eri hatte gleich beim ersten Besuch eine Hündin mitgenommen und adoptiert, die als mittelgroßer Hund nur noch 7 Kilo wog und die die nächsten Tage im Shelter nicht überlebt hätte. Sie heißt jetzt Litsa, erhält medizinische Behandlung, hat schon etwas Gewicht zugelegt und genießt das weiche Hundebett, so dass das Liegen ihrem noch immer etwas knochigem Körper nicht mehr weh tut.

Und auch der völlig verfilzte, von quälenden Parasiten und Räude befallene Hund hat sich etwas berappelt, fühlt sich nach einem Bad viel wohler und wartet in der Obhut des Tierarztes auf die Ergebnisse seiner Tests auf die Behandlung mit den richtigen Therapien.

Außer diesen dreien sind noch eine ganze Reihe von Hunden adoptiert worden und aus dem Shelter raus. Es ist einfach grandios, was in den letzten Wochen alles passiert ist. Vor ca. 5 Wochen wurde die schreckliche Situation dort entdeckt, 3 Wochen später stellten die Aktiven fest, dass sie es allein nicht schaffen würden und baten Eri um Hilfe. Seit zwei Wochen sind wir von Frieden für Pfoten e. V. dabei und sorgen von hier aus mit Eurer Hilfe dafür, dass Geld für Futter und medizinische Behandlung fließt. Und schaut, was in dieser kurzen Zeit bereits möglich war, weil wir Eure Unterstützung dabei haben. Dafür sind wir und die Aktiven vor Ort unendlich dankbar, denn nichts ist schlimmer, als bei so einem Elend zusehen zu müssen und nichts tun zu können.

Was sagt das Sprichwort: „Erfolg hat drei Buchstaben – T U N!“ Wenn jeder tut, was er kann, so wie ihr uns jetzt mit Spenden tatkräftig unterstützt, dann werden solche Wunder möglich.

Der Weg geht weiter, es werden noch sehr viel Arbeit und auch finanzielle Mittel nötig sein. Am Anfang schrieben wir schon einmal, dass es kein Sprint sondern eher ein Marathon ist. Die nächsten großen Aktivitäten, wie zum Beispiel Kastrationen im Shelter, werden gerade geplant. Darüber halten wir Euch auf dem Laufenden. Aber diese schönen Bilder machen den Aktiven und uns Mut, und wir sind sicher, dass wir es gemeinsam mit Euch schaffen können!

DANKE!

Eure Maren

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April 2021

Almyros – das Ende eines erfolgreichen Tages!

02.04.2021 -Gestern hat der Tierarzt mit seiner Assistentin das Shelter besucht. Der Hauptanlass war, dass weitere Hunde gegen Parasiten behandelt und Blutproben genommen werden sollten für die Tests auf die Mittelmeerkrankheiten. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die demnächst geplanten Kastrationen. Gerade sind die Ergebnisse der Tests gekommen - nur mal so für die Statistik:

von 32 getesteten Hunden haben

19 Hunde nur Ehrlichiose (bakterielle Infektion)

11 Hunde Dilofilaria (Fadenwürmer unter der Haut) und Ehrlichiose

1 Hund Leishmaniose (parasitäre Erkrankung) und Ehrlichiose

1 Hund Leishmaniose, Ehrlichiose und Dilofilaria.

 

Kein einziger der heute getesteten Hunde ist gesund. Aber jetzt weißt der Arzt, welche Behandlung angezeigt ist und sie werden sich dann bald besser fühlen. Die Hunde machen schon jetzt einen völlig anderen Eindruck als noch vor zwei Wochen. Sie verkriechen sich nicht mehr ängstlich in den dunkelsten Ecken oder kauern ergeben in ihren Verschlägen. Auch das ohrenbetäubende verzweifelte Gebell gibt es nicht mehr. Jetzt bedeutet das Bellen eine freudige Begrüßung mit freundlichem Schwanzwedeln. Die Hunde kommen nicht nur wieder zu Kräften, sondern werden auch ausgeglichener und entspannter. Nun, da immer genügend Futter da ist, sind sie nicht mehr so gestresst und es gibt keinen Grund mehr für Streitereien und Kämpfe.

 

Die ganze Stimmung im Shelter verändert sich, von Verlorenheit, Angst und Verzweiflung in ein Gefühl der Hoffnung. Der sehr berechtigten Hoffnung auf ein besseres Leben. Und das dank Euch und Eurer Unterstützung! Katerina, die mit Akrivi und Eri vor Ort alles organisiert, hat ein Video geschickt, in dem sie Euch auf einen kleinen Rundgang durch das Shelter mitnimmt und davon erzählt, was heute geschafft wurde. Es macht Hoffnung und es macht Freude, die ersten Erfolge zu sehen. Im Video haben wir für Euch übersetzt, was sie berichtet.

 

Es ist alles auf einem sehr schönen Weg, auf dem richtigen Weg, und es ist erstaunlich, was die Frauen in der kurzen Zeit schon geschafft haben. Das ging nur mit Eurer Hilfe, dafür können wir nicht oft genug danke sagen. Wir machen weiter und wir sammeln auch weiter Spenden, weil wir noch ein ordentliches Stück des Weges vor uns haben.

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Ostergrüße aus dem Shelter in Almyros          03.04.2021

Findet ihr nicht auch, dass dieser Hund eine tolle Vertretung für den Osterhasen wäre? Die Ohren wären ja schon mal lang genug ...

Aber Scherz beiseite, diese langen und großen Ohren gehören gut untersucht und gesäubert, denn da können sich sehr schnell Zecken und Flöhe und noch so ungebetene Gäste einquartieren und häßlichen Juckreiz oder Entzündungen hervorrufen.

Heute wurden vom Tierarzt 25 Hunde untersucht, Blutproben genommen, Tests gemacht und gegen Parasiten behandelt. Die Testergebnisse zeigten auch heute, dass keiner der Hunde wirklich gesund ist. 13 Hunde haben Ehrlichiose, 10 Hunde Dilofilaria und Ehrlichiose und 2 Hunde haben Leishmaniose und Ehrlichiose. Es war ja auch fast nicht anders zu erwarten. Bei Dirofilaria brauchen die Hunde weitere Tests, um das Stadium der Würmer zu bestimmen, die sich unter der Haut eingenistet haben. Sind sie jung, dann kann man es relativ gut behandeln, sind sie älter, dann wird es schwierig und ist meistens nur chirurgisch zu lösen. Die Therapie für Leishmaniose ist die teuerste, hier wird am Anfang einmalig ein Medikament benötigt, das 180 Euro kostet. Wir hoffen, dass wir das durch die Spenden für alle Hunde, die es brauchen, abdecken können. Vielen Hunden geht es schon viel besser, auch wenn sie diese Krankheiten haben, sie sind durch die gute Versorgung viel munterer und zeigen alle einen unbedingten Lebenswillen. Die Therapien sollen so schnell wie möglich begonnen werden.

Morgen kommt der Tierarzt das dritte Mal in das Shelter, damit dann hoffentlich komplett alle Hunde aus einem Bereich des Shelters untersucht, getestet und langsam auf die Kastration vorbereitet sind. Wir werden berichten, ebenso über ein paar weitere glückliche Hunde, die vermittelt wurden und am Wochenende aus dem Shelter ausziehen dürfen. Für Griechenland ist es ein ganz normales Wochenende, da das griechische Osterfest erst im Mai stattfindet.

 

Mit diesen Bildern, die den Fortschritt zeigen und Hoffnung machen, dass wir gemeinsam mit Euch, Akrivi, Katerina, Stamatina und Eri auch weiterhin für die Hunde da sein können, wünschen wir Euch ein paar schöne Ostertage, macht auch mit den Einschränkungen im Hintergrund das Beste draus und bleibt gesund!

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Es gibt heute wieder schöne Nachrichten aus dem Shelter in Almyros! 04.04.2021

Auf den ersten Blick sieht es zwar eher nach „hinter Gittern eingesperrt“ aus, aber diese Hunde sind die nächsten auf dem Weg in die Freiheit! Sie haben das große Los gezogen und dürfen mit ordentlichen Papieren und ganz legal zu ihren neuen Menschen in Griechenland ziehen. Sie verlassen diesen Ort jahrelangen Elends und Leidens und werden in Zukunft nicht nur gut versorgt sondern auch geliebt. Wir wünschen den Glücklichen ein wunderbares Leben, das Vieles wieder gut macht, was sie bisher durchmachen mussten! Alles Gute Euch Fellnasen … und im Hintergrund wird bereits an den nächsten Happy Ends gebastelt.

Währenddessen gehen die Aktivitäten mit dem Tierarzt, dem testen und der Vorbereitung auf den Start der Behandlungen im Shelter in die nächste Runde … und die nächste … und die nächste … bis hoffentlich alle Käfige irgendwann leer sein werden. Hierfür wird noch viel Arbeit und Geld nötig sein, aber wir haben bis jetzt so viel geschafft, wie wir am Anfang nicht mal zu träumen gewagt hätten. Mit Euch zusammen haben wir mehr denn je die Motivation, alles zu einem guten Ende zu bringen.

Wir möchten gern die Worte von Akrivi in Almyros mit Euch teilen:

„Die Hunde haben ordentlich an Gewicht zugenommen. Ihr Fell fängt an zu glänzen. In Kürze wird es schwer, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie noch krank sind und sofortige Hilfe und Fürsorge benötigen.“

So toll haben sich die Hunde inzwischen entwickelt. Und das ist auch Euer Verdienst! Von Herzen nochmal ein großes Dankeschön dafür!

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Almyros - Eine große Kämpferin und ein kleiner Held 07.04.21

Erinnert ihr Euch noch an die Hündin, die am ersten Tag, als wir über einen Einsatz im Shelter berichtet haben, zusammenbrach und ganz plötzlich ihre Hinterbeine nicht mehr benutzen konnte? Das war wirklich ein schlimmer Anblick! Sie wurde sofort in die Tierklinik gebracht und brauchte dringend eine Blutspende.

Wow, eine Blutspende von einem Hund für einen Hund, das hört man auch nicht oft. Es wurde ein Aufruf gestartet und tatsächlich fand sich einen Tag später ein Hund, der Blut für die kranke Hündin spenden konnte. Der kleine Weiße ist unser Held!

Die Hündin hat Leishmaniose und sprach nach der Blutspende sehr gut auf die Therapie an. Sie bekommt Milteforan, das ist eine der teuersten Therapien in Griechenland. Sie beginnt mit einer einmaligen Dosis Milteforan für 180,00 Euro und danach für mindestens 6 Monate ein Medikament namens Zylapour.

Die plötzliche Lähmung ist auch ein Resultat der Leishmaniose, des langen Hungerns und sehr schlechter Blutwerte. Jetzt geht es ihr schon ein wenig besser. Sobald sie sich noch etwas mehr erholt hat, werden Röntgenaufnahmen gemacht, um der Ursache der Lähmung genau auf den Grund zu gehen. Wir drücken ganz fest die Daumen, dass ihr geholfen werden kann.

Es gibt berechtigte Hoffung für unsere Kämpferin und einen großen Dank an den kleinen Held, ihren Lebensretter!

Für Spenden, mit denen wir die Kosten für die Therapie finanzieren können, haben wir das Kennwort „Notfall Shelter“

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Armer Wuff – noch bist Du krank aber bald wird es Dir bestimmt besser gehen … 08.04.2021

Wir haben ja bereits mehrfach von den Tests berichtet, die jetzt bei den Hunden auf die Mittelmeerkrankheiten gemacht werden und bisher hatte es die meisten Hunde mit einer dieser Krankheiten erwischt.

So sieht fortgeschrittene Ehrlichiose aus! Dieser arme Tropf hat deutliche Symptome!

Ehrlichiose ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch Zeckenbisse übertragen wird. Die Bakterien wüten dann im Körper. Zuerst gibt es eine akute Phase, geprägt von Apathie und Lethargie, gastro-intestinalen Störungen und Blutungen, weil die Zellwände geschwächt werden. Die Hunde haben Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Einblutungen im Auge.

In dieser Phase kann man die Hunde gut mit Antibiotika , Mitteln gegen einzellige Parasiten und symptomatisch behandeln mit Infusionen von Elektrolyten oder auch Bluttransfusionen.

Unbehandelt geht die Krankheit in ein chronisches Stadium über und wird dann als „lautloser Killer“ bezeichnet, weil die Symptome eher im Verborgenen stattfinden. Zum Beispiel eine Störung bei der Bildung von Blutzellen, was zur Blutarmut führt, auch Hornhauttrübungen, Netzhautablösung, Leber- und Nierenschäden. Dann führt sie meistens zum Tod.

 

Bei diesem Hund besteht eine gute Chance, dass er sich, wenn er jetzt behandelt wird, in der nächsten Zeit wieder erholt. Katerina erzählt:

„Dieser hat fortgeschrittene Ehrlichiose.

Wir haben heute eine Blutprobe genommen. Er hat heute angefangen zu bluten, so gegen fünf Uhr. Wir haben angefangen, ihn mit Doxitan (Antibiotikum) zu behandeln und werden Leber kaufen, um ihn damit zu füttern. Wir werden morgen gekochten Reis und Leber mitbringen, damit er wieder gesund werden kann. Das ist, was fortgeschrittene Ehrlichiose ihnen antut. Er ist so ein guter Junge. Er ist nur 4 Jahre alt. Ich denke, er wird sich in ein paar Tagen erholen.“

Wir drücken dem Schatz die Daumen und danken Euch allen, dass wir in der Lage sind, die Behandlung und die Kosten für Medikamente für ihn und die vielen anderen Hunde zu finanzieren. Sie haben es so verdient!

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Wir können nicht oft genug danke sagen, damit wir bei solchen Bilder nicht wegschauen müssen -

nochmals ein herzliches Dankeschön für Eure Unterstützung!

Update 09.03.2021

Es ist geschafft, es ist vollbracht, sie ist da, die kostbare Fracht! 09.04.2021

Große Erleichterung bei den Freiwilligen im Shelter, als der riesige Truck auf der Straße heranrollte. Eure Spenden, insgesamt 15 Paletten mit lebenswichtigem Hundefutter für das Shelter in Almyros, die VETO – Tierschutz auf den Weg gebracht hat, sind nun da. Ein wunderbares Gefühl für die Helfer, dass sie sich für die nächsten Wochen erst einmal keine Sorgen um genügend Futter für die Hunde machen müssen. Die Sorgen um die Behandlung der kranken Hunde, die intensive Betreuung und Therapien benötigen, sind schon groß genug.

Wir sind unendlich dankbar, dass wir mit VETO – Tierschutz als Partner und Eurer unglaublichen Spendenbereitschaft diese schnelle Hilfe organisieren konnten. Herzlichen Dank an Euch, die nicht weggeschaut haben sondern helfen wollten, herzlichen Dank an VETO – Tierschutz für diese Zusammenarbeit!

 

Im Video seht bzw. hört ihr Akrivi und Katerina, die sich auch direkt bei Euch bedanken. Man sieht ihnen die Erschöpfung an und hört sie in ihren Stimmen. Seit Wochen kämpfen sie unermüdlich um das Leben der Hunde und dafür, ihnen eine Zukunft zu schenken. Auch das Abladen der Spenden und die Einlagerung waren noch einmal ein wahrer Kraftakt. Die Säcke wurden einzeln auf kleine Pick-ups geladen und dann ins Shelter gebracht. Aber der Anblick von über 10.000 Kilogramm Futter entschädigte für die Strapazen. Der Kampf und die Arbeit für die Hunde geht weiter, es sind noch sehr viele, für die Pflegestellen oder liebe Menschen in Griechenland gefunden werden müssen, die ihnen ein Zuhause geben. Ein paar konnten das Shelter bereits verlassen und wir können schon einmal verraten, dass an weiteren Happy Ends gearbeitet wird, über die wir Euch berichten werden. 300 Hunde sind halt eine große Hausnummer, da braucht es einen längeren Atem.

 

Deshalb freuen wir uns sehr, dass mit der Lieferung Eurer Futterspenden von VETO – Tierschutz ein großer Meilenstein geschafft ist, um die Versorgung der Hunde erst einmal weiter zu sichern. Ist das nicht ein schöner Anblick, wie sie sich nun an den vollen Futternäpfen den Bauch vollmachen können? Und mit Euch zusammen werden wir auch weiterhin die Helferinnen und notwendigen Aktivitäten vor Ort unterstützen, bis irgendwann der letzte Käfig leer ist. Danke, dass Ihr uns dabei zur Seite steht, mit Eurer Anteilnahme, die den Freiwilligen in Almyros sehr viel bedeutet und Euren Spenden, die medizinische Behandlungen, Kastrationen, Transporte auf Pflegestellen, in andere Shelter oder ein Für-Immer-Zuhause finanzieren helfen!

 

Wir sind noch nicht fertig, aber mit Euch zusammen auf einem wunderbaren Weg. Dafür danken wir Euch von ganzem Herzen!

Wir sammeln weiter Spenden für die Hunde mit dem

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Video Prince und Belle

Es wird noch ein langer Weg 11.04.2021

Martha schreibt über zwei Hunde aus dem verlassenen Shelter von Almyros, die schweren Fälle ...verängstigt und aus Angst aggressiv .. die bei Georgios von unserer Partnerorganisation SCARS Athen eine Pflegestelle fanden. Die kleine Hündin ist ein verängstigtes Mädchen. Der große Hund ist männlich, war in Almyros angekettet, extrem wild und agressiv, vor Angst und Hunger. Der ganze Körper übersät mit Wunden, abgeschnittene Ohren, kann kaum stehen, geschweige denn laufen und ist erschreckend dünn. Georgios würde ihn gerne Prince nennen. Er wird sehr viel Fürsorge, Pflege und Liebe benötigen. Beide Hunde benötigen noch viel medizinische Betreuung und werden lange in der Pflegestelle betreut, gefüttert und versorgt werden bis sie resozialisiert sind.

Bitte helft uns weiterhin ihnen zu helfen. 🙏 Dankeschön für eure Hilfe und danke an unsere Partnerorganisation Scars in Athen.💕 Wer unsere Notfellchen mit einer Spende unterstützen will, ein herzliches Dankeschön. Frieden für Pfoten e.V.

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​"Nur wenn du auch den Schmerz ihrer Narben spüren kannst, dann darfst du dich wirklich 'Mensch' nennen."

 

Diese folgenden, eindringlichen Zeilen schrieb Martha von SCARS, Bettina Marie Schneider hat sie für euch übersetzt und etwas ergänzt: "

 

Die erste Begegnung im verlassenen Shelter von Almyros.

Vielleicht liegt es an der menschliche Eitelkeit, zu glauben, man würde ewig leben und könnte sich alles zutrauen ... Bis man eines Tages plötzlich stirbt und andere mit in den Tod reißt.

Die Tiere waren bei einer Tier-Hoarderin gefangen, die plötzlich starb. 300 von ihnen. Sie starben mit ihr. Langsam aber sicher. Sie hatten kein Futter, also ernährten sich ihre Körper von ihrem eigenen Fleisch und ließen klapprige Säcke mit Knochen und gequälten Seelen zurück.

Ihre Augen wurden trübe und verzweifelt, vom Durst nach Wasser, Futter und Liebkosungen. Sie zeigten Zähne und knurrten, aber einzig vor Schwäche und Angst, in einer hoffnungslosen Anstrengung, den Tod abzuschrecken Aber der Tod fürchtet nichts!

Der Tod riecht nach Exkrementen, Urin, faulenden Mündern und Maden im Darm und nach den verrotteten Resten in der verlassenen Speisekammer. Er agiert fast immer hinter verschlossenen Türen, um andere nicht mit seiner Existenz "zu belästigen"

Der Tod kann die Krankheit riechen, von der sie vielleicht hofften, sie würde ihnen jetzt endlich ein gnädiges Ende bereiten und damit auch all dem Schmerz und all dem vorherigen Leiden. Wenn der Tod wieder unzuverlässig ist und ihnen diese letzte Gnade nicht gewährt, dann macht er sie noch wütender und noch hässlicher.

Der Tod meidet Blickkontakt mit Menschen, weil die Leute dumm genug sind zu denken, dass er sie dann auch nicht sehen wird, wenn sie ihn ignorieren. Er würde dann nur die anderen finden und holen. Nicht sie. Aber manche Menschen sind anders. Sie blicken dem Tod ins Gesicht und umarmen ihn. Sie umarmen ihn so fest, bis er selbst leben will.

Diese Menschen können Schlösser aufbrechen, die Gerüche ignorieren und sogar mit nackten Füßen auf stinkenden Exkrementen zum Ziel eilen, bis sie diese armen Wesen erreichen und sie dann so fest wie möglich umarmen. Weil der Tod, der nichts fürchtet, einzig der Liebe weicht.

Und so kam es, dass zwei der Hunde, die im verlassenen Shelter von Almyros grauenhaftes durchmachen mussten, auf eine Pflegestelle reisen durften. Zu Georgios von SCARS.

Als die Besitzerin, die nicht mehr lebt in ein Pflegeheim kam, versuchten sie verzweifelt, hinter Gittern zu überleben. Einer von ihnen hat versucht, in einem Rudel großer Hunde zu überleben, und der andere ist selbst ein großer Hund. Einer von der Sorte, der vorgibt, die anderen zu fressen, wenn er keinen Anteil des kargen Futters erhält. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie viel Angst er haben musste, um so zu agieren. Sie alle hatten Angst und sie alle waren verzweifelt.

Es gibt aber eine Person bei SCARS, die auch aus dem verstörtesten und aggressivsten Überlebenskämpfer wieder ein sanftes Lamm machen kann. Georgios ... der Hundeflüsterer.

Unser Freiwilliger erklärte uns, dass für ihn jede Hundeseele ein weißes Blatt Papier sei. Ganz gleich, wie zerknittert und schmutzig das Leben dieses Papier werden liess. Und dann beginnt er auf diesem leeren Papier mit weichen und warmen Farben zu zeichnen.

Er hat bereits die Kanäle der Liebe in ihren Hundeherzen geöffnet, die vorher fest verschlossen und abgestorben waren, um zu überleben. Er wird die Liebe finden und zurück bringen. Die ersten Bilder ihrer Begegnung lassen uns fest daran glauben..."

12.04.2021

Rundgang durch den Shelter 12.04.2021

Diesen Rundgang durch den Shelter haben wir aus Versehen nicht veröffentlicht. Er ist vom 03.04.2021 und einiges von den Themen, die Katerina anspricht, ist zwischenzeitlich erledigt.

Dennoch kann man sich im Video einen guten Überblick über den Zustand des Shelters sowie die Lebensumstände der Hunde machen.

Almyros – Der nächste Schritt … Kastrationen, Kastrationen, Kastrationen!!! - 15.04.2021

Das vergangene Wochenende im Notfall-Shelter war eine planerische und logistische Meisterleistung. Der griechische Verein EDKE hatte zugesagt, das Notfall-Shelter mit Kastrationen zu unterstützen. EDKE ist ein Zusammenschluss von Tierärzten, die Kastrationen überall in Griechenland kostenlos durchführen. Es müssen nur die Kosten für Unterbringung und Verpflegung des Ärzteteams sowie die Materialkosten der OP’s übernommen werden. Dazu hatte sich die Gemeinde bereit erklärt.

Das Kastrationsprogramm lag den Freiwilligen vor Ort besonders am Herzen, denn nur so kann weiterem Hunde-Elend vorgebeugt werden. Voller Einsatz und harte Arbeit aller Beteiligten machten den Kastrationsmarathon zum Riesenerfolg. Es wurden tatsächlich in zwei Tagen fast alle weiblichen und die meisten männlichen Hunde kastriert. Für einige Hunde mit Leishmaniose oder diejenigen, die alle drei Mittelmeerkrankheiten haben – Leishmaniose, Ehrlichiose und Dirofillaria – wollten die Tierärzte die OP aufgrund des noch instabilen Gesundheitszustandes nicht riskieren. Das muss dann später nachgeholt werden, wenn es Ihnen besser geht.

Die Hunde aus dem Shelter wurden in Transportkäfigen in zwei Tierarztkliniken in Almyros gefahren, dort operiert und dann wieder ins Shelter zurückgebracht. Hund in den Transportkäfig verfrachtet, auf den Pick-up geladen und ab gings nach Almyros zu den Tierärzten. Im fliegenden Wechsel Hunde zurück und die nächsten in die Transportkörbe verfrachtet, nach Almyros gefahren und später wieder zurück. Runde um Runde, Fahrt um Fahrt, zwei ganze Tage lang.

Dass das überhaupt möglich wurde, dazu habt ihr beigetragen. Nur weil durch Eure Spenden seit drei Wochen ausreichend Futter zur Verfügung steht, haben die Hunde sich soweit erholt, dass sie überhaupt eine Kastration überstehen konnten.

Die Fotos geben Euch einen Eindruck von der ganzen Aktion. Akrivi, Katerina und Kerasina sind die Hauptorganisatorinnen des gesamten Projekts. Und für Euch haben sie für ein Foto mal ganz kurz ihre Masken abgenommen, damit ihr seht, wer hinter all dem steckt, was in den letzten Wochen geplant und umgesetzt wurde. Powerfrauen, Ihr seid einfach super!!! Wir danken auch ganz besonders den vielen Helfern, die Euch an diesem Wochenende zur Seite gestanden haben, um das alles zu schaffen. Respekt, wir ziehen den Hut vor Euch und den Ärzten von EDKE. Ihr habt einen wichtigen Schritt geschafft, um den Hunden eine glückliche Zukunft zu ermöglichen.

Jetzt stehen die Behandlungen der verschiedenen Krankheiten im Fokus. Bei den Hunden mit Leishmaniose wurden weitergehende Blut-Tests gemacht, um den Titer zu bestimmen. Das bedeutet den Schweregrad der Krankheit zu diagnostizieren. Jetzt können die lebensnotwendigen Therapien begonnen werden und hierfür brauchen die Helfer für die vielen Hunde Medikamente in sehr großen Mengen. Für die Behandlung von Ehrlichiose werden pro Tag (!) 40 Packungen à 48 Tabletten Vibramycin benötigt. Das ist ein Antibiotikum und mit 2,00 Euro pro Packung verhältnismäßig günstig. Aber 80,00 Euro täglich ist dann doch eine ziemliche Hausnummer. Die Leishmaniose-Hunde erhalten als erste therapeutische Maßnahme einmalig Milteforan für 180 Euro, danach wird 6 Monate ein Medikament namens Zylapour verabreicht, mit dem Wirkstoff Allopurinol, den werden einge kennen, die schon mit Leishmaniose-Hunden Erfahrung haben.

Weil die Behandlung so vieler Hunde noch eine Weile dauern und einige Kosten verursachen werden, freuen wir uns immer noch über Spenden unter dem Kennwort

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Danke, dass Ihr bei diesem Marathon-Projekt weiter bei uns seid!

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  Kerasina, Katerina und Akrivi  

Almyros - Wenn sich harte Arbeit so sehr lohnt … 20.04.2021

Seit nunmehr 5 Wochen unterstützen wir die Freiwilligen in Almyros mit finanziellen Mitteln für Futter, Medikamente und Tierarztkosten. Sie sind weiterhin täglich und unermüdlich dabei, die Hunde zu versorgen. Nachdem die Konstitution der Hunde wieder stabil war und sie Gewicht zulegt hatten, konnte vor einer guten Woche eine riesige Kastrationsaktion durchgeführt werden. Wir berichteten darüber. Blutproben konnten auf Mittelmeer-Krankheiten getestet und entsprechende Behandlungen begonnen werden. Das sind wunderbare Nachrichten!

Aber geradezu grandios ist, dass es Akrivi, Katerina und Kerasina gelungen ist, so viele Hunde in andere Shelter, auf Pflegestellen oder zu lieben Menschen in ein Für-immer-Zuhause zu vermitteln, dass jetzt nur noch 158 Hunde im Shelter sind. Eine große Anzahl, beinahe die Hälfte, konnte diese Hölle bereits verlassen und darf nun in Freiheit ein Leben führen, das den Namen Leben verdient.

Wir können von hier aus kaum erfassen, wieviel Arbeit das war! Nicht nur Adoptanten oder amtlich registrierte Shelter zu finden, die Hunde aufnehmen wollten. Auch die Abstimmungen mit der Gemeinde in Almyros, das Erstellen der Papiere und das Organisieren der Transporte in die verschiedensten Regionen Griechenlands waren ein Kraftakt. Aber sie haben es gern gemacht, denn jeder Hund, der diesen Ort für eine bessere Zukunft verlassen kann, ist ein Grund zum Jubeln!

Es muss noch weitergehen, es wird weitergehen, bis hoffentlich irgendwann keine Hundeseele mehr zurückbleibt. Daran wird mit voller Energie gearbeitet und wir drücken die Daumen, dass sich der Erfolg weiter fortsetzt.

Mit diesen Fotos von glücklichen Hunden auf dem Weg in ihr neues Leben danken wir Euch herzlich für Eure Unterstützung, ihr habt zusammen mit vielen Freiwilligen und uns dieses Wunder möglich gemacht!

Natürlich bleiben wir am Ball und halten Euch weiter auf dem Laufenden über die Fortschritte im Shelter, Ehrensache! Aber jetzt freuen wir uns erst einmal für alle Hunde, die jetzt den Schritt in die Freiheit machen durften.

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Update für Prince, den verlorenen Prinzen ... 25.04.2021

der jeden Tag ein Stückchen mehr seinen Weg nach Hause findet ...

denn zu Hause ist, wo Liebe ist ...

Du brauchst nicht weit gehen, um das Paradies oder

auch die Hölle zu finden.

Oftmals sind beide näher, als man sich vorstellen kann.

Die Hölle kann sich unter jeder Narbe,

die wir haben, verstecken oder

sie ist mit jeder Narbe sichtbar.

Für manche ist das Paradies ein Ort.

Aber auch die Liebe kann das Paradies sein,

egal an welchem Ort man sie fühlt.

 

Prince hat die Hölle verlassen und ist jetzt

im Paradies.

Für Prince hat das Paradies zwei Seiten.

Das Elend hat sich in Glück verwandelt, aber

Prince hat noch einen langen Weg vor sich,

um den Menschen zu vergeben zu können.

Er wird vergeben können, weil er kein Mensch ist,

sondern ein Hund.

Im Moment macht er einen ersten großen Schritt.

Er lächelt.

Dank der Liebe, die auf die unterschiedlichste Weise erfolgt.

Die Liebe der Freiwilligen zu Prince und unsere Liebe, mit der wir durch eure beständige Hilfe, helfen dürfen.

Danke, dass ihr uns immer unterstützt.

Prinz, der in Almyros missverstanden wurde, kam zu SCARS, weil sie nach solchen schwierigen Fällen gefragt haben. SCARS hat keinen Shelter, aber Freiwillige mit Herz und Verstand und dem dazugehörigen Wissen.

Dank Georgios, einem Freiwilligen und Hundetrainer von SCARS, der zwei Hunde aufgenommen hat und dank eurer ununterbrochenen Unterstützung geht es beiden Hunden schon wesentlich besser.

Danke!!

(Text: Martha/Scars Athen, frei übersetzt: Nedde)

Wer diese Notfellchen bei SCARS mit einer Spende unterstützen will, ein herzliches Dankeschön.

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Wer einmal schauen möchte, wie die Ausgangssituation bei Prince und Belle war, bitte hier klicken

Neues aus Almyros! - 14.05.2021

Ende April berichteten wir Euch von weiteren Hunden, die adoptiert wurden und das Shelter verlassen konnten, das diesen Namen nicht wirklich verdient. Seitdem geht die Arbeit stetig weiter, die Freiwilligen vor Ort freuen sich unglaublich, dass es jetzt „nur noch“ 133 Hunde sind, die dort auf die Chance für ein neues, glückliches Leben warten.

Sie wissen, dass es für diese Hunde noch eine ganze Weile dauern kann, bis sie Menschen finden, die ihnen ein Zuhause geben möchten … denn es sind große und alte Hunde, bei denen die Vermittlung immer und überall sehr schwer ist. Nicht viele Menschen können einen großen Hund aufnehmen oder entscheiden sich, einen alten Hund auf dem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Wir hoffen mit den Freiwilligen, dass sich diese Menschen finden und auch diese Hunde das Shelter bald verlassen können. Sie haben es mehr als verdient.

Hoffnung macht die jüngste Adoption von zwei zauberhaften Hündinnen, mit ihren 12 Jahren auch schon „alte Damen“, und dazu noch beste Freundinnen, die man auf keinen Fall auseinander reißen wollte. Wer weiß, wie schwierig es ist, schon einen alten Hund zu vermitteln, weiß auch, was für ein Jackpot es war, dass diese beiden gemeinsam ein Zuhause fanden und jetzt dort das Leben ihrer neuen Menschen bereichern! Es gibt sie noch, diese Wunder!!!

Es gibt aber auch leider immer wieder die Fälle, in denen vergeblich auf ein Wunder gehofft wird. Vielleicht erinnert ihr Euch noch an die Hündin, die ganz am Anfang als Notfall von Eri in die Tierklinik gebracht wurde, weil ihre Hinterbeine plötzlich gelähmt waren und sie sich nicht mehr bewegen konnte? Für sie wurde ein Blutspender gesucht und gefunden, sie bekam eine Bluttransfusion und als sie sich etwas stabilisiert hatte, konnte sie genauer untersucht werden. Leider stellte sich beim Röntgen heraus, dass sie einen inoperablen Tumor hatte. Um ihr weiteres Leid und Schmerzen zu ersparen, blieb nur noch, sie friedlich einschlafen zu lassen und ihr auf die andere Seite zu helfen. Ruhe in Frieden, lieber Schatz!

So liegen Freude und Leid oft dicht beieinander. Die Arbeit in Almyros war ja von Anfang an eine emotionale Achterbahn für alle Beteiligten und forderte ihnen oft die letzten Reserven ab. Inzwischen scheint schon ein kleines hoffnungsvolles Licht am Ende des Tunnels. Auch wenn dazu noch einige Kraftanstrengungen und ein längerer Atem nötig sein werden, bis der letzte Zwinger leer ist und das Shelter abgerissen werden kann, geben die Freiwilligen und wir nicht auf und freuen uns, wenn ihr uns bis zum Happy End für alle Hunde weiter zur Seite steht.

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Danke für Eure Unterstützung!

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Almyros – was für eine großartige Veränderung! - 19.05.2021

Denkt man an den Anfang dieser Mission vor zwei Monaten und wie die Hunde damals aussahen … sie sind heute nicht wiederzuerkennen! Man könnte sich fragen, ob es noch die selben Hunde sind.

Sie haben nicht nur Gewicht zugelegt, weil es jetzt immer genügend gutes Futter gibt. Sie haben auch Zutrauen zu den Freiwilligen gefasst, die sie nicht nur versorgen, sondern sich mit ihnen beschäftigen. Es gibt liebevolle Zuwendung, Streichel- und Spieleinheiten, und sie trainieren so wichtige Dinge wie das Laufen an der Leine. Die Hunde sind gelehrige Schüler und lieben die Gegenwart der Menschen so sehr, dass sie sich jetzt auch sehr leicht und ohne Probleme medizinisch und für die Parasitenvorsorge behandeln lassen. Auch Medikamente verabreichen ist viel einfacher geworden, Es drückt sich jetzt kein Hund mehr ängstlich in einen Verschlag, weil ein tolles Vertrauensverhältnis zu den Menschen, die sich um sie kümmern, aufgebaut wurde.

Das ist nicht nur wunderschön, sondern auch sehr nützlich! Vor kurzem gab es nämlich einen Zwischenfall: der braune Jagdhund auf dem Bild war plötzlich kollabiert und wurde umgehend in die Tierklinik gebracht. Der Tierarzt stellte fest, dass der Hund an Babesiose litt. Noch eine dieser fiesen Mittelmeerkrankheiten, die kein Hund braucht. Sie wird übertragen durch Wiesenzecken, die sich gerade im Frühling vermehrt ausbreiten. Es kommt zu einer Zerstörung von roten Blutkörperchen und mangelnder Versorgung des Organismus mit Sauerstoff, nachfolgend zu Organschäden. Die Hunde werden schlapp und bekommen hohes Fieber, unbehandelt ist diese Krankheit tödlich. Zum Glück und weil die Freiwilligen vor Ort schnell reagierten, konnte der braune Jagdhund behandelt werden, und es geht ihm jetzt wieder sehr gut!

Nach diesem Vorfall wurden alle noch im Shelter lebenden 133 Hunde auf Babesiose getestet … und wen wundert es, alle 133 testeten positiv im Frühstadium. Vor ein paar Tagen kam der Tierarzt und es gelang tatsächlich, alle 133 Hunde in der Rekordzeit von 4 Stunden gegen Babesiose zu behandeln und die entsprechende Medikation zu verabreichen. Das war nur möglich, weil die Hunde den Freiwilligen vertrauen und sich einfach gut für solche Situationen händeln lassen.

Es ist wirklich eine sehr positive Entwicklung in nur zwei Monaten geschehen, angefangen von der Rettung vor dem Hungertod, über die medizinische Versorgung so vieler Hunde, den Kastrationsmarathon Anfang April und nicht zuletzt, dass schon so viele Hunde das Shelter verlassen konnten. Von ca. 300 Hunden sind jetzt noch diese 133 im Shelter, die auf eine Zukunft bei Menschen hoffen, die ihnen ein liebevolles Zuhause geben. Da es jetzt meistens große oder schon ältere Hunde sind, bleibt es eine Herausforderung, denn solche Kandidaten müssen meistens länger auf ihr Glück warten. Aber die Hoffnung bleibt, dass auch sie irgendwann diesen traumatischen Ort verlassen können.

Wir drücken Ihnen die Daumen und danken Euch auch noch einmal für Eure Unterstützung, ohne die das Wunder von Almyros nicht möglich ist. Denn dieses Wunder gibt es nicht umsonst, der Preis ist harte Arbeit, ein langer Atem für den Einsatz und Geld … Dass es trotzdem bis hierher geschafft wurde, ist auch mit Euer Verdienst. Wir sind stolz, dass wir bei dieser Mission auf unsere starke Frieden für Pfoten-Community zählen dürfen.

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Von Herzen D a n k e für Eure Unterstützung!

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09.06.2021

Sommer in Almyros – Wer will fleißige Handwerker sehen …

03.06.2021

Die Freiwilligen in Almyros witzeln schon, dass sie sich in diesem Jahr die Sommerbräune nicht am Strand oder im Garten holen, sondern bei ihren Hundefreunden in Almyros! Denn sie sind immer noch jedes Wochenende im Einsatz, weil es immer irgendetwas zu tun gibt. Mittlerweile werden auch die Familienmitglieder eingespannt, so wie bei dem Vorhaben am letzten Wochenende!

Während wir hier noch auf den richtigen Sommer warten und uns oft mit recht frösteligen Temperaturen abfinden müssen, brennt in Almyros schon die Sonne auf das Shelter. Na ja, an dem Tag als gearbeitet wurde nicht, aber das war für die fleißigen Handwerker auch ganz gut. Aber die meisten Tage ist es brüllend heiß, besonders auf dem Weg entlang der Verschläge und die Hunde brauchen Schutz.

Es waren genug Spenden da, unter anderem auch von Euch, so dass große Planen gekauft werden konnten. Dann begann das spannende Tüfteln und Werkeln, was man am besten baut und wie man vorgehen kann. Verschiedene Abschnitte im Hauptgang wurden „überdacht“, so dass schattenspendende Plätze entstanden, die auch sogleich ausprobiert wurden. Und wie es aussieht, für gut befunden.

Für die noch verbleibenden Hunde ist die Suche nach einem Zuhause schwieriger, weil sie oft ziemlich groß sind, oder schon ziemlich alt oder auch mit gesundheitlichen Baustellen unterwegs, was sich nicht jeder Adoptant zutraut. Die Freiwilligen wissen, dass sie Geduld haben müssen und dass die Hunde sie noch eine Weile brauchen werden. Es wird noch eine Zeit dauern wird, bis das Shelter leer ist und geschlossen werden kann. Bis dahin versuchen sie, es den Hunden so schön wie nur möglich dort herzurichten, ihnen mit ihren gesundheitlichen Themen zu helfen und ihnen ganz viel Zuwendung und Liebe zu geben, die sie so lange vermissen mussten.

Dieser Einsatz und das Durchhaltevermögen ist wirklich bewundernswert und genau das, was in der Not gebraucht wurde. Und Eure Spenden waren es, die in der Not geholfen haben, den Freiwilligen viele Sorgen zu nehmen und so eine schöne Entwicklung möglich zu machen.

Nun ist Almyros für den Sommer gerüstet und wir drücken die Daumen, dass es für die Hunde der letzte Sommer sein wird, den sie dort verbringen müssen. Und dass sie das Shelter bald gegen einen Platz bei lieben Menschen eintauschen werden!

Danke für Eure Unterstützung!

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Almyros - Der nächste bitte …  09.06.2021

oder besser gesagt, die nächsten bitte.

15 Hunde konnten nun ihre Leishmaniose-Therapie beginnen, nachdem sie stabil sind und der Titer bestimmt wurde, das heißt der Schweregrad des Befalls. Bei ca. der Hälfte der Hunde ist der Titer nicht so hoch, sie wurden mit Leishguard behandelt.

 

Dieses Medikament ist nicht so extrem teuer wir das Milteforan, das die Hunde benötigen, die einen höheren Titer und schwereren Befall haben. Milteforan wird einmal gegeben und kostet 180,-- Euro pro Hund. Zum Glück müssen sich die Freiwilligen derzeit keine Sorgen wegen der Kosten machen, denn von den Spenden für Almyros ist immer noch etwas da, so dass die Medikamente alle gekauft werden konnten. Da fliegt auch noch mal ein dickes Dankeschön zu Euch rüber, ihr habt das möglich gemacht!

Die Hunde sind nicht wiederzuerkennen, sehr entspannt und ruhig, freundlich zu den Menschen sowieso aber auch im Umgang miteinander. Mittlerweile wohlgenährt, dank der tollen Futter-Lieferung von VETO Tierschutz. Aber Nassfutter gibt es selten und eigentlich nur für die Hunde, die Medikamente bekommen, weil es sich da besser drunterschummeln lässt. Dann lassen sich einige Hunde oft nicht lange bitten treten brav an zur Medikamentengabe. Andere sind wiederum doch noch etwas scheu, aber längst nicht mehr so sehr wie vor drei Monaten, als das Wunder von Almyros begann. Und weil Nassfutter so begehrt ist, stellen sich sogar manche der gesunden Hunde krank und tun ein wenig leidend, um auch etwas davon abzustauben. Schlaue Kerlchen, man lernt nie aus, was sie sich so alles einfallen lassen.

Nun fiebern alle schon dem kommenden Sonntag entgegen, denn dann gibt es einen Adoptions-Tag! Sozusagen einen Tag der offenen Tür, an dem die Menschen kommen können um die Hunde kennenzulernen und sich hoffentlich zu verlieben. Die Freiwilligen ziehen wirklich alle Register, damit es mit den Adoptionen weitergeht und natürlich werden wir Bilder bekommen und Euch an diesem Tag auch aus der Ferne teilhaben lassen. Schließlich ist das Wunder von Almyros auch Euer Verdienst. Von Herzen Danke dafür!

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Belle und Prince... 10.06.2021

haben gestern ihre zweite Impfung bekommen und ihren ersten Tierarztbesuch mit Bravour gemeistert. Jetzt sind die beiden Hunde grundimmunisiert.

Das war ein großer Lernprozess für den normalen Alltag, der sehr wichtig ist, denn so werden sie von Georgios Schritt für Schritt auf ihr neues Leben vorbereitet.

Bei der ersten Impfung musste der Tierarzt noch kommen, weil beide Hunde so sehr verängstigt waren aus ihrer schrecklichen Zeit im Almyros Shelter.

Belle macht gute Schritte nach vorn, aber als vor einigen Tagen fremde Menschen zu Besuch waren, ging es wieder einen Schritt zurück in die Ängstlichkeit. Georgios ist sehr zuversichtlich, dass Belle das auch noch überwinden wird. Mittlerweile wiegt die hübsche Hündin 12 kg.

Und Prince genießt die Spaziergänge am Strand mit Belle, Matilda und weiteren Hunden.

Könnt ihr euch noch erinnern, wie dünn Prince anfangs war? Jede einzelne Rippe, jeder Knochen war sichtbar. Wie er übersät mit Wunden war? Wie er nur in einer Ecke kauerte? Er wiegt jetzt 27 kg und ist ein Prachtbursche. Der Tierarzt war sehr zufrieden mit ihm.

Belle und Prince hatten großes Glück, dass sie jetzt zur großen Scars-Familie gehören, die wir mit eurer großartigen Hilfe unterstützen können. Vielen lieben Dank dafür

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3 Monate-11.06

3 Monate Notfall-Shelter Almyros - 12.06.2021

Hallo Ihr Lieben, ich bin Maren Haack und habe vor 3 Monaten bei Frieden für Pfoten die Koordination für dieses riesige Hilfsprojekt übernommen und Euch mit den Posts über Almyros versorgt. Zusammen mit Eris Freundin Elena, die Eris Infos für uns übersetzte, Claudia Utz, die die Futterlieferung von VETO-Tierschutz koordiniert und die schönen Videos für Euch gemacht hat, mit Claudia Schnapp, die die Buchung der unzähligen Spendeneingänge abgearbeitet und die Gelder nach Griechenland geschickt hat und mit dem Vorstand von Frieden für Pfoten, der uns den Rahmen für diese Arbeit gegeben hat. Es waren arbeitsreiche 3 Monate, schlaflose Nächte wegen der vielen Abstimmungen, aber auch wegen der Bilder, mich nicht losließen. Es war eine unglaubliche Erfahrung, was man auch aus der Ferne erreichen kann und als sich die anfängliche Verzweiflung langsam in Hoffnung verwandelte, wusste ich, die Arbeit hat sich gelohnt! Das zeigt auch der folgende Dankesbrief von Akrivi, Katerina und Kerasia, den Freiwilligen von Almyros, der uns jetzt erreichte, der auch Euch gilt und den ich für Euch übersetzt habe:

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Almyros – ein Hund erzählt

Es ist gerade 3 Monate her, als sich die Tore der Hölle öffneten und die brutalen Verhältnisse des Leids offenbarten, in dem wir lebten und starben. Jahrelang gab es kein Entrinnen, keinen Weg hinaus, das war unser Schicksal, das war alles, was wir kannten, Hunger, Angst, Schmerz. Wir litten, aber wir kannten nichts Anderes. Wir waren alle im Todestrakt, das wussten wir. Dann, eines Tages, hörten wir neue Stimmen, nicht barsch, sondern freundlich. Wir schauten verwundert auf eine Dame, die weinte. Sie weinte um uns … es gab jemanden, der um UNS weinte! Und dann bekamen wir eine Menge Futter, wir mussten nicht wie sonst um das wenige Futter kämpfen, das uns vorgeworfen wurde, es gab genug für jeden! Und dann bekamen wir ein paar Pillen, damit wir die Würmer im Bauch loswerden und auch damit uns keine Zecken oder Flöhe mehr quälen. Dann kam ein ernster aber freundlicher Mann und hat Blut von uns genommen mit einer Nadel, Gerogiakomos Nikos. Das wissen wir, dass er so heißt, weil sie immer riefen „Hier Nikos, hier Nikos“. Er ist noch ein paar Mal gekommen, immer mit einer Nadel, aber die freundlichen Damen, die sich um uns kümmern, waren auch dabei und wir hatten keine Angst. Wir wissen, dass das nur gut für uns ist, denn jetzt passieren nur noch gute Dinge für uns. Er sagte, wir hatten alle Ehrlichiose und Babesiose. Alle? Du meine Güte!! 65 von uns hatten noch Herzwürmer und ein paar, wohl so 15 haben Leishmaniose Was ist das bloß alles??? Das wissen wir nicht, aber was wir wissen ist, dass nun jeden Tag Stücke von weichem Futter kamen, Pillen und noch mehr Pillen, aber das leckere weiche Futter kam dazu und wir begannen uns von Tag zu Tag so viel besser zu fühlen. Viele von uns verließen das Shelter, aber es war schön, weil die freundlichen Damen glücklich aussahen, sie lachten ganz viel und dieser Klang machte uns glücklich. Es gab furchtbare Kämpfe unter uns, wirklich schrecklich und sie sagen uns, das käme, weil wir uns paaren wollten. Na ja, das ist jetzt auch Geschichte, alle Mädels sind kastriert und die meisten Jungs auch. Einige von uns wurden zu einer anderen ernsten Person gebracht, solche nennt man Doktor und sie zaubern, um Dich gesund zu machen. Ihr Name war Tonia. Sie kümmerte sich um viele von uns, die bei ihr wohnten, bis sie sagte „Okay, jetzt geht es Dir gut und Du kannst gehen“. Die freundliche Dame kam oft, aber nicht so oft wie wir es uns gewünscht hätten, wisst ihr, die, die so doll um uns geweint hat. Jetzt sind nicht mehr so viele von uns im Shelter, wir sind noch 130. Wir sind diejenigen, die noch warten. Aber es ist so viel mehr Platz für uns und uns geht es so viel besser und es wird jeden Tag noch besser. Wir beginnen zu fühlen, dass es noch etwas Anderes als Hunger, Angst und Schmerz gibt. Es gibt Frieden für uns Pfoten, wegen Frieden für Pfoten – Peace 4 Paws!

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"An Frieden für Pfoten - Peace 4 Paws

Ihr und Eure wundervollen Unterstützer habt Eure Arme geöffnet und alle Hunde in eine große, fürsorgliche Umarmung genommen. Die wertvolle Hilfe, die von Euch durch Eri Ziaka für die Hunde kam, können wir nur als lebensrettend für die Tiere und für uns bezeichnen. Ihr habt gesorgt für Tonnen von Futter, Babesiose-Behandlungen für alle Hunde, monatliche Spot-ons für die 65 Hunde mit Herzwürmern, Milteforan und Leishgard für die 15 Leishmaniose-Hunde, deren Behandlung wir gerade jetzt begonnen haben.

Ihr habt den Weg freigemacht, Hunde in die Klinik von Tonia Gogou in Volos zu bringen, Hunde, die ohne Hilfe gestorben wären, in diesem Shelter, wo in der Vergangenheit nur die toten Körper eingesammelt und auf eine Müllhalde geworfen wurden.

Ihr habt uns die Möglichkeit gegeben, Hunde gründlicher zu testen um zu sehen wie sehr die Krankheiten, unter denen sie litten, Leber und Nieren geschadet haben.

Wir haben in den vergangenen Monaten sehr hart gearbeitet und wir haben die Situation für die verbleibenden Hunde komplett verwandelt. Es gibt ausreichend Platz für alle, sie sind von Ehrlichiose und Babesiose geheilt, an denen wirklich alle Hunde erkrankt waren. Sie werden gegen Herzwürmer behandelt und jetzt auch gegen Leishmaniose. Einen ganzen Abschnitt, diesen schrecklichen Bereich der Käfige mit den Wänden aus Wellblech, wo die Hunde keinen Schutz vor der Sonne fanden, konnten wir abwracken.

Im Shelter wird jetzt gelächelt, es gibt fröhliche Hunde, die auf den glücklichen Moment warten, wenn sie auch adoptiert werden. Wir wissen nicht, wieviel Zeit wir noch haben, das Gelände wurde vom Neffen der verstorbenen Helen geerbt.

Liebe Freundinnen und Freunde von Frieden für Pfoten und unser Schutzengel Eri Ziaka, „Danke“ ist ein Wort, das nicht annähernd groß genug ist, um unsere Dankbarkeit auszudrücken, aber einige Fotos der Hunde erzählen es Euch mehr als Worte es könnten. Am 13. Juni haben wir einen Adoptionstag der offenen Tür. Könnt ihr es glauben, wir sind so weit gekommen, dass wir nun die Tore öffnen können, ohne uns schämen zu müssen. Seid mit uns an diesem Tag!

Dankbare Grüße von Akrivi Albanidou, Katerina Pananou und Kerasia Dimitriadi"

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3 Monate „Das Wunder von Almyros“ – eine tolle und erfolgreiche Zwischenbilanz, denn es gibt noch viel zu tun, bis das Shelter leer ist. Wir wünschen den Freiwilligen viel Erfolg für den morgigen Tag der offenen Tür und viele Adoptionen, die sie dem großen Ziel wieder ein Stück näher bringen. Freiheit für alle Hunde von Almyros!

Herzliche Grüße von Maren Haack

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Almyros – es gibt Geschichten, die sind fast zu gut um wahr zu sein … 28.06.2021

… aber hier erzählen wir Euch die wahre Geschichte eines Hundes aus dem Almyros-Shelter, die gestern eine unglaubliche Wendung nahm.

Der Hund wurde von den Freiwilligen „Jackpot“ genannt, weil er bei den im Shelter grassierenden Krankheiten den Jackpot gewonnen hatte. Jackpot hatte wirklich alles, was die Natur an fiesen Mittelmeerkrankheiten zu bieten hatte. Außerdem war er schwer traumatisiert, biss auch schnell mal zu und ließ sich nur sehr schwierig von den Freiwilligen und dem Tierarzt versorgen und behandeln. Als die Tierärzte von EDKE zum Kastrationsmarathon in Almyros waren, gelang es nicht, Jackpot mit 4 Personen in die Transportbox zu bekommen. Es musste ein Tierarzt gerufen werden, um ihn für die Fahrt in die Klinik nach Almyros zu sedieren. Die Freiwilligen dachten nicht gern darüber nach, aber alle hatten das Gefühl, dass Jackpot schon den Stempel „unvermittelbar“ auf der Stirn trug. 6 Jahre überlebte er in dem Höllenshelter und jetzt kam seine unglaubliche Geschichte heraus:

Er und noch ein anderer Hund lebten bis vor 6 Jahren bei einem alten Mann ein schönes Leben in einem liebevollen Zuhause, bis der alte Mann starb. Bevor noch jemand aus der Familie, die nicht im gleichen Ort lebte, sich kümmern konnte, wurden die beiden Hunde von Nachbarn einfach eingefangen und im Almyros Shelter entsorgt. Die Familie wurde über den Verbleib der Hunde im Ungewissen gelassen … sie waren halt einfach weg!

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Die Enkelin des alten Mannes versuchte lange Zeit, die Hunde ausfindig zu machen. Sie hatte auch die Vermutung, dass sie in Almyros sein können und ging dorthin, um sie zu suchen. Sie wurde aber nicht eingelassen, um sich umzuschauen und musste unverrichteter Dinge wieder wegfahren. Der Gedanke an die beiden Hunde ihres Opas ließ sie aber nie los. Und als nun die Geschichte von Almyros durch das Internet ging und Bilder von Hunden zur Adoption gepostet wurden, erkannte sie plötzlich einen Hund wieder, der aussah wie der Hund von ihrem Großvater. Sie kontaktierte die Freiwilligen, von denen sie erfuhr, dass der Freund von diesem Hund schon vor längerer Zeit verstorben war. Aber der noch lebende Hund im Shelter konnte tatsächlich der Hund des Großvaters sein.

Noch gestern machte sich der Ehemann der Enkelin auf den Weg und fuhr die 5 Stunden von Athen nach Alymros, um den Hund zu treffen. Es war faszinierend. Der Hund, der 6 Jahre lang geduckt und versteckt in einem hölzernen Verschlag verbracht hatte, von selbst nicht herauskam und den man niemals mit dem Schwanz wedeln gesehen hatte … verwandelte sich in kürzester Zeit. Der Ehemann der Enkelin setzte sich in den Zwinger und Spot, so hatte der Großvater ihn genannt, kam das erste Mal freiwillig aus dem Verschlag. Er hörte auf seinen Namen und schien eine entfernte Erinnerung an den Mann zu haben, obwohl er ihn nur zwei Mal in seinem Leben vor Almyros getroffen hatte. Der bissige und schwer händelbare Hund wurde ganz ruhig und fing an, mit dem Schwanz zu wedeln. Der Mann startete einen Video Call mit der Enkelin, der Spot zunächst verwirrte. Aber dann klickte es plötzlich in seinem Kopf und er sah aus als könne er kaum glauben, wer da zu ihm spricht. Er erkannte sie. Spot, der sich zuvor oft wild gebärdende Hund, ließ sich ohne Probleme anleinen, genoß Streicheleinheiten und bekuschelt zu werden. Dann verließ er den Zwinger mit seinem neuen Herrchen. Die ersten Schritte in die Freiheit waren noch etwas beängstigend und verwirrend für ihn. Nach 6 Jahren eingesperrt in der Hölle plötzlich frei … da musste er sich immer wieder an sein Herrchen drängen, um sich sicher zu fühlen. Das währte aber nicht lange, dann lief er mit zum Auto, warf noch einen letzten Blick zurück und fuhr nach Athen einer glücklichen Zukunft entgegen.

Die Freiwilligen standen förmlich unter Schock wegen dieser unglaublichen Entwicklung und waren bei Spots Abschied in Tränen aufgelöst … Freudentränen … denn so ein Hund wie Spot hatte denkbar schlechte Chancen auf eine Adoption und nun hat er sogar zu seiner wirklichen Familie zurückgefunden. Das ist nichts anderes als ein Wunder, oder was denkt ihr?

Das Wiedersehen mit der Enkelin in Athen gestern Abend war ebenso emotional, beide strahlen um die Wette und Spot weicht seinem Frauchen keine Minute von der Seite. Die beiden haben auch viel nachzuholen.

Was für eine Geschichte! Als wir bei Frieden für Pfoten davon hörten, hatten wir auch alle Gänsehaut und Tränen in den Augen und wollten das unglaubliche und wundervolle Happy End auf jeden Fall mit Euch teilen. Im Video seht ihr die erste Begegnung mit dem Mann der Enkelin und wie aus „Jackpot“, einem Hund, der gekämpft hat, um die Hölle von Almyros und die Krankheiten zu überleben, „Spot“ wurde, dem nun im Kreise seiner Familie, die ihn heiß und innig liebt, eine glückliche Zukunft geschenkt wurde.

Es gibt Geschichten, die sind fast zu gut, um wahr zu sein … aber was lernen wir daraus?

Nichts ist zu gut, um wahr zu sein!

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Update Spot vom 27.07.2021 - Ein glücklicher Hund

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27.09.2022

Das Todesshelter von Almyros – eine Bilanz   27.09.2022

Februar 2021, ein Shelter mit ca. 300 Hunden in einer abgelegenen Gegend, dessen Betreiberin plötzlich verstarb, die Hunde blieben unversorgt zurück, durchweg alle krank, hungernd, ausgemergelt, schwach und dem Tode näher als dem Leben. Vermutlich fehlten schon länger die Mittel für Futter und medizinische Behandlung dieser riesigen Anzahl von Hunden, die in den Verschlägen mehr oder weniger nur verwahrt wurden. Nur ihr verzweifeltes lautes Gebell, dass von zufällig vorbeikommenden Passanten wahrgenommen wurde, sorgte dafür, dass private Tierschützer auf die dramatische Situation aufmerksam wurden. Vielleicht erinnert ihr Euch noch an das erste erschütternde Video, das Eri uns im März 2021 schickte, in dem sie mit tränenerstickter Stimme die furchtbaren Zustände dort schilderte. Die hartgesottene Eri, die sonst nichts so schnell umwirft, stand wie alle anderen Helferinnen und Helfer unter Schock und nahm einen der Hunde sofort mit nach Hause, der als mittelgroßer Hund nur noch 7 Kilo wog und die nächsten Tage nicht überlebt hätte.

Puh, das war groß, so groß, dass die Freiwilligen vor Ort keine Chance hatten, das alleine zu schaffen. Es war auch so groß, dass ein kleiner Verein wie Frieden für Pfoten e. V. es auch nicht hätte alleine schaffen können, aber aufgeben war keine Option. Es gelang über Kontakte und Vernetzungen und eine gut koordinierte Zusammenarbeit, eine Welle der Hilfsbereitschaft und Unterstützung loszutreten, die uns überwältigte und es möglich machte, sich den gigantischen Herausforderungen dieses Projektes zu stellen.

VETO – Tierschutz stellte aus seinen Beständen sofort 6 Paletten mit Futter zur Verfügung und viele Menschen spendeten über VETO zusätzlich Futter, so dass ein riesiger Truck mit 15 Paletten Futter auf den Weg gebracht wurde! Unsere Aufrufe erbrachten genug Spenden, um alle 300 Hunde mit Medikamenten für die verschiedenen Krankheiten wie Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose, Dirofilaria und Herzwürmer zu versorgen. Die Freiwilligen vor Ort leisteten zusammen mit den Tierärzten über Monate konstant großartige Arbeit und die Hunde erholten sich.

Die große Herausforderung war, für alle Hunde Adoptionen oder zwischenzeitliche Unterbringungen in anderen privaten Sheltern zu finden, da klar war, dass diese Tierhölle mittelfristig nur dem Erdboden gleich gemacht werden konnte. Außerdem beanspruchte der Erbe das Grundstück. Die ersten Hunde fanden Familien in Griechenland, weitere wurden von privaten Sheltern aufgenommen und später auch ins Ausland vermittelt. Jeder Hund, der diesen schrecklichen Ort verlassen konnte, machte das Herz der Freiwilligen vor Ort wieder etwas leichter. Im Sommer 2021 schien alles auf einem guten Weg. Es waren noch 110 Hunde in Almyros und es wurde weiter fleißig und erfolgreich an Adoptionen gearbeitet.

Von Anfang an war klar, dass unser kleiner Verein kein langfristiges Projekt zusätzlich zu den bestehenden Projektverpflichtungen übernehmen konnte, deshalb schauten die Freiwilligen selbst nach weiteren Unterstützern und Spendern. Der Kontakt wurde sporadisch, das letzte, was wir hörten war, dass das Shelter noch bis Juni 2022 genutzt werden dürfe, danach müssten alle nicht vermittelten Hunde zurück auf die Straße. Im Sommer 2021 schien das noch eine lange Zeit, in der viel passieren und erreicht werden könnte.

Bei einem kürzlichen Kontakt mit Akrivi, einem Mitglied aus dem Freiwilligen-Team, fragten wir nach, wie eigentlich der Stand der Dinge in Almyros ist. Waren alle Hunde vermittelt? Dieser furchtbare Ort inzwischen geschlossen? Sie gab uns einen Bericht über die Entwicklungen, die sich im letzten Jahr für uns eher hinter den Kulissen abgespielt haben. Im Oktober 2021 hatten sie durch eine Organisation die Möglichkeit, Hunde auch nach England zu vermitteln. Die Adoptionen in Griechenland waren eingebrochen, weil im Shelter zunehmend die größeren Hunde zurückblieben, über 20 Kilo, und die Menschen in Griechenland bevorzugten eher die kleineren Hunde. So war man froh, die größeren Hunde nach England vermitteln zu können. Adoptionen ins Ausland sind allerdings mit wesentlich mehr Aufwand und Kosten verbunden. Die Hunde mussten vollständige Blutuntersuchungen, Impfungen und Behandlungen, Röntgenbilder und Zahnsanierungen nachweisen, die Leinenführigkeit trainieren und lernen, mit Menschen in einem Haus zu leben, nachdem sie zum Teil jahrelang in dunklen Verschlägen und vergitterten Gehegen gehaust hatten. Die Freiwilligen nahmen diese Hunde zusätzlich zu ihren eigenen Tieren für einige Zeit bei sich zuhause auf oder bezahlten aus eigener Tasche Pflegeplätze für diesen Zweck. Dann mussten die Transportkosten nach Athen und ins Ausland gestemmt werden. Es hatte sich in diesem einen Jahr ein Schuldenberg allein für Tierarztkosten von über 1800 Euro angesammelt, der allen Beteiligten schlaflose Nächte bereitete. Und es fiel Akrivi und ihren Teamkolleginnen nicht nur ein Stein oder ein Felsen, sondern ein ganzes Gebirge vom Herzen, als Frieden für Pfoten ihr mitteilte, dass der Verein durch eine größere Spende in der Lage war, diese Kosten komplett zu begleichen.

Wie ist der Stand in Almyros heute? Im Juni sollten die noch verbleibenden Hunde, es waren noch 43, zurück auf die Straße. Akrivi traf sich mit dem Vize-Bürgermeister und dem Besitzer des Grundstücks. Diese waren sehr beeindruckt von der bisherigen Arbeit und den unermüdlichen Bemühungen der Freiwilligen und haben daraufhin die Zeit, die das Grundstück noch genutzt werden darf, um ein Jahr bis Juni 2023 verlängert. Die Gemeinde stellt inzwischen sogar Futter für das Projekt zur Verfügung und bezahlt die Mikrochips für die Hunde. Kürzlich wurden noch einmal 6 Hunde vermittelt, so dass zum jetzigen Zeitpunkt noch 37 Hunde in Almyros verbleiben. Das sind leider die schwierigen Fälle – groß, schon älter, Leishmaniose-krank, traumatisiert, phobisch oder auch aggressiv. Bei 20 Hunden besteht noch eine kleine Chance, dass sie mit viel Arbeit besser sozialisiert und an erfahrene Hundehalter vermittelt werden können. Eine Frau aus Österreich hat zwei Almyros-Hunde adoptiert, einer war extrem phobisch, aber sie ist eine gute Hundetrainerin und konnte mit ihm daran arbeiten. Sie hat vor, ab Ende Oktober bis Weihnachten noch einmal nach Almyros zu kommen und mit so vielen Hunden wie möglich zu trainieren, um deren Chancen auf eine Adoption zu verbessern. So gibt es in dem ganzen Elend doch immer wieder Lichtblicke und die Daumen sind gedrückt, dass für die Hunde, die jetzt noch in Almyros sind, auch noch eine Lösung gefunden wird.

Es ist unmöglich, sagte der Verstand, wegschauen geht nicht, sagte das Herz und alle krempelten sinnbildlich die Ärmel hoch und fingen einfach an. Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen! (Antonio Machado, spanischer Lyriker) Unsere Helden und Heldinnen sind all die Freiwilligen vor Ort, die Helferinnen und Helfer, die Tierärztinnen und Tierärzte, die 20 Monate lang im Dauereinsatz nicht aufgegeben haben und auch weiterhin nicht aufgeben, bis hoffentlich irgendwann der letzte Verschlag und das letzte Gehege leer ist. Wir sind dankbar für die unglaubliche Unterstützung der Community bei diesem Projekt und die schnelle Hilfe durch VETO-Tierschutz, als es galt, die Hunde vor dem Hungertod zu retten. Es ist unglaublich, was möglich ist und dass auch ein so großes Rad gedreht werden konnte, weil so viele auf so viele Arten und Weisen mitgeholfen haben.

Danke, dass wir diese scheinbare Mission Impossible und die Rettung der Hunde mit Euch zusammen angehen konnten, danke für jeden Euro, jeden Sack Futter, für jede helfende Hand, für jedes Liken, Teilen und Vernetzen für dieses einzigartige Tierschutzprojekt!

Diese Bilanz ist eine kurze Zusammenfassung, die ganze Dokumentation mit allen unglaublichen Geschichten und Aktivitäten, Bildern und Videos könnt ihr oberhalb dieses Artikels nachlesen.

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Almyros ist überall, die Not ist überall. Wir freuen uns, wenn Ihr uns auch weiterhin unterstützt, damit wir weiter helfen können

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