Wir halfen aus der Ferne, die Kosten dieses

Projekts zu unterstützen. Und Nafsika, Fay, Eri, Rena, Martha, Giorgos, Alexis und Dionisos kämpften vor Ort gegen Grausamkeit und Vernachlässigung, mit Bildern, die sie nie mehr vergessen werden. 
Ihr seid unsere Helden...wieder einmal.

Wir nannten es das Inferno Projekt 


... und jeder, der daran teilnahm wusste, es würde ihm

alles abverlangen. Körperlich - aber besonders auch

seelisch. Trotzdem machten sich die Freiwilligen von

SCARS eines frühen Morgens auf den langen Weg

in die Hölle.

Die Berichte über ihre Arbeit hielten wir erst unter

Verschluss, denn zu unfassbar war das, was sie uns mit Bildern und eindringlichen Videos dokumentierten. 

Inferno Island - eine Insel in Griechenland

Warum und wie diese Tiere auf die Insel kamen, ist unbekannt.

Irgendjemand machte mit ihnen an Bord einen Ausflug dorthin und ließ sie dort zurück. Dazu gezwungen, ohne Nahrung oder Wasser zu überleben, auf ihren leeren Metallschalen zu kauen und sich gegenseitig aufzuessen, mit den Hühnern und den Ziegen zu leben, die eine alte Dame aus irgendeinem Grund dort hält.Die Freiwilligen kamen dort mit Medikamenten, Futter, Fallen, mit Katzenkörben und Transportkisten für die Hunde an. Vor allem aber kamen sie mit einem kühlen Kopf bewaffnet an. Wenn du dich entscheidest, an solchen Orten eine Rettungsmission zu machen, dann bereite dich auf das Schlimmste vor,...du schließt deine Augen,

atmest tief durch und redest dir ein, dass, egal was passiert, du dich nicht davon überwältigen lassen wirst. Denn was du vor hast, ist wichtiger als dein persönliches Gefühl von Wut und Verzweiflung... pure Verzweiflung.

Die SCARS-Freiwilligen verbrachten drei Tage dort. Drei Tage trauern um die, die es nicht geschafft haben, drei Tage, um zu fangen und zurück zum Festland zu fahren. Um dann das kleine Boot zurück auf die Insel zu bringen und mit so vielen Tieren, wie in diesem kleinen Fischerboot Platz finden, voll zu machen. Und dann zurück kommen und wieder fangen, und tragen und weinen und schwitzen und arbeiten... nonstop unter der brutalen Sommersonne.

53 Katzen wurden gefangen und kastriert und an einem sicheren Ort auf dem Festland entlassen, wo sie von Freiwilligen versorgt werden und nicht mehr verhungern oder durstig sein müssen. Zicklein Hendrix lebt heute auf  einem Gnadenhof. Von den zwei Kätzchen, die zusammengerollt im Boden eines Eimers gefunden wurden, schaffte es nur eines: 
Pippa, mit den schönen blauen Augen. Für ihre kleine Schwester war es 
einfach zu spät, genau wie für Zeus, den sanften Hund, der ein paar Tage nach seiner Rettung aus der Hölle starb, in der er gefangen war, ...wer weiß wie lange."

Nachfolgend ist die deutsche Übersetzung von Valia Orfanidous Video-Dokumentation über dieses Projekt...sehenswert!

"...Irgendwie sind unsere Freiwilligen dann dort gelandet. Wo das ist, spielt keine Rolle. Es ist irgendwo in der Ägäis, eine kleine, vertrocknete, unbewohnte Insel, wie wir Tausende hier haben. Sie sehen diese Inseln nicht in den Broschüren der Reisebüros, denn sie sind nichts, womit man werben könnte, es sind kleine, trockene Landstücke, mitten im Meer.
Damals wurden dort die Aussätzigen ausgesetzt, um allein zu überleben. Oder die Dissidenten oder sogar die Geisteskranken, denke ich. Wir sind seitdem voran gekommen in Sachen Menschenrechte und so.... 
Was Tierrechte angeht? Wir haben noch einen langen Weg vor uns.