Von Waisenkindern und Waisentieren

 
 

Ein Kloster in Griechenland - Februar 2019

Die Brände in Athen, die im Sommer 2018 so viel Zerstörung und Leid brachten, haben auch ein Waisenhaus zerstört.
Vor kurzem erreichte uns die Bitte der Nonnen um Futter für ihre Tiere, denn sie versorgen aus ihren spärlichen Mitteln auch die Streuner vor Ort. Ein Kloster, in dem die Mutter Oberin ein großes Herz für Tiere hat. Es gibt aufgestellte Futterspender für die Tiere und überall in den verbliebenen Ruinen des Gebäudekomplexes, wo man
sich wieder provisorisch eingerichtet hatte, sind Körbchen und Liegeplätze für die Tiere.

Die Waisenkinder versorgen die Waisentiere und werden dabei liebevoll von den Schwestern begleitet. Ein Fünkchen Hoffnung, das ganz im Verborgenen leuchtet, in einer Welt, die jeden Tag ein wenig kälter wird.
Wir werden weiter berichten, sobald uns mehr Informationen und Bilder vorliegen.

Ein Kloster in Griechenland - März 2019

Während sich die schlimmen Nachrichten über Hass und Grausamkeit gegenseitig überbieten und die Welt zwischen unvereinbaren Fronten in den Angeln knirscht....
beginnt gerade eine berührende Geschichte, in der überzeugte Atheisten und strenggläubige, orthodoxe Nonnen ein wunderschönes Projekt zusammen stemmen, um Streunern zu helfen. 
Liebe kennt keine Religion, keine Landesgrenzen und keine Vorurteile.
Tiere wissen das schon längst 🐈🐕🐾

Vassia von SCARS hält den Kontakt:

"That was a second delivery of food. We are always very happy to help people who love animals, especially when these people are themselves the personification of dedication and love. A great "thank you" to all of you who made another delivery possible!"

Wintervorrat für die Streuner - Klamotten für die Kids 09. Oktober 2019

Wir verfolgen aktuell die Idee, über unseren Verein den Streunern einen Wintervorrat zu sichern. Weiterhin überlegen wir, wie wir auf privatem Wege eine Weihnachtsüberraschung für die Kinder und Jugendlichen des Waisenhauses hinbekommen. Es fehlt an allem ...

Vassia hatte die Schwestern gebeten, eine Liste zu erstellen, was dringend gewünscht wäre und große Freude macht... Outdoor-Klamotten und sportliche Bekleidung zum Beispiel ... damit die Kinder zum Spielen auch nach draußen können.

Wir freue uns jetzt schon auf leuchtende Kinder - und Teenager Augen, auf satte Tiere und zufriedene Schwestern.

"..und bitte behaltet im Auge, dass viele der Kinder im Waisenhaus bereits junge Erwachsene sind. Sie blieben trotzdem dort, wenn es keinen Ort für sie gab, an den sie gehen könnten.
Die Schwestern schenken ihnen so lange ein Zuhause, bis sie eine Arbeit gefunden, die Ausbildung beendet haben oder heiraten. Niemand wird in eine ungewissen Zukunft geschickt. Auch die Kinder mit Einschränkungen verbleiben dort, selbst wenn sie dann irgendwann junge Erwachsene sind. Bei meinem letzten Besuch habe ich einige getroffen, für die im Waisenhaus weiterhin liebevoll gesorgt wird. Einer hilft dem anderen.
Du kannst dir vorstellen, dass es an vielem mangelt, vielleicht auch nicht. Wir kennen das gar nicht.

Am allermeisten wünschen sich diese jungen Leute lässige, bequeme Sportkleidung, wenn es jetzt kalt wird, um nach draußen gehen zu können. Du kannst dir vorstellen, dass solche Dinge Luxus sind, wenn es an allem anderen sowieso fehlt.
Die Bekleidung muss nicht teuer sein, man ist so bescheiden dort...

Alle Kinder, ob groß oder Klein würden sich unglaublich über warme, praktische und vielleicht etwas modernere Sportbekleidung, Anziehsachen zum Spielen, auch für Draußen freuen."

Das war die Antwort von Vassia auf die Frage, womit man den Kindern im Waisenhaus in den Bergen bei Athen zu Weihnachten eine Freude machen könnte. Wir als Verein dürfen laut Satzung nur im Tierschutz aktiv werden, deswegen versuchen wir gerade etwas auf privatem Wege auf die Beine zustellen. Für jedes Kind im Waisenhaus soll Weihnachten ein besonderes Päckchen unter dem Baum liegen. In das Päckchen kann ja auch nicht nur Kleidung sondern vielleicht doch ein (kleines!) Plüschtier, Süssigkeiten, ein schöner Stift, ein Tagebuch, oder Malzeug.

Wir berichten weiter, sobald die private Gruppe steht.
 

Die Straße der Hoffnung… eine wahre Geschichte, die Mut macht

15. November 2019 von Bettina Marie Schneider/ erschienen auf Gutes Karma to Go

"Es war im Sommer 2018.  Unser Hochzeitstag. Aber was als heiterer, heißer Sommertag begann, entwickelte sich schnell zu einem der tragischsten Tage, an den ich mich erinnern kann.
Nachmittags kam die Nachricht von einem Brand, der in einem Waldgebiet am Meer, etwa 40 km von Athen entfernt, ausgebrochen war. Dutzende Menschen waren am Strand gefangen, als sie einen Weg suchten, der Katastrophe zu entkommen.
Das Feuer war rasend schnell den Berg herunter gelodert und trieb die Menschen buchstäblich den Hang hinunter, zum Ufer und schließlich ins Meer. Es tobte den ganzen Nachmittag und die ganze Nacht. Sein heißer Atem, der vom Wind angeheizt wurde, 
reichte bis aufs Wasser und machte die Rettung aus dem Meer unmöglich.

Ein schwarzer Tag für die Menschen in und um Athen"

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Da war doch noch was? - 26.02.2020 🎄🎀🎁
Jaaa!!! Die wunderschöne Aktion mit Weihnachtsgeschenken für das Waisenhaus bei Athen!
Liebevoll gepackte Päckchen für jedes Kind, jeden Teenager, für die Jungen Erwachsenen dort, für die Schwestern und natürlich auch etwas für die Streuner, die dort Zuflucht finden.

Aus der Idee, allen Schützlingen in der Obhut der Ordensschwestern, eine ganz besondere Weihnachtsüberraschung zu bereiten, wurde ein riesen Projekt.
Unsere befreundete Orga, People4Strays, beteiligte sich, unser Transport- und Sachspenden-Team, allen voran Sonja und Daniela fuhren Sonderschichten und wir erhielten von euch zauberhafte Geschenke und Beiträge.
Dann ging eine ganze Palette mit liebevoll gepackten Päckchen auf die Reise...es kam Weihnachten...und ich hörte erst einmal ...NICHTS...

Unsere Kontaktperson im Kloster, die Bilder und einen kleinen Bericht erstellen wollte, hatte einen Notfall in der Familie und musste das Kloster über die Feiertage verlassen.
Die Berichterstattung lag jetzt also in den Händen der betagten orthodoxen Nonnen, deren Handys aus der Steinzeit und deren Internetfähigkeiten ungefähr auch auf diesem Niveau sind ;-)
Sollten sie es tatsächlich schaffen, damit ein paar Bilder zu knipsen, wüssten sie gar nicht, wie man sie weiterleitet.

Das ist etwas ungut, wenn man wie ich, darauf brennt, allen zu berichten, wie groß die Freude war, allen, die ebenfalls gespannt auf Nachricht warteten und ich konnte mir ungefähr vorstellen, wie das Bildmaterial ausfallen würde..mager...

So war es dann auch.

Eure Geschenke waren die ersten Geschenke, die die Kinder und Jugendlichen jemals zum Weihnachtsfest erhalten haben. Wie groß daher die Freude und die Überraschung über die modische Bekleidung, die Süssigkeiten, die Spielsachen und Schreibwaren war, kann sich jeder ausmalen. Niemand wusste vorher, was in den Paketen versteckt war. Auch die Schwestern waren gerührt, weil sie bedacht worden waren.
So viel hatte ich mittlerweile erfahren, hoffte aber immer noch auf Bildmaterial...

Ich stelle euch hier eines der drei Bilder ein, die dann Ende Januar nachgereicht wurden als unsere Kontaktperson wieder zurück war. Mutter Oberin hatte sie persönlich mit ihrem Handy geknipst, zum ersten Mal, ihre ersten Bilder!

Weihnachten im Waisenhaus war eine so wunderschöne Sache...ich denke, man benötigt gar nicht zahlreiche Fotos, um zu wissen, dass die von euch (und Sonya) in Geschenkpapier gepackte Liebe, ihre Empfänger erreichte und sehr glücklich machte.

Weihnachten ist längst vorbei aber die Erinnerung an diesen besonderen Tag, wird die Kinder ein Leben lang begleiten .
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