ABIGAIL…die spannenden Abenteuer einer dreibeinigen Magierin

Abigail und Caramel...

waren das, was wir liebevoll als Ladenhüter oder Schattenkatzen bezeichnen.

Caramel war mit ihrem verkrüppelten Beinchen ein Ladenhüter und Abigail war mit ihrem amputierten Bein nicht nur ein Ladenhüter sondern auch eine Schattenkatze, die Menschen lieber aus dem Weg geht, weil Menschen ihr Angst machen.

Die beiden lernten sich auf Despinas Pflegestelle in Athen kennen und lieben und damit wurden ihre Chancen auf ein Zuhause noch einmal geringer.

Wer möchte zwei erwachsene, behinderte und teilweise auch noch scheue Katze einfliegen lassen und adoptieren, die er nie vorher gesehen hatte?

Richtig! Niemand! Und das über einen sehr langen Zeitraum.

"Was hältst du davon, wenn wir den beiden zusammen ein Märchen widmen. Irgendetwas mit Magie...hast du Lust, eine Vorlage zu schreiben und ich bearbeite sie dann?..."

Schrieb ich an Despina und diese Idee gefiel ihr.

Zusammen strickten wir an einer Story, die dann eine wunderbare Wendung nahm.

Marina kam ins Spiel.

Sie hatte die Geschichten gelesen und wollte die Zauberinnen gerne adoptieren.

Heute weicht Abigail nicht mehr von ihrer Seite. Längst ist sie keine Schattenkatze mehr sondern eher Marinas Schatten und Caramel war sowieso bereits vom ersten Tag an glücklich in ihrem neuen Zuhause.

Das ist bereits einige Zeit her.

Ab und an schickt uns Marina ein Update.

Die Bilder von zwei glücklichen Magierinnen, die mit ihren Katzenfreunden kuscheln oder mit ihrem Lieblingsmenschen, sind jedesmal ein Highlight für mich.

Manchmal werden Märchen wahr. Man muss nur fest daran glauben.

Dankeschön liebe Despina und 1000 Dank für dein großes Herz, liebe Marina.

Bettina

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Hier finden Sie das erste Kapitel der spannenden Abenteuer. Wenn Sie weiterlesen möchten, bitte unten auf den blauen Button klicken.

 

Kapitel 1

Obwohl ich in der magischen Welt bereits ein bisschen berühmt bin, möchte ich mich zuerst vorstellen, falls ihr doch noch nicht von mir gehört haben solltet. Mein Name ist Abigail und einst war ich eine Streunerkatze in den Straßen von Athen, genau wie meine Mutter, die dort als Magierin für alle Fälle zauberte. Sie gab alle Tricks und Zaubersprüche an mich weiter, die sie kannte. Die waren sehr wertvoll um gutes Futter aus dem Abfall zu fischen und um uns vor allen Feinden, den großen Hunden und bösen Menschen zu schützen!


Der letzte Winter in Athen war einfach nur grauenhaft. Es war eisig kalt, es schneite und regnete die ganze Zeit und meine Mutter wurde sehr krank. Ich habe versucht, immer in ihrer Nähe zu bleiben, ihr Sicherheit und Wärme zu schenken aber es gelang mir nicht, ihren Verfall aufzuhalten, ihr ging es mit jedem Tag schlechter. In der Zeit, die ihr noch blieb, erzählte sie mir noch etwas mehr über die Kunst der Magie und ihre letzten Worte an mich waren: „Abigail, Liebes, ich möchte, dass du mir versprichst, deine Magie nur für das Gute einzusetzen und niemals jemanden mit deinem Zauber zu verletzen. Tu es für mich!“
Ich versprach es ihr unter Tränen und habe ihre letzten Worte nie vergessen.


Jetzt war ich also auf mich allein gestellt. Ich war schrecklich einsam und streifte klagend durch die Straßen. Plötzlich näherte sich ein Auto. Ich habe noch versucht, seine Richtung mit einem Bannspruch zu ändern aber es war bereits zu spät. Seine Reifen zermalmten mein rechtes Hinterbein…und ich war unfähig vor Schmerzen und Schock, mich zu bewegen. Ich rollte mich am Straßenrand zusammen und bald war mein schwarzes Fell mit einer Decke aus weißen Schneeflocken umhüllt, es hatte wieder begonnen zu schneien. Ich fühlte, wie sich die Kälte in meine Knochen schlich und alles Leben aus mir heraus wich und dachte an meine Mutter, der einzig tröstliche Gedanke, der mir einfiel…bald würde ich meine süße Mama wieder treffen, ich konnte bereits ihre sanfte Pfote spüren.


Aber es war nicht ihre Pfote, die mich berührt hatte, es war eine junge Frau, die vorsichtig nachsah, ob ich noch am Leben bin. Ich kannte sie nicht aber eine innere Stimme flüsterte mir zu, dass ich ihr vertrauen kann. Ich leistete also keinen Widerstand als sie mich vorsichtig auf den Arm nahm und zu einem Tierarzt brachte. Von den Erzählungen meiner Mutter wusste ich, dass auch Tierärzte über einen mächtigen Heilzauber verfügen und dass meist eine neue Ära anbricht, wenn man das Glück hat, einen besuchen zu dürfen. Wenn man ganz großes Glück hat, erhält man dort heilende Medizin, einen Pflegeplatz oder sogar eine eigene Familie. Und all das würde ich vielleicht jetzt auch erhalten? Für einen Moment vergaß ich alle Schmerzen und mein Herz klopfte wie wild vor Freude.


„Langsam, Abigail, Kleines! Du hast noch einen langen Weg vor dir“. Es war die Stimme meiner Mutter, die mich wieder zurück in die Realität brachte. Sie ist nämlich immer bei mir und wacht über mich und auch darüber, dass ich mein Versprechen halte. Und das werde ich. Ich werde nur Gutes zaubern, niemals jemanden verletzen und sie wird stolz auf mich sein. Aber ehe ich ihr antworten konnte, wurde ich ohnmächtig…

Die weiteren Kapitel von ´ABIGAIL…die spannenden Abenteuer einer dreibeinigen Magierin´ finden Sie im Blog ´Gutes Karma to Go´ von Bettina Marie Schneider. Einfach auf den blauen Button klicken und weiterlesen:

Abigail und Caramel im August 2020