Brandkatastrophe Griechenland, August 2021

Bitte helfen Sie uns, zu helfen!

Jeder Euro hilft!

 

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Zu den Bränden in Athen und Umland - 05.08.2021

Viele von euch haben besorgt bei uns angefragt, ob von den schrecklichen Bränden auch Tiere oder Menschen unserer Partnerorganisation betroffen sind.

Zum Glück ist das nicht der Fall aber viele andere hatten leider große Verluste, die Tierschützer helfen sich nach Kräften untereinander.

Die Helfer von SCARS teilen aus dem Zentrallager in Athen eure Futterspenden mit Freiwilligen, die gerade Tiere aus den Brandgebieten versorgen.

Frieden für Pfoten e.V. hat heute zusätzlich 2000 Euro von euren Spenden als Soforthilfe an SCARS Athen gesendet. Von diesem Geld kann unbürokratisch und schnell unterstützt werden, wo immer Hilfe vor Ort benötigt wird.

Viele Tierärzte behandeln die Brandopfer gratis, trotzdem müssen neben Futter auch Medikamente, Sprit, Unterbringung, Leinen, Pferdegeschirr, Käfige, etc. für die Rettung und für gerettete Tiere bereit gestellt werden. Dabei werden wir via SCARS unterstützen.

Vermutlich wird es leider auch wieder unzählige Opfer geben, die noch lange nach dem Verlöschen der Brände Hilfe benötigen.

So wie Jem, die Katze auf dem Bild. Er wurde vor einigen Jahren mit schweren Verbrennungen von SCARS aufgenommen und lebt heute glücklich und geliebt in Deutschland.

Oder wie Hendrix, der Ziegenbock.

Er wurde von SCARS aus schrecklicher Haltung befreit und fand Zuflucht auf einem kleinen Lebenshof. Auch sein Stall wurde jetzt Opfer der Flammen. Hendrix geht es zum Glück gut, er wurde nicht verletzt aber sein Zuhause ist zerstört.

Sobald wir mehr wissen, werden wir euch weiter informieren. Noch ist das betroffene Gebiet abgesperrt und nur offizielle Hilfskräfte haben Zutritt.

Danke an all die tapferen Helfer in Athen ... Danke für eure Spenden.

Herzlichst

Bettina Marie Schneider

stellvertretend für das gesamte Team Frieden für Pfoten e.V.

Feuerinferno in Griechenland - 06.08.2021

Liebe Freundinnen und Freunde von Frieden für Pfoten,

die Brände in Griechenland und nahe Athen sind weiter außer Kontrolle. Unsere Projektpartner bei SCARS sind alle noch in Sicherheit, aber sie fahren jetzt in die Gebiete, um zu helfen, wo sie helfen können.

Das Grauen ist unbeschreiblich.

Gerade haben wir aktuelle Bilder und ein Video bekommen und einen Lagebericht von Evropi und Martha.

Evropi schreibt:

„Überall in Griechenland sind Feuer … es ist, als wenn wir angegriffen werden, als wenn uns jemand unsere Wälder wegnehmen will, unsere Wildtiere, unsere Haustiere, unsere 'Nutztiere', unsere Shelter, unser Land, unsere Häuser, unsere Seele.

Der Schmerz ist so groß, die Verzweiflung ungeheuer, es gibt tausende Tiere in den Sheltern und ihre Pflegerinnen und Pfleger rufen nach Hilfe bei den Transporten … die einzige Hilfe kommt von Bürgerinnen und Bürgern, von Freiwilligen, viele bieten ihre PKW, LKW, Vans für den Transport an, aber es ist nicht genug, es können nicht alle Anrufe beantwortet werden … es ist die Wirklichkeit gewordene Hölle.

Viele verantwortungslose Tierhalter verlassen ihre Häuser und nehmen ihre Haustiere nicht mit, andere sind angebunden und verbrennen bei lebendigem Leib, wieder andere werden von den Feuerwehrleuten losgebunden und rennen um ihr Leben ins Ungewisse. Überall entlang der Autobahn laufen verirrte Hunde panisch durch die Straßen.

Feuerwehrleute schlafen auf der Straße, um wieder Kräfte zu sammeln und mit ihrer Mission weitermachen zu können, Freiwillige versorgen sie mit Essen und Trinken. Das ist ein Video, das Martha auf dem Weg nach Variobi gemacht hat, wo wir versuchen den Opfern des Feuers zu helfen. Wir konnten nicht aufhören zu weinen und zu schluchzen … wir konnten nicht sprechen … wir sind so tot wie sie es sind …“

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Martha schreibt:

„Die Sonne selbst schämt sich, herauszukommen. Sie hat dieselbe Farbe wie das Feuer. Und die, die schuldig sind, kommen auch nicht heraus. Selbst die graue Traurigkeit der verbrannten Bäume ist wütend …

Der Teddybär, der am Laternenpfahl immer noch sitzt und darauf wartet, abgeholt zu werden, tat dem Feuer leid und konnte sich wegducken, als es einen anderen Weg suchte…

Weggeduckt haben sich auch viele Menschen, die ihre Tiere zurückgelassen haben. Sie überlassen es anderen, sich um diese Opfer zu kümmern, zusammen mit ihrem Kampf um die eigenen Tiere auch noch diese Verlassenen zu retten … Denn jedes Tier ist jedermanns Verantwortung, es ist nicht meins oder deins.

Das Feuer hat keine Nationalität und ist kein Gebiet, es ist nicht meins oder deins, es betrifft jeden … Es gibt Zeiten, in denen ist der Schmerz so intensiv, dass Du ihn gar nicht mehr fühlen kannst. Zeiten, in denen die Hölle hier ist …"

 

Wir hatten vor drei Jahren schon einmal eine schreckliche Brandkastatrophe bei Athen, diesmal ist es noch sehr viel schlimmer. Wir können uns hier nicht vorstellen, womit die Freiwilligen vor Ort konfrontiert sind, Tod, Verzweiflung und Not. Aber wir können helfen, die anstehenden Aufgaben wie Evakuierung von Sheltern und Tieren, die ärztliche Versorgung von Brandopfern und den Hunger der verirrten oder geretteten Tiere zu stillen.

Die ersten Gelder sind als Soforthilfe bereits geflossen, aber es wird noch mehr von Nöten sein. Bitte helft uns, unseren Freundinnen und Freunden in Griechenland zu helfen.

Neben allen materiellen Dingen, die zur Unterstützung gebraucht werden, ist es genauso wichtig, dass sie jetzt den Rückhalt unserer Gemeinschaft spüren und darauf bauen können. Wer helfen möchte, hier sammeln wir Spenden, die dann von SCARS für die Hilfe bei der Brandkatastrophe eingesetzt werden.

Jedes Leben zählt, jeder Euro zählt.

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Von Herzen Danke für Eure Unterstützung!

​Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden.

Herkunftsnachweis: Video von Martha/SCARS, Musik im Video von jorikbasov auf Pixabay

Griechenland in Flammen –

eine Tragödie nie dagewesenen Ausmaßes … 08.08.2021

Wir haben versprochen, Euch auf dem Laufenden zu halten. Aber wie beschreibt man das Unbeschreibliche, wie fasst man das Unfassbare in Worte, am Ende eines Tages, der das Herz nur noch zerrissen, zerbrochen und kaputt zurücklässt und an dem man keine Tränen mehr hat.

Martha von SCARS hat es trotzdem versucht, denn es hilft, mit dem Schmerz umzugehen und Euch zu vermitteln, warum unsere Hilfe so dringend gebraucht wird und so ungeheuer wichtig ist. Sie schreibt:

Fuchs.jpg

​„Feuer, Tiere, Haustiere, heimatlose Straßentiere.

Einige waren verloren gegangen und wurden wenig später gefunden, einige waren verloren für immer, zusammen mit unserer Hoffnung.

Anderswo, ein bisschen tiefer in den Wäldern und vielleicht ein bisschen unsichtbarer, leben die Tiere des Waldes. Sie hatten niemals eine Hoffnung, die sie hätten verlieren können. Niemand sucht nach ihnen, außer sie laufen einem zufällig über den Weg.

Alles, was diese Tiere haben, ist der Wald. Der Wald ist einfach alles für sie.

Der Wald ist was sie haben?

Was sie gehabt haben …

Was sie nicht mehr haben …

In dem Moment, als die Menschen ihre Häuser verließen, um ihr Leben zu retten, gaben diese Tiere ihr Leben, um ihre Heimat zu retten, die zugrunde geht.

Dieser kleine Fuchs rannte nicht um sein Leben. Er konnte nur niederknien und seine Heimat umarmen. Und sobald er erkannte, dass er sie nicht am Leben erhalten konnte, so sehr er sich auch anstrengte, entschied er sich, auch zu gehen. Vielleicht schaffte er es, noch ein wenig zu beten für all seine Geschwister, die Vögel, die Insekten, die anderen Tiere des Waldes … Und vielleicht teilten sie dann zusammen ihren letzten Atemzug …

Dank der Unterstützung durch Frieden für Pfoten – Peace 4 Paws, die immer wieder und immer weiter an unserer Seite sind, kann SCARS eine größere Summe an ANIMA weitergeben, die Organisation die schon seit Jahren die Gebete der Tiere des Waldes hört, auch jetzt, wenn sie aus den Flammen geflüstert werden.“

Die Bilder und Nachrichten, die uns erreichen, rauben uns hier schon den Atem und lassen Tränen fließen. Wie muss es den Freiwilligen gehen, die vor Ort durch die verbrannten Wälder gehen, die in der Hitze und im Ascheregen kaum noch Luft bekommen und all diese verlorenen Leben in den Todeszonen direkt erleben müssen.

Wir sammeln weiter Spenden, um die übermenschlichen Anstrengungen unserer Partnerorganisation SCARS vor Ort so gut wie möglich zu unterstützen und hoffen sehr, dass auch ihr in unserer Community weiter an unserer Seite steht, damit wir den Helfern helfen können. Wir sind unendlich dankbar für jeden Euro und jeden Cent, der Leben retten hilft.

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Kennwort: Feuer

(Bildnachweis: SCARS)

09.08.2021

"Es war Sonnenaufgang!

Ich wachte auf und begrüßte energiegeladen den neuen Tag, um Essen zu finden und zu spielen ...

Aber das Sonnnlicht war anders, heller, heißer, viel heißer...

Ich dachte, es wäre nur ein heißer Tag, wie die letzten Tage.

Ich krabbelte aus meinem Nest aus Zweigen und Blätter und sah einen roten Riesen, der alles in seinem großen Maul verschluckte, die Bäume, die Vögel, die Schmetterlinge..

Ich bekam Angst, große Angst.

Ich versuchte mich so tief wie möglich in meinem Nest zu verstecken.

Das Licht wurde dunkler, die Luft schwerer, die Temperatur noch höher.

Ich fing an zu weinen, aber die Geräusche des roten Riesen waren lauter als mein Weinen.

So laut, dass ich meine eigene Stimme selbst nicht hören konnte.

Dann bekam ich nichts mehr mit.

Ich erinnere mich nicht an viel, nur dass ich plötzlich Stimmen hörte und wieder anfing zu weinen...Ich bekam keinen Ton mehr heraus. Hilfe...ich brauche Hilfe, meine Augen tun schrecklich weh..."

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Evropi von SCARS war gestern wieder vor Ort, dort wo der Brand bereits gelöscht wurde und es erlaubt ist.

Sie suchte die Brandorte ab und hörte eine schwache Stimme. Sie suchte weiter, bis zwei Augen sie angsterfüllt und schmerzvoll anschauten.

Gestern am internationalen Weltkatzentag wurde diese Brandopferkatze aus einem komplett zerstörten niedergebrannten Gebiet am Rande von Athen gerettet.

Der Kater ist dehydriert und seine Augen schmerzen...

Willkommen in der Scars Familie, kleiner Schatz, ab jetzt wird dir nur noch warm ums Herz

Das Katerchen hat eine Patin gefunden und heißt jetzt Milo. Danke liebe Ellen.

Über Spenden, um die Brandopfer zu versorgen und um unsere Tierschutz-Kollegen vor Ort so gut wie möglich zu unterstützen, sind wir unendlich dankbar.

Jeder Euro, jeder Cent, der Leben retten hilft.

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Kennwort: Feuer

(Bild: Evropi/Scars)

(Text: Evropi /frei übersetzt Nedde)

Die Feuerkatastrophe auf Euböa (griechisch Evia)

13.08.2021

Euböa, eigentlich ein Urlaubsparadies - hier haben 3 Brände ganz fürchterlich gewütet, Menschen konnten nur noch mit Fähren auf dem Seeweg evakuiert werden. Viele Bereiche sind noch immer nicht zugänglich, weil die Feuer noch nicht endgültig gelöscht sind.

Am Montag haben Eri und Akrivi und einige freiwillige Helfer ihre Autos bis unters Dach vollgepackt und sich auf den Weg nach Euböa gemacht. Im Gepäck 350 Kilo Pferdefutter, 400 Kilo Hundefutter, 100 Kilo Katzenfutter und Verbandsmaterial. Eri hatte über einen Facebook Post Kontakt zu einer Organisation gefunden und sich mit den Freiwilligen verabredet, um ihnen diese Spenden zu bringen.

Es war ausgesprochen schwierig, überhaupt ins Katastrophengebiet zu kommen und sich dort zurecht zu finden. Wir machen uns keine Vorstellung davon, wie es ist, wenn die komplette Infrastruktur zusammengebrochen ist. Es gibt nur noch wenige Häuser, viele Menschen sind geflüchtet und in der verbrannten Einöde gibt es kaum Orientierungspunkte. Die Organisation, die sie eigentlich aufsuchen wollten, war nicht auffindbar und sie fürchteten schon, unverrichteter Dinge wieder wegfahren zu müssen. Schließlich gingen sie dann von Tür zu Tür und fragten die Menschen, die sie antrafen, ob sie etwas wüssten. Daraufhin bekamen sie Kontakt zu einer anderen Tierschutzorganisation namens Artemis.

Die Freiwilligen von Artemis konnten ihre Tiere evakuieren, als das Feuer anfing. Alle Katzen und Hunde wurden zum Strand gebracht, die Pferde wurden auf Felder geleitet, die weit entfernt vom Feuer und sicher waren. Sie haben Glück gehabt und ihnen geht es gut. Tiere, die medizinische Hilfe brauchten, wurden nach Chalkida zur Behandlung gebracht. Bisher ging es bei den überlebenden Tieren nur um kleinere Verwundungen wie verbrannte Pfoten und der Tierarzt behandelt kostenlos. Chalkida liegt ca. 60 km von Mantoudi und 100 km von Pefki entfernt, den beiden großen Feuer-Hotspots. Unglücklicherweise gibt es noch ein Feuer in den Bergen und man muss davon ausgehen, dass dort alle Wildtiere den Flammen zum Opfer gefallen sind. Tragisch auch, dass Hunderte Bienenstöcke verbrannten.

Eri und ihre Leute übergaben die Spenden an Artemis und vereinbarten, in Kontakt zu bleiben, wenn etwas benötigt würde. Einen Tag später kam die erste Anfrage, dass dringend Futter für die verwaisten Bauernhof-Tiere gebraucht wird, Pferde, Ziegen, Schafe, Esel, Hühner. Denn in der verbrannten Zone gibt es nichts mehr, keinen Grashalm, gar nichts. Frieden für Pfoten konnte Dank Eurer Spenden Eri mit einer größeren Summe Geld ausstatten, so dass sie sofort eine Bestellung beim örtlichen Futterhändler auf Euböa auslösen und den Transport zu den Tieren organisieren konnte.

Zur Zeit wird der Aufbau einer kleinen Tierklinik vorbereitet, in der Tierärzte dann die verletzten Tiere behandeln können, so dass nicht jedes Mal der weite Weg aus den Brandgebieten nach Chalkida angetreten werden muss und auch die Bauerhoftiere vor Ort behandelt werden können. Wenn es so weit ist, wird Eri mit Euren Spenden auch dort unterstützen, damit medizinisches Material und Medikamente beschafft werden können.

Erste Schritte, denen noch weitere folgen werden, wenn sich die Lage auf Euböa geklärt hat. Sobald die Feuer gelöscht sind, wird sich Eri wieder auf den Weg machen und helfen, wo sie kann. Und sie kann es nur, weil wir auf Eure Unterstützung und Spenden bauen dürfen. Dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön an Euch alle!

Bitte bleibt auch weiterhin an unserer Seite. Die Zerstörung und die asche-graue Wirklichkeit ist schon schlimm genug, aber schlimmer noch ist die Not der überlebenden und verletzten Tiere. Auch wenn diese Katastrophe, die längst noch nicht vorbei ist, bereits von anderen Nachrichten aus dem Bewusstsein verdrängt wird, möchten mit Eurer Hilfe unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort wissen lassen, dass wir sie nicht im Stich lassen und weiter unterstützen.

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Kennwort: Feuer

DANKE

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Evia – wenn man keine Worte und keine Tränen mehr hat

14.08.2021

Und wenn das Herz unglaublich schwer ist und die Trauer einen überwältigt. Diese Bilder sind schon schwer zu ertragen, wie müssen sich die Menschen fühlen, die vor Ort das Grauen real vor Augen haben. Diese armen Seelen hatten keine Chance!

Die Menschen trauern, sind aber auch wütend, wenn von öffentlichen Stellen immer wieder betont wird, dass man glücklicherweise keine Opfer zu beklagen hat. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Zum Glück gab es keine menschlichen Opfer, aber Opfer wie hier zu sehen gab es zu Tausenden! Sie sind die unschuldigen und die vergessenen Opfer des Feuers!

Eri und einige Helfer waren heute wieder auf der Insel Euböa/ Evia. Den Wildtieren, die im Feuer umgekommen sind, können sie nicht mehr helfen. Aber den Bauernhoftieren, die verzweifelt nach Futter rufen. Autos vollgepackt mit Futter und mit einem ganzen LKW voll Heu trafen sie vor Ort ein und konnten wenigstens den Hunger stillen.

Das alles ist nur möglich, weil Ihr uns so toll unterstützt! Wir sind Euch so dankbar dafür. Und wir werden auch noch eine ganze Weile auf Eure Untertstützung angewiesen sein, denn das Ausmaß der Katastrophe ist im wahrsten Sinne episch.

Wer für Eri und die vielen anderen tapferen Helfer etwas spenden möchte … wir freuen uns über jeden Euro und jeden Cent und sagen von Herzen danke dafür.

Bitte helfen Sie uns, zu helfen!

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Update Milo 15.08.2021

Vor einigen Tagen haben wir berichtet, wie Milo aus einem komplett zerstörten niedergebrannten Gebiet am Rande von Athen gerettet wurde.

Der Kater war dehydriert und seine Augen schmerzten stark.

Jeden Tag wurden seine Augen gereinigt und er bekam Augentropfen.

Der Schmerz ist dem armen Kerlchen ins Gesicht geschrieben .

Milo sieht aus, als hätte er die Hölle gesehen, seine Augen bluten.

Bis zu seiner Genesung wird er in der Tierklinik bleiben. Er wurde bereits kastriert, es werden Bluttests gemacht und ihm mussten viele Zähne gezogen werden.

Bitte drückt ganz feste die Dauemen, damit er es schafft.

(Text Evropi / frei übersetzt Nedde)

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Die Hilfe nach der Feuerkatastrophe - 20.08.2021

Noch sind nicht alle Brände gelöscht und es besteht die Gefahr weiterer Feuer. Nach dem Feuer beginnt die zweite Katastrophe, das Drama der Überlebenden. Unzählige Tiere hatten keine Chance, hier brennen sich den Helferinnen und Helfern die Bilder der toten Ziegen, Schafe, Kaninchen, Hühner, Hunde und Katzen in den Kopf und die Seele. Und dennoch gilt es, weiterzumachen und sich um die überlebenden und oft schwer verletzten Tiere zu kümmern, die in den verbrannten Gebieten herumirren oder sich traumatisiert verstecken. Die medizinische Hilfe benötigen und nichts mehr zu fressen finden.

Die Berufstierrettung Rhein-Neckar und die Tierrettung LV Südbaden e.V., die gerade mehrere Wochen den Flutopfern im Ahrtal geholfen hatten, kontaktierten Frieden für Pfoten und boten Hilfe an. Bettina vernetzte sie mit der Organisation Alma Libre – Hellenic Animal Rescue, wo auch Alexis aktiv ist und nun sind die Teams seit Ende letzter Woche im Einsatz. Gestern kam auch noch ein Team der Tier-AMBULANZ/Notfallrettung Niederbayern dazu. Es wird sehr viel Hilfe gebraucht, vom Auffinden und Sichern verletzter Tiere, die zum Teil unter Schock stehen und grausame Schmerzen haben, über Hilfe für die vergessenen Bauern auf ihren kleinen Höfen, die bisher noch keine ärztliche Hilfe und Futter bekommen haben.

Von unseren Freiwilligen bei SCARS sind ein paar gerade krank oder müssen arbeiten und können nicht in die 3 Stunden entfernten Brandgebiete fahren. Sie unterstützen auf andere Art und Weise, indem sie zum Beispiel Futter und Medikamente bestellen, die über einen vertrauenswürdigen Kontakt und die Tierrettung an die Höfe verteilt werden. Oder sie geben aus ihren eigenen Vorräten von der VETO-Spendenaktion und der Tierhilfe Niederrhein weiter, was gebraucht wird. Und jetzt kümmern sie sich um die ersten Brandopfer, die Alexis aus dem Katastrophengebiet nach Athen gebracht hat, weil sie spezielle medizinische Betreuung brauchen. Gestern hat Rena zum Beispiel 4 Katzen entgegengenommen, verbrannte Pfoten, verbrannte Ohren, Rauchvergiftung, es ist ein Elend, das zu sehen. Ein Kätzchen wurde in eine Spezialklinik verlegt, weil es unter so starken Schmerzen litt dass es nicht aufhören konnte, herzzerreißend zu weinen. Es zehrt an den Kräften, alle sind mittlerweile ziemlich erschöpft, körperlich und seelisch, aber sie geben nicht auf und machen weiter.

Und sie sind sehr dankbar für Eure Hilfe, denn nur durch Eure Spenden können sie selbst vor Ort Hilfe leisten. Und so wurden Eure Spenden eingesetzt für Futter, Medikamente und Material für die tierärztliche Behandlung von unzähligen Tieren, Transporte, Aufenthalte in der Tierklinik … um nur ein paar Dinge zu nennen.

Wir wissen, dass die Unterstützung noch länger nötig sein wird, nach den Bränden von 2018 wurden auch noch Wochen später verletzte Tiere gefunden. Für viele ist die Katastrophe aus dem Bewusstsein verschwunden, wenn die Feuer irgendwann gelöscht sind und Medien nicht mehr darüber berichten, die Opfer werden dann oft allein gelassen. Wir wollen weiter helfen, solange die Hilfe gebraucht wird und danken Euch von Herzen, wenn Ihr uns dabei unterstützt.

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22.08.2021

Nach dem Brand ist vor dem Hunger, Durst und Schmerz …

Nach den schlimmen Bränden leiden die überlebenden Tiere unter Hunger, Durst und Verletzungen. Und es sind nicht nur die Tiere, die SCARS sonst unterstützt, wie Katzen und Hunde. Zur Zeit leiden viele Bauernhoftiere wie zum Beispiel Schafe unter den Folgen der Feuerkatastrophe. Gerade bei den Kleinst-Bauern ist es üblich, dass die Schafe in einem gewissen Umkreis um den Hof frei laufen und fressen, was sie in der Landschaft finden. Nur jetzt finden sie nichts mehr, denn es ist alles in Flammen aufgegangen, nicht nur in Evia/Euböa sondern auch in der Region Ilia auf dem Peloponnes. Auch in diesem Gebiet wurde SCARS tätig, und konnte dank Eurer Spenden helfen.

Am Anfang gab es kein Futter und keine medizinische Hilfe. Viele Bauernhoftiere haben schwere Verbrennungen. Im ersten Schritt organisierte die Panhellenic Greek Federation Futterhilfe für Pferde, Esel, Schafe, Ziegen, Kaninchen und Hühner. Eine große Herausforderung war jedoch die medizinische Versorgung von verletzten Bauernhoftieren, denn dafür konnte zuerst nur wenig Unterstützung gefunden werden. Für die freiwilligen Tierschützerinnen und Tierschützer war klar, dass sie sich mit der Behandlung und Versorgung dieser Tiere selbst viel zu wenig auskannten. Jetzt gehen Tierärzte vor Ort mit den Helferinnen und Helfern durch die Dörfer, behandeln Tiere mit Brandwunden und die Freiwilligen lernen, diese Tiere weiter zu behandeln. SCARS setzte Eure Spenden ein, um Antibiotika-Injektionen und Brandsalben in größeren Mengen zu kaufen, damit auch diese Tiere behandelt werden konnten. Hier seht ihr einige Bilder der Aktion. Die wirklich schlimmen ersparen wir Euch, die würde Facebook auch gar nicht erlauben.

Bei einem zweiten Besuch, um zu sehen, wie es den Tieren geht, entdeckten die Helfer eine Schweinefarm, auf der die Feuer ebenfalls gewütet hatten. Sie kümmerten sich hier ebenfalls um die überlebenden Tiere, genauso wie Ziegen und Hühner und Gänse auf weiteren kleinen Höfen. Wir sind froh, dass mit Eurer Hilfe schon so viel getan werden konnte, wissen aber auch, dass es weiterhin noch sehr viel zu tun gibt. Mit Euch an der Seite von Frieden für Pfoten und wir gemeinsam an der Seite von SCARS werden wir weiterhin versuchen, so viel wie möglich zu helfen.

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Danke, dass Ihr für die Tiere da seid!

 

Auftrag erledigt - 29.08.2021

SO sieht es aus, wenn länderübergreifende Zusammenarbeit im Katastrophenfall durch Vernetzung und gemeinsame Anstrengungen funktioniert! Mit Euren Spenden, als private Initiative, ehrenamtlich, erfolgreich! Einfach tolles Teamwork!

Danke Alexis Mantzoros für den Bericht und Irene Politis Stokefront sowie Rena Gatospito für die deutsche Übersetzung.

Die Feuer sind bei uns schon aus den Nachrichten verschwunden, obwohl sie noch immer nicht alle gelöscht sind und neue Brände aufflammen. Aber die Hilfe für die Überlebenden der Brände geht weiter.

Auftrag erledigt - Vielen Dank

Ολοκλήρωση αποστολής- Ευχαριστούμε!

Heute ist das letzte Mitglied der gemischten deutschen Rettungstruppe der Organisation Bundesverband Gemeinschaft Deutscher Tierrettungsdienste e.V. nach Deutschland abgeflogen da ihre Mission in Griechenland und speziell in Euböa, wo sie aktiv waren, abgeschlossen ist.

Nachdem die Kollegen in Deutschland das riesige Ausmass der Katastrophe durch die Waldbrände gesehen hatten reisten die deutschen Retter (und Freunde) nach Griechenland.

Während ihres Aufenthalts in Evia hat unser Alma Libre Team versucht, mit allen Mitteln zu helfen um die Arbeiten der Deutschen Retter zu erleichtern. Es ist nicht leicht im Ausland zu agieren, denn oftmals sprechen die Einheimischen in ländlichen Gegenden noch nicht mal Englisch, geschweige denn Deutsch. Außerdem sind manche Menschen Tierschützern gegenüber nicht besonders freundlich gesinnt und viele von ihnen kümmern sich nicht unbedingt um ihre eigene Tiere wie sie es sollten.

Seit dem 14 August und für etwa 10 Tage waren 2 Retter im Einsatz bis dann eine dritte Person als Verstärkung kam.

Der ganzen Norden der Insel Euböa, ein riesiges Gebiet, wurde mit ihrem Einsatzwagen systematisch abgefahren. Einige Male schliessen wir uns der Rettungsmannnschaft an und wir machten gemeinsame Such- und Rettungsaktionen (SAR).

Zudem wurde Trinkwasser und Futter an unzugänglichen Stellen für Tiere eingerichtet, es gab Fangaktionen für verletzte Tiere, erste Hilfe für verletzte Nutztiere und sogar das Löschen von Bränden gehörte zu den täglichen Einsätzen, oft in Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr (Die Rettungsleute haben eine entsprechende Ausbildung und Ausrüstung zur Brandbekämpfung). Sie sicherten mehrere verletzte Tiere, die mit Hilfe unseres griechischen Teams transportiert und entweder zu Pflegestellen oder zu spezialisierten Tierärzten gebracht wurden. Die Präsenz der Rettungsleute im Norden Euböas hat unseren Leuten nicht nur ein Gefühl von Sicherheit gegeben, sondern hat es auch den übrigen Mitgliedern des griech.Teams erlaubt, sich mit den anderen Waldbränden in der Attiki, sowie den alltäglichen Rettungseinsätzen in und um Athen zu beschäftigen.

Trotz der vielen Notrufe in Athen machten sich unsere freiwilligen Helfer acht mal mit ihren eigenen Fahrzeugen auf nach Euböa, um den Helfern aus Deutschland zu assistieren, brachten verbrannte Tiere nach Athen und bei der letzten Rettungsaktion wurden sogar drei Katzen mit schlimmen Verbrennungen gerettet, eine davon in kritischem Zustand.

Die verheerenden Brände in diesem Jahr, mit täglich neuen Brandherden übertrafen alles was man bisher kannte.Niemals zuvor gab es so viele Verluste von Haustieren, Nutz- und Wildtieren.

Die freiwilligen Helfer unseres Teams die neben ihrer normalen Arbeit tag täglich im Einsatz sind und auf jegliche Art von Hilferufen reagieren stiessen in den letzten Wochen sehr an ihre Grenzen. Oftmals vollkommen übermüdet und durch die Einsätze in den Brandgebieten überfordert stellen sie sich auch weiterhin jeder Anforderung.Wir können nicht beschreiben wie dankbar wir daher sind, dass solch unerwartete und spontane Hilfe aus dem Ausland kam.Vielen Dank dem Rettungsteam aus Deutschland !!

Originaltext von Facebook : Alma Libre - Hellenic Animal Rescue /Alexis Mantzoros.

Mina, eines der Brandopferkätzchen von Euböa 28.09.2021

Manchmal werden Wünsche wahr und das Universum hört auf dich.

Mina flehte verzweifelt das Universum an und bat um Rettung, Liebe und Zuneigung.

Es waren dieses Jahr die schlimmsten Waldbrände in vielen Gebieten Griechenlands.

In der Feuerhölle auf Euböa befand sich Mina, weit weg von den üblichen Orten, in denen Scars tätig ist.

Mina hat ihre Retter gefunden und diese Retter haben sie gefunden.

Sie sah den Freiwilligen in die Augen und sagte zu ihnen mit dem kräftigsten Miauen "Ich will Zuneigung, Liebe und eine Familie".

Die Belohnung für ihre Rettung war riesengroß ... sie sieht die Menschen an, sie umarmt sie, sie spricht mit ihnen. Das macht sie auch mit Katzen und Hunden. Mina ist einfach dankbar, dass das Universum sie erhört hat.

Alexis und sein Team Alma Libre retteten sie vor den Bränden, Rena kümmerte sich sofort um sie, brachte sie zur Erste-Hilfe-Behandlung zum Tierarzt und Evropi nahm sie bei sich auf, um sie täglich mit Antibiotika, Brandcreme für die Brandwunden und Augentropfen zu behandeln.

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​Mina ist ein liebes Scars-Mitglied und alle sind stolz, dass sie dazu gehört.

Das hübsche Katzenmädchen sehnt sich nach Kuscheln und Streicheleinheiten. Sie ist eine sehr menschenorientierte Katze, die auf ihr eigenes schönes Für-immer-Zuhause wartet.

Mina hat so viel Schmerzen ertragen müssen. Man sieht bereits einen großen Unterschied nach einigen Behandlungstagen.

Vielen lieben Dank an euch alle für eure große Hilfe und Unterstützung bei den Brandopfern und Streuern.

Text Evropi, frei übersetzt Nedde