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Warum Auslandstierschutz?
Gedanken, Berichte, Informationen

Auslandstierschutz steht aus vielen Gründen oft im Kreuzfeuer der Kritik. Neben den oft zitierten schwarzen Schafen in der Szene, die sich selbst bereichern am Elend der anderen, wird auch der Sinn und Zweck unserer Arbeit angezweifelt. 
"Man kann sie nicht alle retten!"
Richtig!
Aber wenn man einem Hund wie Sugar/jetzt Nala...die in einem verlassenen Dorf in Griechenland verwahrlost, hungrig und mit einem Herzen voller Liebe, jeden Tag vergeblich auf die Rückkehr ihrer Familie gewartet hat... wenn man einem solchen Hund Futter, Leben und eine Chance schenken kann...dann sollte man das einfach tun. 
Wir haben es getan und Bilder wie dieses hier rechts, machen glücklich ♡ Nala hat sich in Deutschland sofort eingelebt, sie liebt nicht nur Tara, IHREN Menschen, sondern auch ihren neuen Hundefreund.
Die beiden genießen zusammen ausgedehnte Spaziergänge. 
Und das Beste daran:
Nach dem Spaziergang wartet ein warmes, freundliches Zuhause. 
Auslandstierschutz ist Tierschutz für die Ärmsten der Armen. 
Kastration. Futterstellen. Medizinische Versorgung und manchmal... mit viel Glück...auch das Schönste, was einem Strassenhund oder einer Streunerkatze passieren kann:
Adoption ♡
Alles Glück der Welt für dich, tapfere Nala ♡

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Nachtrag

"Sugar/ jetzt Nala war vor wenigen Wochen noch ein armer, einsamer, verzottelter und schmutziger Strassenhund, allein und von der Welt vergessen... 
Jedesmal wenn jemand ins Dorf kam, war sie die Erste, bettelte um Aufmerksamkeit und wollte mitgenommen werden... manch einer posierte im verlassenen Dorf mit ihr für Fotos...aber niemand reagierte, niemand half und einzig Alexia und Paris ist zu verdanken, dass sie nicht verhungerte. 

Dann sah ich die traurigen Bilder von ihr und wir beschlossen, dem Glück etwas nachzuhelfen... eine XXL Portion Feenstaub war dazu nötig, ein unglaublicher Einsatz von Micaela und ein ganz besonderer Mensch, namens Tara ♡

Heute ist Sugars Fell persil-weiss und flauschig, sie genießt jeden Tag in ihrem neuen Zuhause, sie hat ihren festen Platz auf der Couch und liebt Zeichentrickfilme über alles. 
Wir haben ihr aber erklärt, dass man nicht alles glauben darf, was im Fernsehen gezeigt wird... ganz wichtig, ...aber unsere Sugar ist klug, ... sie weiss, wem sie all das zu verdanken hat! ♡♡♡
Dankeschön an Alexia, Paris, Triantafyllia ...an die unglaubliche Micaela und an Tara, die Sugar (heute Nala) jeden Tag mit Liebe überschüttet und alles wieder gut macht, was unser Eisbärchen bisher durchmachen musste. 
Machen ist wie reden...nur krasser 😉 Bettina Marie Schneider / Frieden für Pfoten e.V"

Das Gesetz des Dschungels

Schäme dich niemals für eine Narbe. Sie bedeutet einfach, du warst stärker als alles, was versucht hat, dich zu verletzen.

Das Gesetz des Dschungels ... Wir alle kennen das Gesetz des Dschungels unter den Tieren, wo nur die Stärksten überleben.
Viele von uns haben Dokumentarfilme über wilde Tiere im Dschungel gesehen und über die Grausamkeiten geweint, aber auch das Leben einer streunenden Katze im Stadt-Dschungel würde so manchen zu Tränen rühren ...Babys werden auf der Straße geboren und versuchen zu überleben, suchen nach Nahrung im Müll und verstecken sich vor den Katern, die sie töten wollen, weil sie eine zukünftige Bedrohung für sie darstellen, neue Tiere und Nahrungskonkurrenten, in der Kolonie. 
Sobald sie 4 Monate und geschlechtsreif sind, beginnt für die weiblichen Katzen die Zeit, der unzähligen Vergewaltigungen. Zarte Tiere, die nicht mehr als zwei Kilogramm wiegen, werden täglich von vier oder fünf ausgewachsenen Katern wiederholt vergewaltigt. 

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Ein Horror Szenario, denn die jungen Weibchen sind noch viel zu zart und schwach, sie haben keine Chance, sich zu wehren, und auch nicht die erforderliche Kraft, um ihren Anteil an den gefundenen Lebensmittelresten zu erkämpfen, um die an den Müllcontainern erbittert gerungen wird, denn es geht um das nackte Überleben.


Einige sterben vor Erschöpfung, andere werden von einem Auto überfahren, während sie panisch auf die Fahrbahn laufen, um der nächsten Vergewaltigung zu entkommen und die "Glücklichen", die all das überleben, sterben oft während der Geburt, denn ihre zarten Körper sind einfach noch nicht bereit dafür. Die Babies bleiben im Geburtskanal stecken und ersticken und das Muttertier stirbt an einer Sepsis.

Diese Kleine ist nicht älter als 6 Monate und wiegt nur 2.100 Gramm. Sie wurde mit einem gebrochenen Bein und übersät mit stinkenden Wunden gefunden, die von den Bissen der Kater stammen. Die Haut ist an einigen Stellen bereits bis tief in das Fleisch hinein verfault. Aber wir hoffen, wir sind zuversichtlich, sie wird es überleben.
Sie hatte Glück, sie wurde gerettet und wird jetzt bald das Leben führen dürfen, das jede Katze verdient. 

Im Auslandstierschutz kann auch das Bild eines Müllcontainers glücklich machen:

Evi hatte es aus Athen gesendet. Und sie schrieb dazu:
"...ich weiss nicht, ob es in Deutschland auch so ist und ob du dir das überhaupt vorstellen kannst...,
aber jedesmal, wenn ich an den Müllcontainern in unserer Straße vorbei gehe und finde sie verlassen vor...keine hungrigen und bettelnden Katzen, keine toten Kätzchen....dann muss ich lächeln und bin sehr froh.
Dank eurer Hilfe sind unsere Streuner in den Straßen alle satt und kastriert...sie müssen nicht mehr neben den Containern in der Kälte ausharren, in der Hoffnung auf etwas Abfall....ich wollte gern, dass Du weisst, wie dankbar wir für eure Hilfe sind..."

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Ich soll dich elend verrecken lassen…sagen sie! - 18. April 2019

Gedanken zum Auslandstierschutz von unserer  1. Vorsitzenden, Bettina Marie Schneider (Gutes Karma to Go)

Jetzt liegst du also vor mir, mitten auf der Straße.  Dein Fell ist räudig, deine Augen vereitert und ich kann jede einzelne Rippe zählen. Niemand will dich. Du gehörst nirgendwo hin. Du hast keinen sicheren Ort zum schlafen, Hunger und Durst, Parasiten und Misshandlungen sind deine täglichen Begleiter und ohne Hilfe wirst du bald elend sterben.

Das ist allein deine Schuld, denn wärst du ein deutscher Hund, dann würde dich sofort jemand einsammeln, du würdest schnell Linderung für deine Hautkrankheiten haben, von Parasiten befreit und natürlich hätte man Futter für dich und ein warmes Plätzchen. Wir sind keine Unmenschen in Deutschland und kein Hund, keine Katze hat dieses grausame Schicksal verdient.

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Aber wir sind in Rumänien/Griechenland/Portugal/Polen…such dir was aus…in Ländern, in denen auch die Menschen oft nicht viel haben, in Ländern, die das Wort Kastration meist noch nie gehört haben und wenn…dann finden sie diesen Eingriff wider die Natur. Verrecken lassen ist immer noch die bessere und christliche Lösung, scheint die Devise! Es gibt kein Tierheim, in das ich dich bringen könnte und mein Haus ist längst voll. Denn es gibt Tausende, ja was sage ich, Millionen wie dich und jeder, der ihnen helfen möchte, wird angefeindet. Man soll keine Hunde oder Katzen aus dem Ausland retten. Pfui, das ist unseriös, Geschäftemacherei, …sagen sie…und dazu würdest du vielleicht Krankheiten einschleppen und einem deutschen Hund oder einer deutschen Katze im Tierheim den Platz wegnehmen. Das geht natürlich gar nicht!

Du wedelst schüchtern mit deinem räudigen Schwanz und siehst mich hoffnungsvoll an. Dabei sehe ich die Striemen auf deiner Schnauze, sicher hat dich jemand geschlagen, als du um Futter gebettelt hast. Und dann denke ich mir…fuck you all!

 

Fuck you all, die den Auslandstierschutz schlecht reden, die arrogant und kaltherzig ihre Parolen dreschen und keine Ahnung haben, was es wirklich bedeutet, wenn man pauschal sagt: „Hört auf, die Tiere nach Deutschland zu bringen.“ Es ist deine einzige Chance, die du hast und verdammt will ich sein, wenn ich sie dir nicht schenke!

Ja, es ist nicht einfach! Ja, es wäre besser gewesen, man hätte deine Mutter kastriert und du wärst niemals geboren worden. Aber jetzt gibt es dich. Du hast ein Herz und eine Seele und du leidest. Ich bin kein Arschloch sondern ein Mensch und weil ich es kann, weil ich dir tatsächlich helfen kann, wenn ich das nur möchte, bastele ich ein Halsband aus meinem Halstuch und binde es dir um. Du lasst alles mit dir geschehen, als ob du wüsstest, was passiert. Dann setze ich dich in mein Auto und telefoniere mit meiner Organisation.

Es gibt sie nämlich überall, diese wunderbaren kleinen Inseln der Menschlichkeit. Dort arbeiten Helfer, ehrenamtliche Tierschützer, sie bauen Shelter und Organisationen für bedauernswerte Wesen, wie dich und dort wirst du eine Zuflucht finden. Nicht alle sind vorbildlich, daher suchen wir die richtige aus, wo du sicher aufgehoben bist und in eine nette Familie adoptiert wirst und wo Spenden nicht im Nirwana versickern sondern den Tieren zu Gute kommen.

Ich warte noch, bis du deine erste Mahlzeit hungrig und dankbar verschlungen hast. Dann verlasse ich die Pflegestelle und weiss…du wirst deine 2. Chance erhalten. Wir können dir nicht viel bieten, wir haben kein eigenes Shelter, alles passiert in privaten Häusern, wir sind auf jeden Cent angewiesen. Aber was wir dir schenken können, ist mehr, als du dir jemals erhoffen durftest:  Leben und Geborgenheit, für ein ganzes Hundeleben. Weil ich es kann, weil wir es können! …Und weil alles andere unmenschlich wäre. 

Auslandstierschutz: Futterstellen/ Kastration/ Adoption… wer DAS überflüssig findet, der hat kein Herz!

„Weisst du Matilda“, flüstere ich ihr zum Abschied ins Ohr, „die meisten Zweibeiner, die du auf den Straßen triffst, das sind gar keine Menschen. Sie sehen nur so aus!“

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Hinweis: Matilda wurde bei SCARS, Athen aufgenommen. Ihre Bilder wurden hier als Beispiel verwendet. Sie entwickelte sich bei Giorgios zu einem gesunden glücklichen Hundemädchen.

Gesetz des Dschungels15.07.21

Das Gesetz des Dschungels - 15.07.2021

Das Leben einer Straßenkatze kann erträglich sein, wenn man zu einer Kolonie gehört, die von freiwilligen Helfern betreut wird. Die Kolonien werden regelmäßig mit Futter versorgt, die Katzen sind bzw. werden kastriert, ihr Gesundheitszustand wird genauestens im Auge behalten, Tierarztbesuche oder Medikamentengaben werden organisiert und die kranken Katzen dazu eingefangen.

Außerhalb der betreuten Kolonien herrscht das Gesetz des Dschungels. Babys werden auf der Straße geboren und versuchen zu überleben, suchen nach Nahrung im Müll und verstecken sich vor den Katern, die sie töten wollen, weil sie eine zukünftige Bedrohung für sie darstellen. Zudem sind neue Tiere immer Nahrungskonkurrenten.

Ausgesetzte Katzen, mittlerweile verwahrlost, hungrig und mit einem Herzen voller Liebe, jeden Tag vergeblich auf der Suche nach der geliebten Familie, werden in Corona-Zeiten immer mehr.

Wenn man so einem armen Lebewesen Futter, Leben und eine Chance schenken kann...dann sollte, nein dann muss man das einfach tun. Es gibt sie überall, diese wunderbaren kleinen Inseln der Menschlichkeit. Dort arbeiten Helfer, ehrenamtliche Tierschützer, die ihre gesamte Energie dafür einsetzen, das Elend der Straße zu bekämpfen und das Gesetz des Dschungels zu brechen.

Der Wille zu helfen und die Liebe zu den Straßentieren ist in allen Projekten und bei den vielen Einzelkämpfern, die wir unterstützen unendlich groß. Ob bei SCARS in Athen, der Vrouva Farm auf der Insel Ägina oder bei Eri und Triantafyllia in Nordgriechenland, sie alle können jedoch nur aus einem Grund in diesem Dschungel arbeiten:

Weil ihr ihnen helft!

Tierarzt- und Medikamentenkosten reißen gerade riesengroße Löcher in unsere Finanzen. Wir wollen Leben retten, aber ohne Geld funktioniert es nicht.

Deswegen, wenn ihr noch den einen oder anderen Euro übrig habt: Unsere Straßentiere und wir wären euch sehr dankbar!!

Frieden für Pfoten e.V.

IBAN | DE 41 4306 0967 1181 4659 00

BIC | GENODEM1GLS

Paypal: info@friedenfuerpfoten.org

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