Wildtiere in Deutschland

Das leise Sterben vor unserer Haustür

Das Sterben der Igel ...

Guten morgen ihr lieben, ich bins Euer Kasimir.

Ich schreibe hier für Mama, da sie selber nicht kann.

Mama hat das ganze Wochenende hin und her überlegt, viel geweint und kaum geschlafen.

ABER SIE HAT KEINE ANDERE WAHL UND SCHLIESST VORERST. Ob für immer...mal sehen.

Auf den letzten Hilferuf haben sich wieder nur sehr wenige gemeldet..,es sind immer noch 900€ an Tierarztkosten offen. Alleine schafft sie das nicht. Mag wirklich keiner weiter mithelfen zumindest diese Kosten zu decken?

Freiverkäufliche Mittel, Futter sowie Unterhaltungskosten trägt sie doch schon selber.

Wer Mama kennt weiß wie schwer ihr dieser Schritt fällt, weil sie genau weiß was mit den Igelchen passiert die nun nicht aufgenommen werden können. Sie krepieren draussen ohne Hilfe ganz erbärmlich. Hat niemand, ausser denjenigen wenigen die uns unterstützen, ein Herz?

Aktuell befinden sich noch 15 Igel hier in Pflege die zu Ende behandelt werden. Davon 8 Intensiv.

Ob es irgendwann weiter geht..... keine Ahnung. Mindestens solange nicht bis Mama zumindest nicht halbwegs finanziell im grünen Verzeichnis ist.

Dazu kommen noch die Sorgen um Buffy und mich.

Danke an die wenigen unter Euch die uns bis hierher geholfen haben.

Habt einen schönen Tag. Ich geh nun Mama trösten.

Euer Kasimir

Diesen Beitrag schrieb Sandra Reichmann in ihrer Gruppe, "Private Igelhilfe Eichsfeld".

Denn Igelhilfen, so wie fast alle Wildtierhilfen, sind privat und einzig auf Spenden angewiesen.

Sie nehmen die verletzten, dehydrierten und hilfsbedürftigen Tiere bei sich auf, finanzieren mit eigenen Mitteln und müssen um jeden Cent betteln.

Wir alle lieben unsere Wildtiere aber kaum jemand rührt auch nur einen Finger, um sie zu unterstützten.

Die Igel sind unterernährt, halb tot, voller Maden, Milben, die Füsschen blutig gelaufen, die Gesichter und Beine von Mährobotern aufgeschlitzt ... Wildtier- und Igelstationen sind ihre einzige Chance.

Die Verzweiflung überall, über ständig steigenden Bedarf und fehlende Unterstützung ist schwer mit anzusehen.

Daher haben wir diesen Beitrag übernommen und eingestellt.

Wenn ihr helfen möchtet, wo unsere Gesellschaft, die Behörden und auch die Medien einfach wegsehen, nachfolgend das Spendenkonto der Igelhilfe Eichsfeld und der Link zu ihrer Gruppe.

Alles Gute, Kasimir ...und lieber Gruß an deine Mama.

Dieses Land hat kein Herz für Igel und co...

Igelmama e.V.

IBAN DE 07 5139 0000 0066 5111 03

Volksbank Mittelhessen

Kontoinhaber: IGELMAMA

https://www.facebook.com/groups/2216202198639669

Update 02.03.2021

Manchmal weiss ich gar nicht mehr, was ich sagen soll.

Gestern zum Beispiel, da hatte ich einen Post veröffentlicht, in dem jemand verzweifelt um Hilfe bat. Eine private Igelstation vor dem AUS, weil die erdrückende Last der Tierarztkosten einfach nicht mehr aufgefangen werden konnte.

Ich hatte die traurigen Zeilen gelesen und dachte ... vielleicht kann meine Community ein bisschen helfen...es muss ja nicht der gesamte Betrag sein, jeder hat bereits so viele Baustellen, an denen er beiträgt...aber vielleicht ein bisschen...und dann stellte ich den Text ein, der mich so berührt hat...und dann berührte er eure Herzen.

900 Euro haben für die Tierarztrechnung gefehlt ... als ich das letzte mal nachsah, waren auf dem Paypal Moneypool bereits 1.400 Euro, so viel mehr, als ich mir in meinen kühnsten Träumen erhofft hatte...sicher ging an die genannte Bankverbindung auch noch etwas...Geld, das dringend benötigt wird, um den Igeln zu helfen...

eure Spenden ... eure Beiträge... oft noch mit ein paar lieben Worten der Anerkennung und Ermunterung für die liebe Sandra, die sich um die kranken und pflegebedürftigen Igel kümmert.

Ihr habt geteilt und geholfen, was das Zeug hält und einige sind sogar der Gruppe beigetreten, in der Sandra und andere für die Igel wirken.

Ich denke, ihr könnt euch ungefähr vorstellen, wie sehr sie sich gefreut hat.

Manchmal weiss ich gar nicht, was ich sagen soll...außer vielleicht:

Ihr seid wunderbar.

Diese Community ist etwas ganz besonderes!

Danke.

Igel sind wunderbare kleine Geschöpfe...wir sollten alle besser auf sie acht geben!

Eure Bettina Marie Schneider

1. Vorsitzende Frieden für Pfoten e.V.

Denn sie haben keine Lobby...

 

Wer rettet eigentlich schwer verletzte Eulen und Igel, die aus dem Nest gefallenen Eichhörnchen-Babys, die Rehkitze, deren Mutter überfahren wurde?

Was sind das für Menschen, die sich neben ihrem Job und sonstigen Verpflichtungen, die Nächte um die Ohren schlagen, um ihre aktuellen Notfälle alle zwei Stunden mit Medikamenten oder Päppelnahrung zu versorgen?

Es sind unglaublich engagierte, private Wildtierhilfen und Wildtier-Auffangstationen, die versuchen, kranken und schwachen Wildtieren wieder ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Oder behinderten Tieren eine zweite Chance in ihren Gehegen geben. Egal ob Igel oder Greifvogel, wenn Wildtiere eine Notsituation überleben ist dies lediglich dem unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz von Privatleuten zu verdanken, die sich zu solchen Einsatzgruppen zusammen geschlossen haben, aber häufig auch als Alleinkämpfer/innen unterwegs sind.

Wer ihnen hilft?
Öffentliche Gelder? Fehlanzeige!
Hohes Spendenaufkommen? Ein müdes Lächeln.
Spenden für Wildtiere sind extrem selten. In der Aufmerksamkeits-Scala der Öffentlichkeit kommt das Thema Wildtiere zwar vor, aber erstens nicht ganz oben und zweitens in sehr allgemeiner Betrachtung. Der schwer verletzte Igel, der gerade noch dem Mäh-Roboter entkommen ist, war jedenfalls noch nie auf Seite eins. Trotzdem muss er zum Tierarzt (Fahrt – und Tierarztkosten), muss aufgepäppelt und versorgt werden (Spezialfutter und Medikamente), muss irgendwo untergebracht werden (Unterlagen, Gehege) und so weiter…
Viel zu wenige private Wildtierstationen versuchen mit viel zu wenig Geld so weit wie möglich zu helfen. Finanziell sind diese Aufgaben und Ausgaben kaum zu stemmen. Posts über die Aufgabe von Wildtierstationen waren in letzter Zeit ein sehr häufiges Thema auf Facebook. Alle sind traurig über diese Entwicklung, aber es passiert … nichts.

Uns hat das Sterben der Wildtierstationen sehr zu denken gegeben, deswegen wollen wir dieses Thema jetzt aufgreifen. Unsere Taube im Logo steht für Frieden, aber besonders für alle Tiere, denen wir helfen möchten.
Brauchen wir nicht? Die Natur regelt das von alleine? Völlig überflüssig? Das war gestern! Heute ist unsere Welt eine andere! Unsere Wildtiere haben Probleme... riesige Probleme. Schaut euch dieses Video an und überlegt, ob ihr mit uns gemeinsam diesen Weg gehen wollt und uns unterstützen möchtet. Denn wir wollen nicht tatenlos zusehen. Wir möchten gerne kleine Wildtierhilfen unterstützen, denen sonst keiner hilft. Damit nicht noch mehr engagierte Menschen aufgeben müssen. Damit auch Wildtiere eine zweite Chance bekommen. Damit wir nicht morgen sagen müssen: Hätten wir mal...

Frieden für Pfoten e.V.
DE 41 4306 0967 1181 4659 00
GENODEM1GLS
Paypal: info@friedenfuerpfoten.org
Kennwort: Wildtiere