Was wir tun und warum wir es tun

Von Bettina Marie Schneider

Und für einen kurzen Augenblick schlägt das Herz ein bisschen schneller... man gewöhnt sich wohl nie daran.

Sicher war es ein Glück für das kleine blinde Mäuschen, dass sie jemand von der Straße aufgelesen hat, als sie hilflos und hungrig um Futter bettelte.

Es ist schwer, für die heimatlosen Katzen auf der Straße.

Es ist schwerer, wenn sie noch Babies sind und noch nicht gelernt haben, den Autos und den Menschen aus dem Weg zu gehen, sich vor Hunden und anderen Katzen zu hüten und die Orte zu finden, wo es Abfall gibt und manchmal schmutziges Wasser aus einer Pfütze.

Es ist am schwersten, wenn man ein blindes Baby auf der Straße ist, denn dann gibt es nur zwei Optionen. Tod oder Rettung.

Für dieses Kätzchen war die Rettung nur ein weiterer Albtraum. Da man nicht wusste, was man mit ihr anstellen sollte, musste sie in einer Transportbox leben.

Die Angst und die Verzweiflung war groß, so groß, dass sich das blinde Kätzchen bei den vergeblichen Versuchen, dem engen Gefängnis und der Isolation zu entkommen, das Näschen blutig stiess. Immer und immer wieder... bis man bei SCARS Athen von ihrem Schicksal erfuhr und sie in die Cattery holte. Da ist sie jetzt.

Auch die Cattery ist kein luxuriöser Ort, aber es ist ein Ort der Liebe, wo sich auch blinde Kätzchen frei bewegen dürfen und wo sie auf eine Adoption vorbereitet werden.

Ich lese seit langer Zeit nicht mehr jeden Tag in allen unseren Frieden für Pfoten-Arbeitsgruppen mit. Die Bilder der Neuzugänge machen traurig, die Geschichten dahinter, lassen an den Menschen zweifeln.

Wenn ich doch von Zeit zu Zeit versuche, besondere Pechvögel

zusätzlich auf meinem persönlichen Blog etwas zu pushen, damit sie

endlich ein Zuhause finden... dann macht es mich ebenfalls traurig.
Ein Jahr ist lange, wenn man es in einem kleinen Zimmer verbringen muss. Die Zeit vergeht endlos langsam, wenn man auf etwas wartet, das niemals eintritt.
Meine letzten Versuche, Adoptanten zu finden, liefen alle ins Leere. Gerade scheint es, als würde die Welt schier überflutet mit heimatlosen Tieren.

Also beschränke ich meine Aufgabe im Verein meist darauf, die Versorgung dieser liebenswerten und vergessenen Geschöpfe zu gewährleisten und überlasse anderen im Team, die oft schrecklichen Details zu erfragen, Werbeposts zu schreiben und ihr Herz immer und immer wieder zu verlieren.

Sie sind alle etwas ganz besonderes für uns. Katze für Katze für Katze .... 

Heute wollte ich mich gerne wieder einmal hier auf der Seite melden und daran erinnern, was wir tun und warum wir es tun.

Für kleine Wesen wie dieses.

Sie hat jetzt ein sicheres Plätzchen, sie erhält Futter und medizinische Behandlung und während man sie in Athen auf eine mögliche Adoption vorbereitet, zieht Nedde Kübler aus unserer Adoptanten Beratung alle Register, die richtige Familie zu finden.

Sollte die kleine Blindie Glück haben und ihren Menschen finden, werden wir auch die Reisekosten bezuschussen und ihren weiteren Weg begleiten, bis sie sicher im Glück angekommen ist.

Noch ist es aber nicht soweit. Noch ist sie ein kleines, verstörtes Wesen, sie ist blind, sie hat ein blutig aufgeschürftes Näschen und vermutlich auch Würmer und andere Parasiten.

Es sind eure Spenden, die die Happyends schreiben.
Es sind eure Stimmen, bei den Wettbewerben. Es sind eure großen Herzen, die adoptieren.

Dankeschön dafür...auch in ihrem Namen ♡

Herzlichst
Eure Bettina Marie
Vorstand Frieden für Pfoten e.V