Berits Reiseberichte

Oder... warum wir helfen müssen

Sonntag, 08. Juli 2018

Heute ist es noch schwerer als gestern, einen Anfang für unseren Bericht zu finden...
Wir haben heute morgen Alexia zu Hause abgeholt, weil Sonntags natürlich so gut wie kein Bus Richtung Mavropigi fährt... Aber auch während der Woche gibts selbstverständlich keine Busse direkt ins Dorf - wofür auch!? Da ist ja außer den verlassenen Hunden nichts mehr... 

 

Normalerweise ist Alexia also immer auf andere, hilfsbereite Menschen angewiesen, die erst das gelagerte Futter mit ihr abholen, dann ins Dorf fahren um die Hunde zu füttern. Außerdem muss Wasser abgefüllt, geschleppt und verteilt werden. Das ist eine Scheiss-Arbeit, man kann es nicht harmlos ausdrücken... und das Ganze übrigens bei momentan ca. 30 Grad. Wir ‚durften‘ heute bei dieser lebensnotwendigen Arbeit tatkräftig mithelfen.

Auch heute wurden wir schwanz-wedelnd begrüßt von unseren lieben Mavropigi-Hunden! Fressen war wieder  Neben-sache, Kuscheln und ganz nah bei uns Menschen sitzen oder liegen - das war heute die Lieblingsbeschäftigung der Vierbeiner. Auf dem Programm stand heute die schriftliche und bild-liche Bestandsaufnahme für die Vermittlungstexte. Also fuhren wir mit Stift, Papier und Kamera durch das Dorf und Alexia hat uns jeden einzelnen Hund beschrieben. Es gab noch welche, die nicht mal einen eigenen Namen hatten,

das wurde heute einstimmig von uns Dreien geändert. Wenn sie auch sonst gar nichts haben - namenlos darf keine Fellnase mehr sein!

Heute waren die Hunde nicht immer so friedlich miteinander wie gestern, das liegt einfach daran, dass sich im Dorf einzelne Gruppen gebildet haben. Und da nun einige der Hunde so wahnsinnig gerne mit uns zusammenbleiben wollten, sind Sie unserem Auto gefolgt und wurden dann von der nächsten Hunde-Gruppe nicht grade freundlich begrüßt. An dieser Stelle also unser eindringlicher Wunsch: die Hunde müssen kastriert werden, damit es weniger dieser unschönen Momente unter den Hunden gibt. Auch beobachteten wir reges Interesse der Rüden an einigen Hündinnen... Was es in Mavropigi wirklich am allerwenigsten braucht, ist weiterer Welpen-Nachwuchs! 
Aber selbst das Kastrieren ist eine unglaublich aufwendige Aktion: es geht nur Samstags, der einzige Tag, an dem Alexia frei hat UND der Tierarzt geöffnet. Und dann ist da wieder das Problem mit fehlendem Auto... die Fahrt zum Tierarzt dauert fast eine Stunde, so viele gute Freunde kann man gar nicht haben, um das zu wuppen. Trotzdem ist hier allen klar: Kastrationen sind so wichtig!

Beim Verlassen des Dorfes am Nachmittag waren wir alle dann sehr traurig: die zwei Hunde Apollo und Maus haben versucht, unserem Auto zu folgen... das war so herzzerreissend, ich habe jetzt schon wieder Tränen in den Augen...Teil 3 folgt morgen, wir sind total erschöpft, waren heute neun Stunden unterwegs, denn am Nachmittag haben wir uns noch mit Triantafyllia und Despina im Shelter getroffen... 

Montag, 09. Juli 2018

Am Sonntag Nachmittag haben wir uns mit Triantafyllia und ihrer Freundin Despina getroffen und sind zu Triantafyllia‘s Shelter gefahren. Das liegt etwas außerhalb von Ptolemaida, einer kleinen, verschlafenen Stadt. Das Shelter ist eigentlich nur ein Feld, fast im Nirgendwo, auf dem viele Hunde in einer großen Umzäunung leben. Schon als wir mit den Autos ankamen, rannten uns die meisten Hunde freudig entgegen!

Bei Triantafyllia sind bereits einige (ca. 20) Hunde aus Mavropigi untergebracht. Momentan geht nichts mehr, denn als wäre all das nicht schon (schlimm) genug, findet Triantafyllia ständig neue, auf die Straße geworfene Welpen! 

Die Hunde haben dank einiger Spender inzwischen Hütten, man darf wirklich nicht glauben, dass man hier in Griechenland irgendetwas günstig kaufen kann - die Preise für Baumaterial und Handwerker sind teurer als bei uns. Und das bei Gehältern, von denen könnten wir in Hamburg nicht mal eine einzige Monatsmiete bezahlen! In den nächsten Tagen soll auch Sonnenschutz für die Hunde gebaut werden. Triantafyllia ist da ganz toll am Organisieren!!

Die Hunde sind in verschiedenen Gehegen untergebracht, aber man merkt sofort, es ist zu eng, die Hunde vertragen sich nicht immer so gut untereinander. 

Leider gibt es auch ein paar Hunde, für die das Leben im großen Rudel totaler Stress ist und die sich ganz traurig in Ihren Hütten verstecken...

Auch hier müssen möglichst alle Tiere kastriert werden - das ist wirklich so wichtig!

In einem der Gehege sind vor wenigen Tagen gefundene Welpen mit ihrer Mami untergebracht. Eins hat eine schlimme Augenentzündung. Und es gibt weitere verletzte Hunde. Heute und morgen ist also Tierarzt-Tag, wobei wir morgen zusammen dorthin fahren werden, damit wir uns auch selber mal ein Bild davon machen können. Ronaldo, der süße Welpe hat es uns gleich angetan, er kann schlecht laufen, vielleicht ist sein Hinterbeinchen ausgekugelt. Er muss schlimme Schmerzen haben! Danke an Frieden für Pfoten e.V. das ihr die Behandlung für den Zwerg übernehmt!

Auch bei Triantafyllia sind wir mit Stift und Papier durch die Hunderudel gewandert und haben deren Profile für die Vermittlung erfasst. Und ganz viele Fotos natürlich gemacht!

Triantafyllia ist übrigens auch ganz unglaublich, gestern stiefelte diese zierliche kleine Frau in ihren Gummistiefeln mit einer riesigen Schubkarre durch die Gehege und Lars wollte immer mit anpacken, durfte aber nicht ;-) Wir sind hier ehrlich begeistert von der Power und Leidenschaft, mit der die Tierschützerinnen jeden Tag eine solche Leistung bringen! Und es ertragen, ständig soviel Tierleid sehen zu müssen. Das muss man erstmal schaffen!

Und hier ist unser Fazit für den Sonntag Nachmittag: Diese tollen Hunde brauchen ein Für-Immer-Zuhause! Sie haben es so sehr verdient. Wer einen solchen Hund adoptiert, bekommt garantiert einen treuen und dankbaren Freund, mit ganz viel Liebe im Herzen!! Und macht dann Platz im Shelter für die nächste verlorene Seele!

Dienstag, 10. Juli 2018

Jetzt ist das passiert, wovor ich vor der Reise am meisten Angst hatte.

Es ist so emotional geworden. Mir ist das unangenehm, dass das schon am 4. Tag passiert und ich kann es mir einfach nicht vorstellen, wie die Tierschützerinnen hier vor Ort das alles aushalten können.
Eben waren wir ja mit Ronaldo, dem kleinen Welpen in Ptolemaida beim Tierarzt. Die Diagnose ist folgende: sein hinteres Hüftgelenk hat einen Trümmerbruch. Das Glück im Unglück ist, dass die abgesplitterten Knochenteile an der äußeren Seite liegen, so dass die Operation erstens möglich ist und zweitens auch nicht allzu kompliziert sein wird. Zum Glück ist es auch so, dass laut TA Ronaldos Gesundheitszustand für einen Streuner erstaunlich gut ist (Triantafyllia leistet hervorragende Arbeit, ich glaube, das Kompliment vom TA hat sie nicht einmal mitbekommen, bescheiden wie sie ist ...), sodass einer OP im Prinzip nichts im Wege steht. 

Wir haben also für Freitag Abend einen OP Termin bekommen, bis dahin wird Ronaldo noch kräftig gepäppelt (ordentliches Nassfutter haben wir gekauft) und er bekommt Schmerzmittel. Seine erste Spritze gegen die Schmerzen, die bestimmt sehr schlimm waren, hat er heute bereits bekommen. Nach der OP wird er entweder zu Triantafyllias tierlieber Mama (die wir direkt vor der Praxis auch noch zufällig getroffen hatten) oder zu Despina kommen, um sich von seiner OP zu erholen. Fürs erste ist also für den kleinen gesorgt. Dass wir dem TA unser Einverständnis für die Operation geben konnten, hat mich so froh gemacht, dass ich erstmal in Tränen ausgebrochen bin...

Als wir die Praxis verlassen haben, hat Ronaldo zum ersten Mal in seinem Leben Nassfutter bekommen, darüber hat er sich gefreut! Und als dann die Schmerzen dank der Spritze weniger wurden, hüpfte er fröhlich über den Bürgersteig... was für ein schöner Moment! 

Die traurige Nachricht ist aber: Ronaldo wird nie richtig Laufen können. Er wird immer ein wenig humpeln oder einfach „unrund“ laufen. Marathons wird’s für ihn auch nicht geben... Ich wünsche mir nichts mehr, als dass er eine Familie findet, die ihn so nimmt, wie er ist und der es egal ist, dass dieser liebe Hund vielleicht nicht ganz perfekt ist. Was aber an Ronaldo perfekt ist, ist sein goldiges Wesen: er war so lieb beim Tierarzt und wirkte danach so dankbar, als hätte er verstanden, was da mit ihm gemacht wird...
Ach, ich könnte immer noch weiter weinen, das ist so traurig, aber auch schön zugleich. Dass einem kleinen Wesen geholfen werden kann, was sonst niemals eine Chance gehabt hätte. Der Tierarzt sagte zu uns, als wir uns verabschiedeten und für die OP alles Gute wünschten: „we will help him. He has a soul too“. Was soll ich noch dazu sagen? Es ist alles gesagt.

Mittwoch, 11. Juli 2018

Hier kommt nun schon der letzte Bericht über unsere Reise zu den Hunden in Mavropigi.

Bevor wir herkamen, hatten wir nur den Hauch einer Idee, was uns vielleicht erwarten könnte: Neben hart arbeitenden Tierschützerinnen, streunende Hunde, die Hilfe brauchen. Soweit, so gut. 

 

Was wir gefunden haben? Freunde! So unglaublich tolle Menschen, die jeden Tag alles geben, sich körperlich und seelisch verausgaben, um einen Traum, der bis vor ein paar Wochen unmöglich zu erreichen schien, wahr werden zu lassen. Um die verlassenen Hunde von Mavropigi zu retten und nicht wegzuschauen - denn ihr Schicksal wäre etwas, was ich mir gerade nicht vorstellen möchte...

Was wir gefunden haben? Freunde! Die tollsten und liebsten Hunde, die man sich denken kann. Treue Seelen, die teilweise wohl immer noch darauf warten, dass ‚ihre‘ Menschen zurückkommen, und die bestimmt nicht verstehen, was es bedeutet, dass in ihrem ehemaligen Zuhause alles voll mit Schutt und Müll ist und komplett verlassen ist. Die jeden Tag darauf warten, dass ein Mensch vorbeikommt, und Futter und Wasser bereitstellt. Aber das Futter war bei vielen der Hunde immer nur Nebensache: Aufmerksamkeit, am Menschen schnüffeln, eine Menschenhand liebevoll auf den Kopf gelegt bekommen, ein liebes Wort zu hören, vielleicht sogar mal hinter dem Ohr gekrault zu werden oder gar richtig durchgeknuddelt zu werden... Das war das Größte für diese Tiere!

Als wir das Dorf gestern verlassen haben, war es schon eine große Gruppe Hunde, die hinter dem Auto herlief. Sie verstehen es. Sie möchten auch dort weg. Und ich habe nicht geweint. Denn ich habe Ihnen allen versprochen, dass sie ein neues Leben bekommen werden. Etwas anderes hat mir mein Herz nicht erlaubt. Jetzt, in dem Moment wo ich meinen Bericht zu Ende schreibe, fließen die Tränen in Strömen. All diese Hunde haben jetzt Namen, Sie haben alle ihre Eigenarten: sie sind nicht ‚irgendwelche streunenden Köter‘. Nein! Das sind unsere Hunde in Mavropigi. Und ich will für jeden ein Zuhause, wo es jeden Tag Liebe und Zuneigung im Überfluss gibt. Nichts anderes haben diese Hunde verdient. 
Liebe Grüße
Berit

PS: den zwei- und vierbeinigen neuen Freunden habe ich noch etwas versprochen: wir kommen wieder.

Samstag, 07. Juli 2018

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...
Der heutige Tag war ein so unglaubliches Erlebnis: auf der einen Seite so schön, weil den Hunden geholfen wird und wir Hunde kennenlernen durften, die sowas von lieb und toll sind, das war einfach nur schön. Auf der anderen Seite ist Mavropigi der Inbegriff eines „Lost Place“, da ist alles verlassen, kaputt, schmutzig und gruselig. Und weitere Teile des Dorfes wurden in den vergangenen Tagen weiter abgerissen. 

Die Zeit drängt. Die Hunde müssen dort weg. 

Ich denke, es braucht nicht nur weitere Plätze in Sheltern hier vor Ort, auch Pflegefamilien in Deutschland wären hilfreich, und Für-Immer-Zuhause ja sowieso. Wir sind eigentlich überhaupt keine Hundemenschen, aber bei den meisten Hunden in Mavropigi würde ich sagen, dass sie einfach nur tolle Tiere sind, die sich nach menschlicher Aufmerksamkeit und Liebe sehnen. Wir haben fast den ganzen Tag im Dorf verbracht, zusammen mit der unglaublich tollen Alexia. Einige der Hunde sind uns von einer zur nächsten Futterstelle gefolgt, aber nicht weil sie hungrig waren, sondern weil sie einfach mit uns Menschen zusammen sein wollten. Wir haben heute alle Hunde gefüttert, 2 Pferde mit eimerweise Wasser versorgt, bei ca. 8-10 Hunden Spoton verabreicht, einen jungen Hund mit Verletzung mit AB und einem Wundspray versorgt, alle Parasiten-Halsbänder gereinigt und gekuschelt, was das Zeug hält....

Fazit: Es ist einfach furchtbar traurig, so unfassbar liebe Hunde allein auf sich gestellt dort zu wissen. Wir wünschen uns noch mehr Patenschaften und die Übernahme von so vielen Kastrationen wie möglich (auch von den Rüden, dann wird es in den unterschiedlichen Rudeln auch noch harmonischer zugehen, obwohl es schon sehr friedlich unter den Hunden ist). Und wir sind froh, dass wir das mit eigenen Augen gesehen haben, hier kommt garantiert jeder einzelne gespendete Euro an der richtigen Stelle an!!!

Damit wir helfen können - Bitte helfen Sie uns, zu helfen! Der Winter ist da! Wir sind auf das Futter dringend angewiesen! Alleine schaffen wir das nicht!

Guten Morgen aus Griechenland!                         04. Dezember 2019

Hier kommen ein paar Eindrücke aus Mavropigi. Wir waren mit Alexia bei den 🐶Hunden und haben Futter verteilt und nach den Welpen mit ihrer Mami Joker geschaut.

In den vergangenen Monaten wurde ein weiterer Teil des Dorfes abgerissen und die Gebäude noch weiter zerstört. Es sieht wirklich schlimm aus. Den Hunden geht es aber den Umständen entsprechend gut, aber der 🌨❄️Winter naht und es lag schon etwas Schnee... Die Planungen für ein neues Shelter laufen auf Hochtouren, aber so etwas braucht natürlich einfach Zeit.

05. Dezember 2018

Hallo ihr Lieben, hier kommt noch ein letzter Bericht von unserer Reise nach Griechenland.

Am letzten Tag waren wir nochmal bei Triantafyllia im Shelter und haben ein wenig geholfen. Ein paar der neuen Hütten wurden mit Holzschutzlasur gestrichen, ein Dach befestigt und natürlich stand auch wieder das sehr beliebte Näpfe waschen an 😉

Dazu muss Wasser in 300 m Entfernung geholt werden und dann bei Eiseskälte die gefühlt 50 Näpfe geschrubbt werden.... aber es ist ein schöner Moment, wenn die Hunde dann ihr Futter bekommen und sich so sehr freuen. Für die Welpen gab es zusätzlich Nassfutter, was für freudige Aufregung im Gehege gesorgt hat.

Aber am allerwichtigsten ist für die meisten der Hunde, dass sie von den Menschen gestreichelt und bekuschelt werden. Und die sind alle so lieb (und teilweise so stürmisch, dass man fast umgerannt wird). Diese dankbaren Tiere wachsen einem schon nach ganz kurzer Zeit ans Herz, mit ihrer liebenswerten Art... und man wünscht sich so sehr, dass sie vielleicht auch einmal ein eigenes und liebevolles Zuhause bekommen.

Bei Einbruch der Dunkelheit hieß es dann Abschied nehmen von unseren 🐶Lieblingen 😢 Wie beim letzten Mal haben wir versprochen, dass wir bald wiederkommen.

Es war wieder eine schöne Reise nach Griechenland, zu den tierlieben, gastfreundlichen und wundervollen Menschen Alexia und Triantafyllia, die wirklich alles für die Hunde tun. Es ist eine Sache, mal kurz ein paar Tage mitzuhelfen. Aber tagtäglich diese Arbeit zu erledigen, auch wenn es aus Eimern schüttet oder schneit, das verdient den größten Respekt.

Und auch die Menschen rundherum, sei es Despina, die uns ständig mit köstlichstem Essen versorgt hat, oder Triantafyllia‘s Mama, die sich so rührend um 🐶Merlin kümmert, oder auch der Tierarzt Dr. Stoitsis, der einfach mal alles unterbrochen hat, als Triantafyllia und ich mit dem verletzten Welpen 🐶Ronja die Praxis stürmten... allen gebührt ein großes Dankeschön!

Danke an euch alle! Ihr seid ganz besondere Menschen 😘😘

Aller guten Dinge sind Drei - Berit war wieder bei den Hunden - 12- 15. April 2019

 

Viele verfolgen im Freundeskreis auf Facebook gespannt Berits tolle und teilweise auch erschütternden Berichte von ihren Mavropigi-Besuchen. Was sie vom Dorf schildert und was wir hier in Ausschnitten zeigen, ist leider die traurige Realität.

Wir haben in der Vergangenheit so viele Hunden wie möglich dort heraus geholt und genügend Futter beschaffen können. Das neue Shelter war bereits in Arbeit. Der Container gesetzt, Geld für Hütten liegt beiseite und erstes Material wurde angezahlt. Aber dann wurden vor Ort Zusagen zurück genommen. Keiner der wunderbaren Helfer ist dafür verantwortlich zu machen. Vor Ort ticken die Uhren leider anders. Herzlich...aber anders ♡♡♡
Wir haben das Projekt ´shelter´ daraufhin erst einmal gestoppt. Zum Glück ohne finanzielle Einbußen von Spenden, aber wir wurden zum Thema ´shelter´ wieder auf Null zurück katapultiert. Wir arbeiten gerade an Plan B. Es sieht so aus, als würde es klappen. 

Das nur als Ergänzung zu Berits Bericht, denn wer die Hintergründe nicht kennt, fragt sich zu Recht, warum noch keine Lösung steht bzw kein Shelter. Es ist daher um so wichtiger, dass jemand aus dem Team vor Ort Bestandsaufnahme macht. 
Dankeschön liebe Berit ♡

12. April 2019

Da sind wir wieder! Bei unserer dritten Reise nach Griechenland stand heute als erstes ein Besuch bei Triantafyllia und ihren Schützlingen im Shelter an. Wie immer wartete einiges an Arbeit auf uns, Wasser nachfüllen, Näpfe säubern, füttern, Kies aufschütten, Hundehaufen einsammeln usw. Und natürlich: kuscheln, kuscheln und kuscheln mit den vielen, super lieben Hunden.

Morgen sind wir nochmal bei Triantafyllia und dann werde ich viele Fotos von den Hunden machen, natürlich ganz besonders von den Hunden, die das Glück haben, mit einer Patenschaft unterstützt zu werden 😊

13. April 2019
Natürlich gibt’s auch heute einen kleinen Bericht von mir. Gestern wurde der letzte Futtervorrat aufgebraucht - keine Angst, das viele Futter vom Spendenmarathon beim Tierschutz-Shop ist natürlich nicht leer, sondern wartet noch auf Anlieferung im Shelter - und das geht im Moment absolut nicht, weil die Straße den Hügel hinauf eine grauenhafte Matschpiste ist...
Daher sind wir heute morgen erstmal zum Futterhändler gefahren. Und waren mal wieder sprachlos, wie hilfsbereit und toll die Menschen hier sind. Nach einem Blick auf unseren popligen Leihwagen, entschied der Futterhändler, dass wir mit seinem 🚚Vierrad-Pickup fahren sollen. Gesagt - getan, stuntreif pflügte der kleine, rote LKW durch den Matsch. Ich glaube, Lars hatte Spaß

 

Erinnert ihr euch noch an Robin? Den furchtbar kranken Hund, den wir letzten Sommer in Mavropigi gesehen haben?

Schaut mal, wie toll Robin heute aussieht! Seit letztem Sommer wohnt er in Triantafyllia‘s Shelter, wo er regelmäßig Medikamente bekommen hat.

 

Sie hat es wieder getan... sie ist wieder da...

02. Dezember 2018 

 

"Guten Morgen aus 🇬🇷 Griechenland!

Seit zwei Tagen möchte ich euch von unserer 2. Reise zu den 🐶Hunden in Mavropigi und zu Triantafyllia’s Shelter berichten. Aber es ging einfach nicht, wir waren jeden Abend so erschöpft, emotional und körperlich, da fehlte einfach die Kraft. Wie Alexia und Triantafyllia das tagtäglich aushalten, ist mir ein Rätsel und verdient den größten Respekt. Hier kommen ein paar Eindrücke der letzten Tage.

Wir wünschen euch allen einen schönen und gemütlichen 1. Advent!

Eure Berit"

14. April Mavropigi - Ein Sonntag in Mavropigi

Heute sind wir früh nach Mavropigi gestartet, denn Starkregen und Gewitter waren vorausgesagt....

Daher gab‘s auch nur einen Schnelldurchlauf mit Füttern und Gucken, denn über den Bergen zuckten schon die ersten Blitze.

Es war ein Schock! Seit unserem letzten Besuch sind erneut große, sehr große Teile des Dorfes abgerissen worden und es sieht einfach nur furchtbar aus. Von den bekannten Hunden waren noch einige da, aber leider auch viele neue Welpen, die von scheuen Hundemamis in dieses Geisterdorf hinein geboren wurden und die man einfach nicht auf die Schnelle einfangen kann, um sie zu kastrieren. 

Wir müssen das Ganze erst mal verarbeiten und dann überlegen, was genau getan werden kann. Denn einfach ist das alles nicht. Man kann nicht eben mal zum Tierarzt fahren, um Kastrationen oder wichtige medizinische Behandlungen von verletzten Hunden durchzuführen. Ehrlich gesagt kamen wir uns absolut hilflos vor.

Ronaldo - 15. April 2019

Und hier kommt noch eine schöne Vorher-Nachher Geschichte!

Im Juli, letztes Jahr (s.a. weiter oben auf dieser Seite), gerade in dem Moment, als wir schon auf dem Weg aus Triantafyllias Shelter hinaus waren, stolperten wir über ein kleines, furchtbar humpelndes Ding... man sah, dass der Welpe Schmerzen hatte und er sollte doch noch wachsen, da musste doch irgendwie geholfen werden...

Ronaldo (wie wir den Sportsfreund in der Hoffnung auf einen rennenden und springenden Hund dann tauften) wurde einige Tage später operiert, denn Frieden für Pfoten übernahm die Kosten. Zuhause bei Triantafyllia‘s Mama wurde er dann aufgepäppelt.

Und heute? Aus dem kleinen, ausgemergelten und humpelnden Kerlchen wurde ein sehr stattlicher, sportlicher und ganz sanfter Riese! Keine Ahnung, ob er mich erkennt, aber er kommt immer ganz nah an mein Gesicht heran und pustet mir etwas ins Ohr und ich habe das Gefühl, dass uns beide etwas ganz Besonderes verbindet.

15. April 2019 - Abschied

Heute müssen wir uns von unseren Zwei-, Drei- und Vierbeinigen Freunden verabschieden. 

Eins ist klar: Ohne Frieden für Pfoten, ohne den Tierschutz-Shop und ohne euch, die ihr Patenschaften übernehmt, Pakete an die Sammelstellen schickt, Geld direkt oder auf das Vereinskonto spendet, oder einfach mal ein liebes Wort der Unterstützung schreibt - ohne Euch geht hier gar nichts....

In den vergangenen Tagen habe ich also nochmal genau nachgeschaut und nachgefragt, was dringend benötigt wird.

🐶 Ganz wichtig ist ein weiterer Teil Zaun, um ein oder zwei zusätzliche, abgeteilte Gehege zu bauen. Das kostet ca. 300€. 
🐶 Es werden noch weitere Hundehütten benötigt (Preis pro Doppelhütte: 80€). 
🐶 Die Anschaffung eines 3. Wassertanks wäre vorm Sommer sehr hilfreich (Kosten ca. 350€). 
🐶 Des Weiteren gibt’s offene Tierarztrechnungen von kranken Hunden (genaue Zahlen hab ich noch nicht).
🐶 Kauf von Planen, die als Sonnenschutz gespannt werden können (Kosten muss ich herausfinden).
🐶 Allerhand Kleinkram, den wir sehr gerne auf der Sammelstelle in Empfang nehmen, um es mit der nächsten Palette nach Griechenland zu schicken: große Edelstahlnäpfe, große Plastik-Eimer, eine Regenjacke mit Kapuze in Größe S, Gummistiefel in Größe 39 oder 40, Wickelunterlagen, und natürlich Hundefutter (nass und trocken). Hierfür schreibt gerne eine Email über diese Homepage.

Ja ich weiß, das ist eine lange, und sehr teure Liste. Aber die Dinge/das Geld werden wirklich gebraucht. Ich hab’s mit eigenen Augen gesehen 😊

4 Tage lang habe ich jetzt bei Triantafyllia geholfen (und mit mir waren ja noch Lars und Birgitt dabei). Es hat entweder wie aus Eimern geschüttet und war eisekalt oder die Sonne brannte uns auf den Pelz... Was ich sagen möchte: es ist so unfassbar anstrengend, diese Arbeit, die Triantafyllia an 365 Tagen im Jahr auf sich nimmt: Eimer schleppen, Futtersäcke schleppen, täglich bestimmt 50 kg Hundekot aus den Gehegen einsammeln, usw. Und ich bin nach 4 Tagen schon total erledigt...

Bitte unterstützt die Hunde

Frieden für Pfoten e.V.
IBAN: DE41 430 609 671 181 465 900
BIC: GENODEM1GLS - GLS Bank
oder per PayPal: info@friedenfuerpfoten.org

->>>>>  und hier noch ein paar Schnappschüsse

Emma

Rita

Louis

Flora

Margarita

Maya

Joy

Rita

Aria

Hope

Ronaldo

Sammy

 

Lisa

Margarita

Pardali

10. Juli 2019 -

Unwetter in Nordgriechenland und Berit war mittendrin

🆘 Guten Morgen aus Griechenland!

Eigentlich wollte ich meinen Reisebericht vom 1. Tag hier mit tollen Hundefotos beginnen... Statt dessen ist eine absolute Notlage eingetreten!

Gestern Abend, als wir im Shelter ankamen, wütete ein furchtbares Unwetter mit Gewitter, Sturm und Starkregen. Sowas habe ich noch nie erlebt! Wir mussten Schutz im Auto suchen und ich dachte, das Auto würde gleich umkippen, so stark waren Wind und Regen!

Die Hunde haben das zum Glück gut weggesteckt, aber alle Sonnenschutz- Planen hängen nur noch in Fetzen vom Zaun! Zur Zeit sind wir dabei, die Fetzen abzumontieren, denn das ist sehr gefährlich für die Hunde!

Es wird ganz dringend neuer Schutz benötigt. Planen funktionieren hier offensichtlich überhaupt nicht: es ist sehr oft sehr windig. Es müssen richtige Überdachungen gebaut werden, was leider teuer ist. Aber die Hunde brauchen diesen Schutz vor der Hitze (gestern waren 32 Grad im Schatten!) und auch vor dem Regen. Ein Dach wird 100€ kosten (Material und Aufbau). Auf dem letzten Foto seht ihr, wie so eine Überdachung aussieht. Es gibt davon bisher nur eine einzige!

Bitte helft dabei, die Hunde brauchen ganz dringend unsere Unterstützung! Jeder Euro zählt!

🐾 Unser Tag 2 bei Triantafyllia und den Hunden 😍

Bei schönstem Sonnenschein - schön für uns, aber gar nicht schön für die Hunde, die sich in die kleinsten, schattigen Ecken gezwängt haben, um der Hitze zu entkommen - ging es mit der Arbeit weiter.

Aber als allererstes hatte ich die Ehre und Freude, dass ich Triantafyllia mitteilen dufte, dass Frieden für Pfoten sage und schreibe 800€ für neue Überdachungen spendiert und auch von Gaby, aus ihrer tollen Geburtstags-Aktion kamen bereits 790€ an! Zusammen mit weiteren Spenden können jetzt bereits 17 oder 18 Dächer gebaut werden. Sooooooo toll! Dankeschön an alle, die das ermöglichen! Triantafyllia hat also sofort Material bestellen können, damit so schnell wie möglich mit der Anfertigung der wertvollen Schattenspender begonnen werden kann!

Dann ging’s mit der tagtäglichen Arbeit los: Wasser, Futter, Medikamente, Saubermachen. Ein paar provisorische Schatten-Netze haben Triantafyllia und Lars auch noch befestigt.

Hab ich was vergessen? 
Ach ja: Hunde-Kuuuuuuuuuscheln! 

Und Fotoshootings standen heute an, denn in unserer kleinen Patengruppe gabs heute eine Foto-Flut! Was? Da seid ihr nicht dabei, möchtet aber gerne? Dann sucht euch schnell einen Patenhund aus, dann gibt’s eine Einladung in diese tolle Gruppe 😉

Und jetzt ist Feierabend. Wir sind völlig erledigt und wir fragen uns, wie macht sie das bloß? Diese kleine, zarte Triantafyllia, jeden einzelnen Tag... bei Eis und Schnee, Sturm und Regen, bei sengender Sonne... jeden einzelnen Tag 40-50 Kg Futter verteilen, 50 kg Hundekot sammeln und wegtragen, literweise Wasser schleppen und verteilen. Puh! Was für ein Kraftakt. Einfach nur bewundernswert und wirklich, den allergrößten Respekt dafür 😘

Bis morgen, ihr Lieben!

🐾 Unser 3. und letzter Tag

Morgen gehts schon wieder zurück nach Hause. Aber wie immer sind wir nicht traurig, wir kommen ja bald wieder 🥰

Heute haben wir - neben der täglichen Arbeit - wieder etwas gebastelt, Lars hat 2 Solar-Leuchten am Container montiert und noch ein paar provisorische Schatten-Planen montiert, wir waren nochmal beim Futterhändler und haben Futter eingekauft. Ok, ich geb‘s zu: ich wollte den kleinen roten 🚚Pickup nochmal sehen 😍 Der nette Futterhändler hat dann noch einige Paletten gespendet, die sind nämlich notwendig, um die neuen Frieden für Pfoten Hündehütten daraufzustellen.

🐶Fotoshootings standen auch noch an und ich hoffe, dass alle unsere lieben Paten jetzt glücklich sind: alle Patenhunde wurden in den letzten Tagen von mir zum Shooting gebeten. Eine große Herausforderung, aber ich glaube, die Vierbeiner hatten mindestens genausoviel Spaß wie ich 😊Selfie mit Hund artete in 99% der Foto-Versuche in Gesicht-Abschlecken aus.

Triantafyllia‘s Bruder war heute auch wieder da, er hat schonmal für die neuen Überdachungen alles ausgemessen und wird dann auch beim Aufbau tatkräftig unterstützen. So kann er sich auch etwas dazuverdienen (ein zuverlässiger Handwerker muss schließlich angemessen entlohnt werden 😍).

Und dann gabs noch eine Hunde-Abschiedsrunde mit Leckerlis-Verteilung und später ein gemütliches Abendessen mit Triantafyllia und Despina!

Schön war‘s und ganz schön anstrengend. Aber für diese Hunde lohnt es sich so sehr, ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr sie uns ans Herz gewachsen sind ❤️

Und Triantafyllia erst recht. Was sie bisher auf die Beine gestellt hat und was sie tagtäglich für Ihre Fellnasen leistet ist einfach bewundernswert 😍

Bis bald - nächste Reise ist bereits in Planung...

Viele dieser Hunde suchen noch einen Paten. Wir freuen uns immer riesig über Patenschaften für die Hunde.

Bitte schreiben Sie mir bei Interesse eine Mail.

Eure/Ihre Berit