Dori, Jack und Meeko

suchen ein Zuhause

Stand 12. Januar 2019

Dori

"Jeder kleine Schritt von unserer Geburt bis zum Tod ist ein einziges Abenteuer. Verschwende keine Minute davon, mit Angst und Zweifeln." 
Das ist das Motto der kleinen Heldin dieser Geschichte. Ich würde sie euch gerne erzählen 
💕 

Vor einigen Monaten raubte jemand einer Straßenkatze die Babies. Wir können uns wohl nicht annähernd vorstellen, wie schrecklich es sein muss, die winzigen Kätzchen zu gebären, sie erfolgreich vor anderen Katzen, wilden Tieren und Gefahren zu beschützen, nur damit dann jemand kommt und sie in einen Karton steckt... und es gibt nichts, was man dagegen tun könnte. Wir wissen nicht, wie es der Katzenmutter weiter erging aber wir wissen, dass die Katzenbabies ein paar Kilometer weiter wie Abfall in einem Feld entsorgt wurden.

Die Tage vergingen und die kleinen Kätzchen waren so schwach, dass sie nicht einmal aufstehen und aus dem Karton krabbeln konnten. Sie beschmutzen sich und schliefen in ihren eigenen Exkrementen, während sie versuchten, sich gegenseitig zu wärmen. Sie hatten schreckliche Angst, ihre Augen waren voller Eiter. Es gab nichts, was sie tun konnten, ausser sich nach ihrer Mutter zu sehnen und auf den Tod zu warten.

Irgendwann glimmte ein kleiner, magischer Funke Hoffnung auf, in Doris Herz . Wir wissen nicht, woher dieser Funke kam aber Dori beschloss, dass sie nicht auf diese Weise sterben möchte, sondern erst irgendwann,... in vielen Jahren... in einem Zuhause, wo sie geliebt wurde, Spielgefährten hatte und eine Mama, die ihr beim Sterben das Pfötchen hält. Nein! Heute würde nicht ihr letzter Tag sein und sie würde nicht einfach tatenlos und vor Angst erstarrt auf das Ende warten. Sie würde jetzt handeln!

Und dann war er plötzlich da, dieser magische Moment, den wir aus den Märchen kennen, der Moment der das Leben der Heldin für immer verändert. Wenn sie ihr Schicksal selbst in die Pfötchen nimmt.

Dori begann aus vollem Halse zu schreien, was ihr kleines Stimmchen hergab. Man glaubt es kaum aber dieses winzige Wesen, das in einer Hand Platz fand, schrie so laut und so ausdauernd, dass Argyro auf ihrem Balkon aufmerksam wurde und sich auf den Weg machte, um nachzusehen, welches Baby da so erbärmlich schrie.

Argyro suchte die ganze Umgebung ab und fand schließlich einen schmutzigen Karton, bis zum Rand voller Exkremente und darin 4 winzige Kätzchen mit vereiterten Augen. Drei davon waren fast schon tot aber das vierte jammerte laut und begann sofort zu schnurren, als es bemerkte, dass sich jemand näherte, der vielleicht helfen würde.

Argyro nahm die Kätzchen mit zu sich nach Hause und zog sie mit viel Liebe und Geduld groß. 
Die Tage und Wochen vergingen und die kränkelnden, sterbenden Babies sind heute gesund und putzmunter und suchen ein Zuhause. Sie suchen IHREN Menschen.
Dori ist nach wie vor Chefin der Truppe. 
Die erste, die am Futternapf sitzt. Die erste, die schnurrend gelaufen kommt, wenn Argyro das Zimmer betritt und gut Freund mit allen Katzen und Hunden des Hauses.
Doris Hobbies sind Nickerchen und Kuscheln im Bett, gemeinsam mit einem Menschen auf der Couch Fernsehen schauen und zusammen die Sterne beobachten.

Sie träumt nach wie vor ihren großen Traum von einem eigenen Zuhause, mit Katzenfreunden und einem lieben Menschen, IHREM Menschen. Unsere kleine Heldin ist heute noch stolz auf ihren Entschluss, keine Furcht zu zeigen, Hilfe zu holen und sich und die Geschwister zu retten.

Jetzt möchten wir gerne das Happyend für Doris Geschichte schreiben und suchen IHREN Menschen, der schon immer auf eine kleine, unwiderstehliche Katzenheldin auf seiner Couch gewartet hat. Hier ist sie! 
Dori ist bereit zu reisen 
💕 

Jack

Ob Du glücklich bist im Leben, das hängt allein von deinen Gedanken ab 💕. Das ist das Motto des kleinen Helden dieser Geschichte, die er euch gerne erzählen möchte.

Ich war der Zweitgeborene. Die Erste war natürlich wieder Dori, unsere Abenteurerin. Aber dann kam ich. Ich fühlte mich so glücklich, weil ich die anstrengende Geburt so gut überstanden hatte. Denn mir war klar...wenn ich es bis hierher lebendig geschafft hatte, dann musste ich ein starker und mutiger Kater sein. Dann roch ich meine Mama zum ersten Mal und das Gefühl, an sie geschmiegt, die warme Milch zu nuckeln, das war einfach unbeschreiblich!

Ich wollte groß und stark werden und freute mich auf den Tag, an dem ich die Augen öffnen und die Welt bestaunen konnte. Immer wieder stellte ich mir vor, was ich da alles an wunderbaren Dingen sehen werde und wie wunderschön meine Mama aussehen würde. Ich war fest davon überzeugt, dass ihre Augen grün wären und ihr warmer Blick würde alle meine Ängste hinweg fegen, wenn ich mich in die große Welt wagen musste und meine Geschwister würden wahrscheinlich alle so aussehen wie ich.Ja, ich freute mich auf jeden neuen Tag und fand, dass das Leben ein großartiges Geschenk war! Ich war gesund und kräftig genug, um zu überleben.

An einem Tag, an dem alles wieder genau so wunderbar war, wie die Tage zuvor, hatte ich plötzlich ein ganz seltsames Gefühl. Zum ersten mal ...und ich konnte es gar nicht einordnen. Aber ich fühlte, dass etwas Schlimmes passieren würde.

Jemand nahm mich hoch. Erst dachte ich, es wäre Mama, die ein neues Spiel mit uns spielt aber sie war nicht so sanft mit mir, wie sonst. In diesem Moment wusste ich noch nicht, dass ich sie nie mehr im Leben wiedersehen würde. Nie mehr ihre warme Milch nuckeln würde, die mich so stark gemacht hatte. Dieser Moment veränderte mein ganzes Leben.

Ich erinnere mich noch, wie Mama schrie und dass Dori uns später alle tröstete, wir sollten keine Angst haben, sie würde uns beschützen und retten. 
Aber ich gebe zu, ich hatte trotzdem schreckliche Angst. Ich konnte ja immer noch nichts sehen, meine Augen waren noch verschlossen. Um mich herum stank es und wir lagen in unseren eigenen Pfützen und Häufchen und meine Geschwister und ich fühlten uns müde und schwach. Nur Dori hielt eisern durch. 
Aber irgendwann sagte ich mir, wenn ich nicht aufhöre, ständig das Schlimmste zu befürchten, dann wird sich nie etwas zum Guten wenden. Positive Gedanken, waren das wichtigste, was ich jetzt mir und meinen Geschwistern schenken konnte, wenn wir am Leben bleiben wollten.

Ich bündelte alles an positiver Energie und lieben Gedanken, die ich in meiner kleinen Seele hatte und konzentrierte mich fest darauf. Dabei schlief ich dann erschöpft ein.

Als ich zum ersten mal im Leben die Augen öffnete, sass ich in den warmen Händen von Argyro, meiner Ersatzmama. Sie hatte Doris Weinen gehört und wollte uns ab jetzt beschützen.
Seit ich bei meiner Mama Argyro bin, die sogar Milch für uns aufgetrieben hat, denke ich wieder jeden Tag nur an Schöne Dinge. 
Irgendwann werde ich meine Augen öffnen und dann bin ich in meinem Für-Immer-Zuhause angekommen und dort wartet eine neue Mama auf mich, bei der ich für immer bleiben darf, nicht nur als Gast, wie bei unserer Argyro.

Bitte schenkt mir eure positiven Gedanken, damit ich mein Für-Immer-Zuhause bald finde. Ich warte schon sehr lange.
Euer Jack 
💕