Corona - Die Situation

13. März 2020

Gerade passiert etwas ganz Schreckliches, also zusätzlich zu den Schreckensmeldungen, die überall über Corona zu lesen sind.
Den Sheltern und Tierheimen und Futterstellenversorgern im Ausland, geht das Futter aus.
Ihre Tiere werden bald hungern, von überall erhalte ich Nachrichten über leere Regale bei den Futterhändlern, dass sie bald schließen werden oder dass der dringend benötigte Nachschub einfach nicht über die Grenze kommt.

Es tut weh, solche Dinge hilflos lesen zu müssen und ich bin unendlich dankbar, dass wir zumindest unseren Partnern mit ihren Projekten in Griechenland, die Lage etwas erleichtern konnten. Wir haben vorgesorgt.

SCARS in Athen hat volle Läger, dem Himmel und dem Tierschutz Shop sei dank...
Eri in Nordgriechenland ist bestens versorgt, genau wie das Kloster bei Athen, mit den vielen Streunern, kürzlich kamen eure Futterpsenden auch dort an,
für Triantafyllia haben wir gerade Kassensturz gemacht und Geld überwiesen, damit sie Notvorräte anlegen kann, ehe der Futterhändler in ihrer Stadt dicht macht
und als Letztes heute Abend, schrieb ich an die Vrouva Farm, dass wir Geld senden werden...sie sollen noch einmal ordentlich für alle Tiere auf der Farm einkaufen. Normalerweise wird wegen Geldknappheit nie mehr als für wenige Tage im voraus gekauft und das darf jetzt nicht sein!

Nedde Kübler die Teamleiterin Adoptionen, schreibt und telefoniert nonstop.
Flüge fallen aus, Flugpaten fallen weg, Vorkontrollen werden abgesagt und die wartenden Adoptanten müssen informiert werden.
Aber alle adoptierten Tiere sitzen satt, warm und trocken, dann dauert es einfach ein wenig länger ... wir müssen jetzt alle geduldig sein!

Jeder sorgt in schwierigen Zeiten für seine Familie.

Ich wünschte, wir könnten mehr tun, so viele wertvolle Tierschutzprojekte werden die Folgen der Corona Einschränkungen zu spüren bekommen.
Wenn das Geld und die Futterbestände schon nicht in "guten Zeiten" ausreichen, wie soll das erst inmitten der Krise werden?
Überall werden jetzt zusätzlich Haustiere auf die Straße gesetzt, weil die Menschen dumm sind, weil sie falsch informiert sind.
Bald wird es überall noch mehr heimatlose Straßentiere geben. Ihre freiwilligen Versorger wenden sich jetzt bereits schon hilfesuchend an uns.

Bitte helft uns, zu helfen. Wir würden gerne noch viele mehr unterstützen, die gerade verzweifelt versuchen, ihre Tiere in Obhut über diese schwere Zeit zu bringen und die ausgesetzten Tiere auf den Straßen!
Frieden für Pfoten e.V.
GLS Bank
IBAN | DE 41 4306 0967 1181 4659 00
BIC | GENODEM1GLS
Paypal: info@friedenfuerpfoten.org

Kennwort Futter

Informationen zur aktuellen Lage im Auslands-Tierschutz ❗ 15. März 2020

Die Tiere unserer Projekte sind, dank dem Tierschutz-Shop und dank eurer Hilfe gut versorgt. Sie sind unsere Familie und für unsere Familie sorgen wir.

Alle Adoptanten, die auf den Flug ihrer Kätzchen warten, bitten wir um Geduld. Wir tun unser Bestes und stehen untereinander in Verbindung. Falls ein Flug nicht stattfinden kann, aufgrund der derzeitigen Geschehnisse, wird jeder sofort informiert. In dem Fall geht die Gesundheit vor und die Vorschriften der Behörden müssen akzeptiert werden. Alle Kätzchen sind in liebevoller Obhut, auch wenn es dann etwas länger dauern sollte, bis sie kommen. Bitte wartet geduldig auf eure neuen Familienmitglieder und lasst sie nicht im Stich.

Wichtig für alle Flugpaten: Sämtliche Flüge werden momentan kostenlos umgebucht. Grenzschließungen werden bereits angekündigt. Es ist allerdings mit langen Wartezeiten an den Hotlines zu rechnen.

Alle Interessenten an einer Adoption bitten wir ebenfalls um Geduld. Wir können vieles im Vorfeld klären, aber Vorkontrollen sind derzeit aufgrund dieser Ausnahmesituation nicht mehr möglich. Aber nehmt bei Interesse gerne Kontakt mit mir auf, vieles können wir schon im Vorfeld in aller Ruhe erledigen.

 

Und zum Schluss möchte ich gerne noch ein Gerücht ausräumen, das in Facebook verbreitet wird und unter dem bereits jetzt schon viele Tiere leiden müssen.
Das derzeit grassierende Coronavirus Sars-CoV-2 ist ein neuartiges Virus, bei dem es keine Erfahrungswerte bezügl. Übertragungen auf Haustiere gibt. Derzeit ist nichts bekannt.
Das andere, schon lange bekannte, feline Coronavirus (FCoV) tragen ca.80% aller Katzen in sich und ist nicht gefährlich. Oftmals löst es Durchfall und Erbrechen aus, was mit symptomatischer Therapie von alleine besser wird. Bei ca. 5% mutiert das Virus und löst das gefährliche FIP, eine Bauchfellentzündung, aus. Diese kann mittlerweile, wenn auch teuer, behandelt werden und in vielen Fällen wurde die Krankheit bereits besiegt. Das ist nicht auf den Menschen übertragbar. Bitte lasst eure Tiere nicht im Stich.

Bleibt gesund 🍀
Eure Nedde 💕

Wer uns mit einer Spende unterstützen will, um vor Ort mit Futter zu unterstützen, ein herzliches Dankeschön.

Frieden für Pfoten e.V.
IBAN | DE41 4306 0967 1181 4659 00
BIC | GENO DEM1 GLS
Paypal | info@friedenfuerpfoten.org

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen❗ 18. März 2020

Auch wenn viele Mitbürger immer noch nicht begriffen haben, was da auf uns zu rollt, wir spüren und sehen es an allen Ecken und Kanten. Die Welt scheint sich aktuell in zwei Gruppen zu teilen. Einmal die Realitätsverweigerer, die entweder die Bilder und Berichte aus den italienischen Krankenhäusern und die Särge in den Sporthallen ignorieren und ungehindert ihre Viren unters Volk mischen. Oder die rücksichtlos und egoistisch ihren ´ach-alles-nicht-so schlimm-Fantasien nachhängen und sich für ihre Mitmenschen einen Sch... interessieren.

Dann gibt es die Mitmenschen, die sich Sorgen machen und Angst haben. Zum Teil extrem übertriebene Angst wie man an den aktuellen Klopapier-Wasserstandsmeldungen deutlich erkennen kann. Schlimmer als die Klopapier-Phobie vieler Zeitgenossen sind die Folgen für die Tiere. Übertriebene Angst in Kombination mit grenzenloser Dummheit, leider zum Teil auch hoffnungsloser Unwissenheit führen aktuell dazu, dass immer mehr Haustiere in den Sheltern des Auslands abgegeben, aber vor allem ausgesetzt werden! Natürlich spielt dabei auch eine große Unsicherheit hinsichtlich der finanziell-beruflichen Situation eine große Rolle. Das ist bei uns gerade auch schon ein Thema!

Mit anderen Worten, unsere Projekte und die vielen kleinen Vereine und engagierten Einzelkämpfer, die wir im In- und Ausland unterstützen, stehen vor einem mega-Problem, dass in den nächsten Wochen zur Überlebensfrage wird. In Italien ist die Haustier-Abgabe- und Aussetzwelle schon voll im Gange, der jahrelang aufgebaute Standard im Tierschutz, der eh nicht mit Standards hierzulande vergleichbar ist, droht zu kollabieren.

Wir haben gerade erst unsere letzten Reserven aufgelöst, damit bei unseren Freunden in Serbien, Rumänien, Griechenland und Italien und auch in Deutschland(!)wenigstens Futterpolster angelegt werden können. Aber das wird nicht reichen!

Uns erreichen Bilder von Streunern, die so zahlreich ausgesetzt werden wie noch nie. Und das ist erst der Anfang. Die nächsten Wochen entscheiden für viele Streuner über Leben und Tod. Aber- unsere finanziellen Mittel sind immer begrenzt, tendieren aktuell gegen null und für die nächsten Wochen brauchen wir tausende von Euros, wenn wir nicht zusehen wollen, wie all die Streuner vor unseren Augen verhungern.

Wir haben keine Ahnung, wie wir das schaffen sollen. Wir sehen im Moment nur, wie der Tsunami auf uns zurollt. Aufhalten können wir ihn nicht. Nur ausreichend Futter kann verhindern, dass uns der Tsunami komplett überrollt.

Könnt ihr uns helfen? Wir sind glücklich über jeden Euro, den ihr uns geben könnt. Jeder Euro, den wir jetzt schon sammeln können, hilft den Tierschützern vor Ort, jetzt schon Vorräte für die nächsten Wochen anzulegen. Denn ob sie in den nächsten Wochen noch Futter kaufen können, ist aktuell sehr fraglich.

Bitte helft uns, zu helfen. Danke❤

Frieden für Pfoten e.V.
IBAN : DE 41 4306 0967 1181 4659 00
BIC : GENODEM1GLS
Paypal: info@friedenfuerpfoten.org
Kennwort Futter

Corona..und wie geht es weiter? - 21. März 2020
Was passiert gerade bei Frieden für Pfoten...ein paar Gedanken zur aktuellen Lage

Liebe Freunde und Unterstützer,
in anderen Beiträgen auf dieser Seite, haben Claudia Utz und Nedde Kübler aus unserem Team, bereits Informationen veröffentlicht, in Sachen Adoption und Versorgung unserer Partner.
Ich möchte euch gerne etwas ausführlicher informieren, wie wir gerade versuchen, den Vereins Betrieb aufrecht zu erhalten um jetzt mehr denn je, möglichst viele zu unterstützen, die Hilfe benötigen.

Unser gesamtes Team arbeitet weiterhin wie gewohnt, um Kommunikation mit den Helfern vor Ort und Spenden zu ermöglichen.
Unter anderem teilten wir im Vorstand auch den Zugang zu den Konten auf, damit im worst case, Zugriff erhalten bleibt, falls jemand ausfallen sollte und eure Spenden trotzdem weitergeleitet werden können. Auch für die laufenden Adoptionsvorgänge wurden sicherheitshalber Vertreter bestimmt.

Neben unseren "großen" Projekten, wie SCARS, Eris Shelter, Triantafyllias Shelter, unterstützen wir beständig viele kleine Vereine und Shelter und Einzelkämpfer.
Sie alle haben wir in den letzten Tagen noch einmal mit euren Spenden bedacht, damit sie sich Notvorräte anlegen konnten oder zumindest ihre Nudeln- und Reisfütterungen zukünftig mit etwas Futter strecken.
Vielerorts haben die Tierhandlungen bereits geschlossen und jeder Tag zählte.
Daher wurden in der vergangenen Woche unsere Reserven dafür aufgelöst und alle verfügbaren Konten leer gefegt, etwas, das ich sonst sehr fürchte, denn jeden Tag gibt es Notfälle, und ein Puffer ist immer wichtig.
Nichts ist grausamer, als jemandem, dessen Tiere gerade verhungern, mit einem "NEIN" antworten zu müssen.

Für alle von uns werden vermutlich für die nächste Zeit neben der gesundheitlichen Bedrohung auch finanzielle Einschnitte folgen.
Die Spenden werden flächendeckend wegbrechen und dafür der Bedarf vor Ort, noch einmal steigen.
Helfer, die bereits jetzt zu wenig Versorgung für die Tiere auf der Straße und in ihren kleinen privaten Sheltern hatten, haben dann also noch weniger Mittel und noch mehr Tiere, die in großen Zahlen ausgesetzt werden.
Der Albtraum beginnt jetzt erst richtig.

Ein ganz herzliches Dankeschön, an die lieben Menschen, die trotz aller persönlicher Ängste und finanzieller Nöte geholfen haben und auch weiterhin helfen.
Eure Spenden sind bereits dort angekommen, wo sie gerade am dringendsten benötigt werden: Bei den Tieren!

Lasst uns bitte weiterhin alle zusammenhalten.
Für uns... für andere...und für die Hunde und Katzen, die nicht verstehen, warum sie plötzlich auf die Straße geworfen wurden und verhungern.

Bitte passt auf euch auf...bleibt zuhause und bleibt gesund!

PS: In Bayern gilt derzeit:
Tierärzte dürfen weiter behandeln und Tiere dürfen unter Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen, dorthin gebracht werden.
Auch Gassi gehen mit dem Hund ist (einzeln!) erlaubt.
Tiere, die anderweitig als in der eigenen Wohnung/Haus gehalten werden, dürfen versorgt werden
Die Tierheime dürfen weiter arbeiten.
Wir hoffen, die anderen Bundesländer werden folgen.

Herzlichst
Bettina Marie Schneider
stellvertretend für das Team Frieden für Pfoten e.V.

Frieden für Pfoten e.V.

IBAN : DE 41 4306 0967 1181 4659 00

BIC : GENODEM1GLS

Paypal: info@friedenfuerpfoten.org

Kennwort Futter